Umweltschutz und Rabatte

Aldi, Lidl und Edeka: Gesetz zwingt Supermärkte zu anderen Preisschildern

Für Supermärkte und Discounter gilt ab Ende Mai ein neues Gesetz. Kunden profitieren davon und können Geld sparen.

Dortmund – Seit Mai gilt ein neues Gesetz für Supermärkte und Discounter, welches gleich mehrere Vorteile mit sich bringen soll. Dies sorgt für weniger Lebensmittelverschwendungen und gleichzeitig für Kunden-Vorteile, wie RUHR24 berichtet.

ProduktPreisschild
BedeutungAufkleber an einer Ware, auf dem der Kaufpreis angegeben wird

Aldi, Lidl und Edeka: Neues Gesetz zwingt Supermärkte zu anderen Preisschildern

„Leicht verderbliche Lebensmittel, die kurz vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, dürfen deutlich günstiger verkauft werden“, heißt es in dem neuen Gesetz. Dies soll sich nach Angaben von infranken.de besonders auf den Verkauf von Obst und Gemüse als auch auf Backwaren auswirken.

Seit Mai ist es ausreichend, wenn Supermärkte und Discounter ein Prozent-Schild auf das Produkt kleben. Bisher mussten Geschäfte wie Aldi, Lidl und Edeka immer den neuen und den alten Preis deutlich machen. Durch dieses Gesetz sollen Kunden dazu animiert werden, am Ende des Tages Produkte mitzunehmen, welche sonst in der Mülltonne landen würden.

Davon profitieren sowohl die Umwelt, als auch die Kunden. Denn Last-Minute-Shopper können dadurch am Tagesende das ein oder andere Schnäppchen ergattern. Gleichzeitig wird der Lebensmittelverschwendung entgegengewirkt, welche ein großes Problem in Deutschland darstellt. Bei Lidl gibt es deshalb bereits sogenannte „Rette mich“-Tüten, welche Lebensmittelabfälle verhindern sollen.

Neues Gesetz bei Aldi, Lidl und Edeka: Lebensmittelverschwendung in Deutschland

Ein Grund für die Lebensmittelverschwendung soll das Mindesthaltbarkeitsdatum sein. Viele Menschen denken, es handle sich dabei um das ein Ablaufdatum, was allerdings nicht der Fall ist. Dadurch werden die Artikel oftmals entsorgt, obwohl sie noch haltbar sind. Das neue Gesetz soll die Verschwendung der Supermärkte und Verbraucher nun minimieren.

Laut des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft entstehen jährlich 0,5 Millionen Tonnen der Lebensmittelabfälle im Handel. Dies sei vergleichsweise wenig, denn es handelt sich hierbei lediglich um vier Prozent.

Edeka muss sich an ein neues Gesetz halten.

Die größte Lebensmittelverschwendung soll hingegen in den privaten Haushalten stattfinden. 6,1 Millionen Tonnen Lebensmittel, also 52 Prozent werden insgesamt jährlich weggeworfen. Umgerechnet sind dies 75 Kilogramm pro Verbraucher, die im Müll landen.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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