Vor den Feiertagen

Aldi und Rewe befürchten Ansturm vor Weihnachten – und appellieren an ihre Kunden

Supermarkt Regal mit Kunden
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Vor den Feiertagen rechnen Supermärkte mit einem Kundenansturm.

Supermärkte wie Lidl, Rewe, Aldi und Kaufland bereiten sich auf einen Mega-Ansturm vor den Feiertagen vor. Kunden sollten dennoch Geduld mitbringen.

Deutschland - Volle Supermärkte vor den Feiertagen sind nichts Ungewöhnliches, wenn auch in Zeiten von Corona nicht optimal. In diesem Jahr befürchten Geschäfte wie Aldi, Lidl und Kaufland jedoch besonders viele Menschen in ihren Gängen.

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Umsatz53 Milliarden EUR (2020)

Vor Weihnachten und Silvester: Supermärkte befürchten Mega-Ansturm

Und dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Vor allem aber liegt das an den Wochentagen, auf welche die jeweiligen Feiertage fallen. So folgt auf Weihnachten direkt ein Sonntag. Damit sind die Supermärkte dreieinhalb Tage am Stück geschlossen. Also einen Tag länger als im Vorjahr.

Nach Neujahr steht erstmal ein Wochenende an. Also ist ein Samstag, an dem Geschäfte ohnehin meistens voll sind, die einzige Gelegenheit, nach eineinhalb Tagen noch frische Lebensmittel zu besorgen.

Die Supermärkte bereiten sich bereits jetzt auf diese Ausnahmesituation vor. Doch Kunden müssen wohl trotzdem viel Geduld mitbringen, wie Focus berichtet. In den Supermärkten herrschen wegen Corona derzeit auch bestimmte Regeln.

Mega-Ansturm in Supermärkten: Penny und Rewe rechnen mit höherem Umsatz vor Weihnachten

Ein weiterer Grund für einen möglichen Ansturm ist der derzeitige Corona-Lockdown, der noch bis zum 10. Januar anhält. „Die temporäre Schließung der Gastronomie wirkt sich für den Lebensmittelhandel in diesem Jahr sicherlich ebenso aus, wie die Tatsache, dass der traditionelle Winter- und Weihnachtsurlaub Corona-bedingt ausfällt“, so ein Sprecher von Rewe gegenüber Focus.

Die Rewe-Tochter Penny gehe deshalb von „einem zweistelligen Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr“ aus. In den Filialen wurde, ebenso wie bei Rewe, der Warenbestand deutlich erhöht.

Supermärkte wie Aldi und Lidl appellieren an Kunden: Ansturm befürchtet

Trotz deutlich erhöhter Einnahmen appellieren die Supermärkte jedoch an die Kunden. Denn bekanntermaßen darf sich aktuell nur eine begrenzte Anzahl von Menschen in den Filialen aufhalten. Für Geschäfte von bis zu 800 Quadratmetern bedeutet das maximal eine Person pro zehn Quadratmeter.

Rewe rechnet daher, genau wie Aldi, Kaufland und Lidl, mit Wartezeiten und Schlangen vor den Geschäften. Insbesondere Aldi ruft seine Kunden deshalb dazu auf, „entzerrt und möglichst über alle Wochentage verteilt einzukaufen“.

Auch Konkurrent Lidl schließt sich diesem Appell an: „Im Hinblick auf die Weihnachtszeit bitten wir unsere Kunden, ihre Einkäufe auf die gesamten Öffnungszeiten und gegebenenfalls auf mehrere Tage zu verteilen, um einen großen Kundenandrang vor und in unseren Filialen zu vermeiden und die Einhaltung des Sicherheitsabstands sicherzustellen.“

Hamsterkäufe vor Weihnachten? Supermärkte und Kunden befürchten Ansturm

Vor den Feiertagen befürchten die Supermärkte laut Reuters auch erneute Hamsterkäufe, wie sie vor allem während es ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr vorkamen. Grundnahrungsmittel wie Mehl, Nudeln, Haferflocken oder auch Hefe waren teilweise mehrere Tage vergriffen oder nur zu hohen Preisen erhältlich.

Video: Corona-Regeln beim Einkaufen

Um unüberlegte Panik-Käufe oder mehrere Fahrten zum Supermarkt zu vermeiden, hat Öko-Test einige Tipps parat. Das Verbrauchermagazin empfiehlt, unverderbliche Lebensmittel für die Feiertage am besten schon vor dem 19. Dezember zu besorgen.

Außerdem sollten Kunden sich genau überlegen, was sie brauchen und welche Lebensmittel man gegebenenfalls auch einfrieren kann. Frische Produkte sind auch auf dem Wochenmarkt oder in Fachgeschäften erhältlich, hier ist der Ansturm meistens nicht so groß wie in den gängigen Supermärkten. Vor den Feiertagen sollte man es außerdem vermeiden mit der ganzen Familie einzukaufen. Gerade in Zeiten von Corona.

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