Zusammenführung der Discounter

Preis-Hammer bei Aldi: Viele Produkte des Discounters werden bald noch günstiger

Bei Aldi könnten die Eigenmarken in Zukunft günstiger werden.
+
Bei Aldi könnten die Eigenmarken in Zukunft günstiger werden.

Für Kunden von Aldi wird es zukünftig vielleicht billiger: Der Discounter modernisiert seine Eigenmarken, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.

  • Aldi Nord und Aldi Süd führen ihre Eigenmarken zusammen. 
  • Rund 100 verschiedene Produkte sollen davon betroffen sein.
  • Die Kunden könnten davon langfristig profitieren. 

Dortmund/NRW - Der umgangssprachliche "Aldi-Äquator" trennt die Gebiete von Aldi Nord und Aldi Süd. Zum größten Teil unterscheiden sich die Discounter durch ihre Eigenmarken und deren Produkte. Das soll sich nun ändern, wie RUHR24.de* berichtet.

Aldi Nord und Aldi Süd legen Eigenmarken zusammen

Denn die verwandten Discounter-Riesen wollen zukünftig viele Produkte ihrer Eigenmarken verschmelzen. Bis Ende des Jahres wollen Aldi Süd und Aldi Nord rund 100 Marken zusammenführen. Dabei übernimmt Aldi Süd teilweise Eigenmarken aus dem Norden und umgekehrt. Markennamen und Verpackungsdesign sollen ebenfalls vereinheitlicht werden. 

Die Modernisierung der Eigenmarken sei für Aldi ein konsequenter Schritt, um die eigene Marktposition zu festigen, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Preisführerschaft auszubauen, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärt

Für Aldi-Kunden wird es zukünftig günstiger

"Mit der Harmonisierung unserer Eigenmarken stellen wir sicher, dass wir unseren Kunden heute und in Zukunft Qualität zum besten Preis anbieten können", so Tobias Heinbockel, Managing Director Category Management bei Aldi Nord. Für Kunden von Aldi sollen sich demnach auch günstigere Preise aus der Zusammenführung ergeben. Auch bei Wurst und Fleisch will Aldi am liebsten den Preis senken* - das steht aber noch nicht fest.

Unter anderem, weil Verpackungsgestaltung und Marketingstrategien zusammengelegt werden, führt die Maßnahme auch zum Kostenvorteil für Endkunden. "Es ist Tradition, dass ALDI Einsparungen - wo immer möglich - an Kunden weitergibt. Dem bleiben wir treu", sagt Simon Gelzer, Managing Director Corporate Buying bei Aldi Süd.

Aldi: Auch die Rezeptur könnte sich bei einigen Produkten ändern

Die schlechte Nachricht: Nicht nur Gestaltung und Markennamen sollen angepasst werden, eventuell werden auch Zusammensetzungen von einigen Produkten verändert. "Bei einigen Produkten kann es sein, dass lediglich die Verpackung neu gestaltet wird. Andere Segmente gestalten wir komplett um - neuer Markenauftritt, neue Sorten und teilweise eine optimierte Rezeptur", so Gelzer.

Aldi Nord und Aldi Süd legen Eigenmarken zusammen

Eine vollständige Verschmelzung von Aldi Süd und Aldi Nord steht nach aktuellem Stand aber noch nicht bevor. Wie das Unternehmen erklärt, haben beide Discounter weiterhin eigene Artikel im Sortiment. Süd und Nord sollen sich auch in Zukunft unter anderem durch regionale Produkte unterscheiden. 

Diese Produkte sind von der Umstellung bei Aldi betroffen

Der Großteil des Sortiments von Aldi Nord und Aldi Süd soll bis Ende dieses Jahres verschmolzen werden: Die Eigenmarken im Standardsortiment und die Aktionsartikel sollen dann identisch sein. "Die Eigenmarken gehören zur DNA von Aldi. 

90 Prozent unseres Sortiments besteht aus Marken, die es exklusiv nur bei Aldi gibt. Zukünftig finden unsere Kunden überall die gleichen Marken - egal, ob in Hamburg oder in München, in Berlin oder in Köln", erklärt Gelzer.

Video: Aldi - vom Tante-Emma-Laden zum internationalen Konzern

Einen ersten Überblick, welche Artikel konkret betroffen sind, gibt es schon in Kürze: Ab Samstag (14. März) werden die gemeinsamen Produkte auf den Webseiten von Aldi Nord und Aldi Süd - das jetzt auch Kräuter selbst anbaut - vorgestellt. Zuletzt hatte Aldi auch Veränderungen bei seinem Ei-Sortiment angekündigt.* Das Unternehmen setzt sich zum Ziel, bis 2021 auf das Töten von männlichen Küken bei der Ei-Produktion zu verzichten.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks 

Mehr zum Thema