Weniger Auswahl beim Discounter

Änderungen bei Aldi: Discounter nimmt rund 100 Produkte aus dem Sortiment

Aldi Sortiment Produkte verschwinden fliegen raus Toilettenpapier
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Um die 100 Produkte sollen bei Aldi bald aus dem Sortiment verschwinden.

Aldi erneuert sein Sortiment: Der Discounter nimmt fast 100 Produkte aus dem Programm. Auf diese Änderungen müssen sich Kunden aktuell einstellen.

Nordrhein-Westfalen - Nachdem es Haribo bei Lidl an den Kragen gegangen war, werden nun bei Aldi um die 100 Produkte aus dem Sortiment fliegen. Das ist der Grund.

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Umsatz53 Milliarden EUR (2020)
CEO Marc Heußinger (1. Jan. 2013–)
RechtsformZwei Konglomerate von unverbundenen Unternehmen
Gründung1946, Essen, von Karl Albrecht und Theo Albrecht

Aldi sortiert aus: Mindestens 100 Produkte aus dem Sortiment betroffen

Der Discounter Aldi ist für seine Produktvielfalt bekannt. Nun wird es aber für einige dieser Produkte eng. Denn laut Aldi sollen knapp 100 Produkte das Sortiment demnächst verlassen (mehr Service-News auf RUHR24.de).

Bei einer Regionalgesellschaft soll sogar die Rede von über 150 Produkten sein. Mittlerweile sollen über 100 Filialen von Aldi Süd in Deutschland informiert worden sein, die Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Wann genau das sein soll, ist nicht bekannt.

Diese 100 Produkte hat es erwischt: Standardsortiment bei Aldi schrumpft

Von der Aussortierung sind unter anderem folgende Produkte aus dem Standardsortiment bei Aldi Süd betroffen:

  • Mineralwasser Aqua Plus mit Fruchtgeschmack der Eigenmarke Aqua Culinaris
  • Eistee der Eigenmarke Westminster
  • Bestimmte Papierwaren in verschiedenen Verpackungsgrößen (beispielsweise Toilettenpapier und Küchenrolle)

Es klingt erstmal dramatisch: Die Hamsterkäufe auf Toilettenpapier und Co. gehen wieder wie im Frühjahr los und Aldi Süd nimmt diese Produkte nun aus dem Standardsortiment. Dabei ist es gar nicht so schlimm. Kunden müssen sich keine Sorgen machen, ob sie noch genug Toilettenpapier bei Aldi Süd bekommen, denn die Produkte werden teilweise ersetzt.

Aldi Süd: Toilettenpapier und Küchenrolle werden nur ersetzt und bleiben im Sortiment

So zum Beispiel bei dem Fall Küchenrolle: Die Zweier-Rolle Küchenrolle der Eigenmarke Kokett wird aus dem Sortiment genommen. Sie wird jedoch durch eine 4er-Packung desselben Produkts ersetzt.

Genauso wird es auch bei Toilettenpapier der Fall sein. Dort soll sich Aldi Süd auf die Verpackungsgröße 8 x 150 Blatt fokussieren wollen. Das liegt auch an der derzeit hohen Nachfrage von Papierwaren. Also kein Grund zur Panik. „Natürlich werden wir auch in Zukunft weiterhin ausreichend Papierwaren anbieten, allerdings wie gesagt in größeren Verpackungseinheiten“, sagt Aldi Süd im Gespräch mit dem Online-Magazin Chip.de.

Getränke, Süßwaren und mehr: Aldi Süd testet seit mehreren Monaten neue Produkte

Grund für die Aussortierung der mindestens 100 Produkte ist der schlechte Umsatz der einzelnen Produkte. Bei einigen Produkten handelt es sich um Test-Waren, die von Aldi Süd seit einigen Monaten getestet werden sollen. Jedoch scheinen sie nicht so zu laufen wie gewünscht, weswegen sie entweder ersetzt oder ganz aus dem Sortiment genommen werden.

Dieses Prozedere ist normal und jedes Produkt durchwandert zuerst eine Test-Phase. Danach wird entschieden, ob die Produkte tatsächlich dauerhaft im Standardsortiment bleiben dürfen. So hatte es Aldi Süd in den vergangenen Monaten vermehrt mit Produkten aus der Getränkeabteilung, Süßwarenabteilung und aus der Kühltheke getan. In einigen Filialen wurden zudem auch der Verkauf von Zeitschriften getestet.

Video: Aldi Nord und Aldi Süd führen Sortiment zusammen

Aussortierung nicht nur bei Aldi Süd: Haribo bei Edeka und Lidl aus dem Sortiment

Bei Coca-Cola passierte vor einiger Zeit ähnliches. Coca-Cola beschloss die Produkte der Serie „Apollinaris“ nicht länger im Einzelhandel verkaufen zu wollen. Zudem entließ das Unternehmen noch mehrere Hundert Mitarbeiter.

Zuletzt hatte es Haribo im Sortiment von Discounter-Konkurrent Lidl getroffen. Grund waren jedoch Meinungsverschiedenheiten zwischen den Supermärkten und dem Süßwaren-Unternehmen aus Bonn. Nachdem Lidl die Gummibärchen verbannt hatte, zog Edeka nach.

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