Discounter-Kunden aufgepasst

Rückruf bei Aldi: Krebserregender Stoff in Backwaren gefunden

Aldi-Kunden aufgepasst: Ein beliebtes Produkt bei dem Discounter ist von einem Rückruf betroffen. Ein krebserregender Stoff ist schuld daran.

Deutschland – Immer wieder kommt es zu Rückrufen von verschiedenen Produkten. Zuletzt war dabei meist vor allem ein Inhaltsstoff schuld: Ethylenoxid. So ist es auch in diesem Fall bei einem Lebensmittel, welches beim Discounter Aldi angeboten wird. Bei Verzehr drohen im Ernstfall gesundheitliche Konsequenzen.

DiscounterAldi
HauptsitzEssen
Umsatz106,3 Milliarden USD (2019)
Gründung1961, Essen

Rückruf bei Aldi: Krebserregender Inhaltsstoff in Brötchen

Betroffen sind Eiweißbrötchen des Unternehmens Kunua! Handelsgesellschaft mbH & Co. KG. Dieses teilte mit, dass Untersuchungen ergeben haben, dass Ethylenoxid nachgewiesen werden konnte. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der krebserregend und erbgutschädigend sein kann. Zuletzt war bereits ein Eiweißshake von einem Rückruf durch Ethylenoxid betroffen.

Konkret geht es um den folgenden Artikel:

  • Produkt: Goldähren Eiweißtoastbrötchen
  • Inhalt: 260 Gramm, 4 Stück
  • Mindesthaltbarkeitsdaten: 10.04.2022, 13.04.2022 und 27.04.2022
Rückruf bei Aldi: Eiweiß-Toastbrötchen mit krebserregendem Stoff belastet

Aldi: Rückruf durch Ethylenoxid – Inhaltsstoff trotz Verbot oft in Produkten zu finden

Bei Ethylenoxid handelt es sich um ein Pflanzenschutz- und Begasungsmittel. In Europa ist es für diesen Einsatzbereich jedoch seit geraumer Zeit verboten. Andere Länder nutzen es allerdings noch und so kann es durch Importe immer wieder in Lebensmitteln in heimischen Märkten landen. Zudem wird es als Desinfektionsmittel eingesetzt und kann auf diese Weise auch in Produkte gelangen.

Rückrufe entstehen immer dann, wenn gewisse Grenzwerte überschritten werden. So geschah es auch beim Ferrero-Rückruf, bei dem es einen Befall durch Salmonellen gab, wie heidelberg24* berichtet. Da das Mittel in diesem Fall das Erbgut verändern kann und krebserregend ist, gilt es als gefährlich. Es gibt laut einem EU-Beschluss keine eindeutige Zahl, ab wann der Verzehr des krebserregenden Stoffes tatsächlich gefährlich wird.

Deshalb habe man sich darauf geeinigt, dass schon die kleinste Menge für die Verbraucher ein Gesundheitsrisiko darstellen kann und ausnahmslos ein Rückruf erfolgen muss, sobald Ethylenoxid nachgewiesen wird – zuletzt war das auch bei rund 25 Eis-Sorten der Fall. Doch für Verbraucher gilt, der einmalige Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln muss noch nicht gefährlich sein, es geht vielmehr um eine kontinuierliche und langfristige Aufnahme.

Rückruf bei Aldi: Brötchen beinhalten krebserregenden Stoff

Die belasteten Produkte sind inzwischen aus dem Verkauf genommen worden. Wie produktwarnung.eu berichtet, reagierte das Unternehmen „aus vorbeugendem Verbraucherschutz“. Auch Verkaufsgebiete sind bekannt, die das Problem für Kunden eingrenzen können.

Demnach sind die Eiweißbrötchen in Filialen von Aldi Süd in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen verkauft worden. Zudem wird ergänzt, dass lediglich die oben genannten Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen seien. Alle anderen Varianten seien bedenkenlos.

Wer die Eiweißbrötchen bereits gekauft hat, kann diese problemlos zurückgeben. Dies ist sogar ohne Vorlage eines Kassenzettels möglich. Der Kaufpreis wird dabei vollständig erstattet. *RUHR24 und heidelberg24 sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO/bonn-sequenz

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