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Immer mehr Supermärkte und Discounter schließen sich dem Kampf gegen den Plastikmüll an. Nach dem Beschluss der EU, Einweg-Plastik zu verbieten, greift jetzt Aldi durch.

Nach Lidl und Rewe kündigte am Donnerstag (20. Dezember) auch der Discounter Aldi an, in seinem Angebot künftig auf Geschirr, Strohhalme und Einwegbecher aus Plastik zu verzichten. Sie sollen „ab sofort“ nicht mehr angeboten werden, wie Aldi Nord und Aldi Süd am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten.

Aldi reagiert auf Pläne der EU

Damit reagiert der Lebensmittel-Discounter auf Pläne der Europäischen Union. Plastikteller, Trinkhalme und andere Wegwerfprodukte aus Kunststoff sollen in Europa künftig verboten werden.

Auch andere „überflüssige Einweg-Plastikartikel“ will der Discounter Schritt für Schritt auf umweltverträglichere Materialien umstellen oder durch Mehrweglösungen ersetzen, wie der Discounter mitteilte. Zuvor hatte bereits die „Rheinische Post“ über die Pläne der Discounter-Kette berichtet.

Ähnliche Schritte hatten in den vergangenen Monaten auch Lidl und Rewe angekündigt.

Auch Lidl will auf unnötiges Plastik verzichten

So will Lidl in seine rund 3.200 Filialen bis Ende 2019 Einwegplastikartikel wie Trinkhalme, Einwegbecher, Teller, Besteck und Wattestäbchen mit Plastikschaft komplett auslisten und durch recycelbare Produkte ersetzen.

Auch Rewe will bis 2020 sämtliches Plastik-Einweggeschirr aus dem Sortiment streichen. Den Verzicht auf Einweg-Plastikhalme hatte der Lebensmittelhändler bereits im Juli angekündigt.

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Die Einzelhändler agieren damit schneller als die Politik. Die EU-Staaten und das Europaparlament hatten sich erst am Mittwochmorgen (19. Dezember) in Brüssel auf ein Verbot von Wegwerfprodukten aus Kunststoff geeinigt, das aber voraussichtlich erst in etwa zwei Jahren in Kraft treten soll. (mit dpa-Material)