Edeka und Netto legen vor

Neuerung bei Aldi! Allerdings ist der Discounter damit nicht der erste

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Bei Aldi gibt es Neuerungen.

Um Verpackungsmüll einzusparen, führt Aldi Süd eine Neuerung ein. Doch damit ist der Discounter nicht der Erste. Schon Edeka und Netto hatten diese Idee.

  • In Zukunft will der Discounter Aldi jede Menge Verpackungsmüll sparen.
  • Dafür führt Aldi Süd eine Neuerung ein.
  • Edeka und Netto haben es bereits vorgemacht.

Aldi denkt um: In Zukunft könnte sich einiges ändern und vor allem soll dabei jede Menge Verpackungsmüll eingespart werden. Diese Veränderungen können die Verbraucher bei dem Discounter erwarten.

Aldi Süd spart Verpackung: Der Plastikdeckel muss weichen

Große 500 Gramm Joghurtbecher kommen in der Regel nicht ohne eine Menge Verpackung aus. Zusätzlich zu dem Aludeckel kommt ein weiterer Schutz in Form eines Plastikdeckels daher. Damit soll in Zukunft Schluss sein.

Denn um Plastikmüll einzusparen verbannt Aldi Süd die Plastikdeckel. In dem aktuellen Prospekt des Discounters kündigt Aldi Süd an, ab dem 14. Februar auf die Plastikdeckel zu verzichten.

Aldi Süd setzt auf Mehrwegdeckel - die sollen aber kosten

Dann werden auf den Milfina-Joghurtbechern keine Plastikdeckel mehr zu finden sein. Um die Haltbarkeit des Joghurts im Kühlschrank zu verlängern, soll es laut Aldi Süd jedoch umweltfreundliche Mehrwegdeckel im Verkauf geben, die auf die Joghurtbecher passen.

Dabei gibt es allerdings einen kleinen aber feinen Haken: Die neuen Mehrwegdeckel, die im Verkauf 79 Cent kosten sollen, gibt es nur in ausgewählten Filialen: Kerpen, Montabaur, Mahlberg und Geisenfeld werden die Deckel anbieten.

Aldi Süd ist mit dieser Strategie nicht allein

Auf eine Rückfrage von Chip hat Aldi Süd bekannt gegeben, dass es die Deckel auch in "mehreren Aldi Süd Regionalgesellschaften" angeboten werden. Also könnte es die Deckel bald auch in anderen Filialen geben.

Aldi, der Discounter, der kürzlich seine Preise erhöht hat, ist mit dieser Verpackungsstrategie allerdings kein wirklicher Vorreiter. Auch die Molkerei Weihenstephan setzt bei den großen Joghurtbechern auf wiederverwendbare Deckel. 

Auch Edeka und Netto setzten auf Joghurt ohne Deckel

Seit Oktober vergangenen Jahres verzichtet die Molkerei auf die Einwegdeckel. Stattdessen setzt Weihenstephan auch auf Mehrwegdeckel, allerdings nicht wie Aldi im Verkauf - sondern gratis. Die Molkerei lieferte zweidrittel ihrer Becher für einen begrenzten Zeitraum (Oktober und November 2019) mit einem wiederverwendbaren Deckel aus.

Und auch Netto und Edeka setzen auf den Joghurt oben ohne. Sie verkaufen ihre Joghurt-Eigenmarken ebenfalls ohne zusätzlichen Plastikdeckel.

Aldi Süd verfolgt ein größeres Ziel

Edeka und sein Tochterunternehmen Netto setzen genau wie Aldi Süd auf wiederverwendbare Deckel. Die kommen im Zweierpack daher und sollen den geöffneten Joghurt eine längere Haltbarkeit bescheren.

Mit der neuen Strategie will Aldi im Vergleich zur ursprünglichen Verpackung rund 20 Prozent weniger Kunststoff verbrauchen. Damit arbeitet der Discounter auch an einem größeren Ziel.

Aldi Süd testet erstmals Bier in Mehrwegflaschen

Denn Aldi Süd hat sich gemeinsam mit Aldi vorgenommen bis 2025 insgesamt 30 Prozent weniger Material bei den Eigenmarken-Verpackungen einzusetzen (im Vergleich zum Jahr 2015). Außerdem arbeitet das Unternehmen an recyclingfähigen Verpackungen bei den Eigenmarken.

Zu dem Umdenken in Sachen Verpackung passt auch, dass der Discounter erstmals Bier in Mehrwegflaschen anbieten will. Laut Welt soll dieser Test eine Reaktion auf die höhere Mehrwegquote sein, die das Verpackungsgesetz vorgibt.

Aldi Süd verkauft halbe Liter in Glasflaschen - in ausgewählten Filialen

Denn das Verpackungsgesetz schreibt vor, dass 70 Prozent aller Getränke in Mehrwegverpackungen verkauft werden müssen. Laut Umweltbundesamt liegt die derzeitige Quote allerdings nur bei 42,2 Prozent. 

Um das neue System zu testen, gibt es die Mehrwegflaschen nur in ausgewählten Filialen von Aldi Süd zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen und Rheinlandpfalz. Mehrere Discounter in Aachen und Stuttgart verkaufen derzeit Bierkästen mit jeweils 20 Halbliter-Glasflaschen.

Auch Netto und Penny setzen schon auf Mehrwegflaschen

Teil des Experiments seien Bierlieferanten, die bereits mit Aldi zusammengearbeitet haben, darunter Krombacher, Bitburger und Früh. Gegenüber Welt bestätigten Krombacher und Bitburger Teil des Testlaufs zu sein.

Video: Aldi-Kassierer lüften Kassen-Geheimnis

Aber auch hier ist Aldi kein Vorreiter - Mehrwegflaschen in Discountern sind nicht neu. Netto und Penny haben bereits einige Produkte auf Mehrwegflaschen umgestellt.