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Der Discounter Aldi eröffnet in wenigen Tagen seine ersten Aldi Süd-Filialen in China. Statt auf möglichst günstige Preise setzt die Supermarktkette jedoch auf hochwertige Produkte aus Europa.

  • Aldi Süd eröffnet erste Filialen in China und Shanghai
  • bei Erfolg sollen weitere folgen
  • der Discounter setzt auf hochwertige Produkte aus Europa

„Das ist ein weiterer Schritt im Wettrennen von Aldi und Lidl weltweilt“ – so Handelsexperte Matthias Queck über die Expansion in China. In der kommenden Woche sollen dort zwei Pilot-Filialen eröffnet werden. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch (29. Mai).

Laut Queck sei es wahrscheinlich, dass Aldi Süd zunächst wenige Filialen aufbaut, um das Konzept zu testen. In Shanghai habe der Discounter schon eine Ladenfläche belegt.

Aldi Süd setzt auf hochwertige Produkte aus Europa

Im Vergleich zu dem Massengeschäft in Deutschland präsentiere sich der Discounter dabei deutlich hochwertiger. Dabei setzt die Supermarktkette vor allem auf Importware aus Europa, die von den Chinesen sehr geschätzt werden.

Der Hintergrund: Durch diesen Fokus kann der Markt eine wohlhabendere Kundenschicht ansprechen. In einem ersten Schritt sollen jetzt mindestens zehn Märkte in China eröffnet werden. Mittelfristig dürften zwischen 50 und 100 Filialen das Ziel sein.

Wie das Manager Magazin berichtet, ist die Eröffnung der ersten Filiale in Shanghai für den 7. Juni geplant. Neben gewohnten Produkten soll es auch frischen Fisch von einer großen Theke geben.

Insgesamt ist Aldi Süd zurzeit in elf Ländern mit über 6240 Filialen vertreten. Das Schwesterunternehmen Nord betreibt nach eigenen Angaben in neun Ländern Filialen.

Discounter verärgert Kunden mit Vatertag-Werbung

Der Discounter hat jedoch in letzter Zeit nicht nur positive Schlagzeilen gemacht. Kunden zeigten sich wütend über eine Werbung, die zum Vatertag veröffentlicht hat.

Eine brisante Entdeckung machte zudem ein anderer Kunde in Gelsenkirchen, als er in seinem gekauften Blumentopf eine kriminelle Entdeckung machte.

Eine grundsätzliche Änderung erwartet Kunden zukünftig bei Markenprodukten: Hier möchte die Supermarktkette nämlich die Preise erhöhen.