Frühwarnsysteme greifen

Schon wieder Corona-Hamsterkäufe: Supermärkte führen im November neue Regeln ein

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Mit dem neuen Lockdown drohen auch die Hamsterkäufe: So bleibt ihr beim Einkaufen entspannt.

Die zweite Welle der Coronavirus-Pandemie schlägt zu. Ab November gibt es bei Aldi und Co. deshalb Änderungen. So vermeidet man Stress beim Einkaufen.

Nordrhein-Westfalen - Am 28. Oktober (Mittwoch) hat die Bundesregierung neue bundesweite Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus beschlossen. Supermärkte und andere Geschäfte des Einzelhandels, wie etwa Aldi, Lidl und Ikea, müssen sich Änderungen für den Einzelhandel unterwerfen. Sie dürfen weiter geöffnet bleiben.

Hamsterkäufe wegen Lockdown: Kommt es erneut zu Schlangen vor den Geschäften?

Ab dem 2. November (Montag) müssen dagegen alle Restaurants, Bars, Clubs, Kneipen und weitere Einrichtungen für den gesamten November schließen. Aber auch die Sportvereine und Kulturstätten, wie Kinos und Theater sind vom Mini-Shutdown betroffen.

Aber was bedeuten die neuen Regelungen zum Infektionsschutz für große Unternehmen wie Supermärkte, Discounter und andere Geschäfte - also den Einzelhandel?

Fest steht: Neue Zulassungsbeschränkungen für Unternehmen wie Aldi, Lidl, Rewe oder Ikea greifen ab Montag (2. November), wie auch HNA.de berichtet. Laut Beschluss der Bundesregierung soll sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten. Das bedeutet, dass es wie im Frühjahr zu Schlangen vor den Geschäften kommen kann - je nachdem, ob man zu Stoßzeiten einkaufen will.

Toilettenpapier und mehr: Wie trifft der Coronavirus-Lockdown die Supermärkte?

Falls das der Fall ist, könnte es passieren, dass eine Maskenpflicht nicht nur im Laden selbst herrscht, sondern auch auf der gesamten Fläche des Parkplatzes und in der Warteschlange davor. Dann müssten Kunden bereits ab dem Aussteigen aus dem eigenen Auto eine Maske tragen. Jedoch muss wahrscheinlich jedes Geschäft individuell einen solchen Beschluss tätigen.

Viele fürchten neben den neuen Einschränkungen in Leben und Alltag, dass die Hamsterkäufe wie im Frühjahr zurückkommen. Damals schien es so, als würden die wichtigsten Lebensmittel und Alltagsgegenstände, wie zum Beispiel Dosen und Toilettenpapier, fehlen. Denn viele Leute kauften mehr als sie brauchten und nahmen anderen die Produkte weg. Dieses Phänomen konnten einige Geschäftsinhaber neuerdings wieder feststellen.

Lockdown: Liefer-Probleme - alle Produkte genügend vorhanden

Angeblich sollen zudem wieder die Umsätze besonders bei Nudeln, Tomatensauce, Konserven und Toilettenpapier ansteigen. Dennoch gibt es keinen Grund, sich wegen solcher Zahlen jetzt zu stressen und Angst zu bekommen. Auch während der zweiten Welle gilt wieder: Ruhe bewahren und keine Panikkäufe tätigen. Am nächsten Tag werden die Regale wieder aufgefüllt und in der Regel sollte jeder das bekommen, was er auch braucht (mehr Service-News auf RUHR24.de).

Bei einigen Produkten kann es vielleicht mal ein bis zwei Tage länger dauern, da die Ware erst aus den Zentrallagern nachkommen muss. Dafür benötige es aber mehrere Lastwagen-Ladungen. Für das Sortiment eines gesamten Aldis werden mindestens 15 Lastwagen benötigt. Wenn also manche Produkte auch am nächsten Tag nicht verfügbar sind, bedeutet das nicht, dass es einen Mangel gibt. Die Logistik kommt nur nicht nach. In den Lagern gibt es noch genug Produkte.

Aldi, Lidl und Co.: Supermärkte auf Lockdown vorbereitet

„Die Versorgung ist sichergestellt, es besteht keine Notwendigkeit für Hamsterkäufe“, betont ein Sprecher von Lidl. Zudem gibt es einen Grund weniger, sich Sorgen um die Versorgung zu machen. Denn die Einzelhändler haben aus den Hamsterkäufen im Frühjahr gelernt und Frühwarnsysteme eingebaut.

Wenn bestimmte Waren besonders nachgefragt werden, können diese vermehrt geliefert werden. „Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Monate beobachten wir Nachfrageschwankungen sehr genau, um etwaige Lieferengpässe vermeiden zu können“, so Aldi Süd.

Zudem sollte jedem klar sein, dass es ganz normal ist, wenn während eines Lockdowns die Nachfrage von Lebensmitteln steigt. Der Grund dafür ist die Schließung der Gastronomie, die ab dem 2. November (Montag) bundesweit startet (alle Informationen im Coronavirus-Ticker auf RUHR24.de). Ab da wird wieder vermehrt zu Hause gekocht, da auswärts essen keine Option mehr ist. WA.de* berichtet ebenfalls über die geltenden Corona-Regeln beim Einkaufen.

Video: Toilettenpapier, Nudeln und Co. - Jetzt gehen die Hamsterkäufe wieder los

Wer nicht in den Supermarkt möchte, kann sich wie auch im Frühjahr bei Rewe, Amazon Prime oder Picnic alles Nötige bestellen. Jedoch kann es auch da wieder zu langen Wartezeiten kommen. Es gibt zahlreiche Lieferdienste, die zum Kunden nach Hause liefern.

Wer sich außerdem regelmäßig über die Regeln im eigenen Bundesland informiert, erspart sich selbst Ärger und Stress. Also: Keine Panik und Angst haben. Der Einzelhandel ist auf den Lockdown vorbereitet. Aber auch wichtig: Nicht selbst Panik verbreiten, indem Fotos und Videos von leeren Regalen auf den sozialen Medien gepostet oder geteilt werden. *WA.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.