Wichtiges Grundnahrungsmittel

Aldi bricht Tradition: Deal soll vor leeren Regalen schützen

Aldi setzt bei einem Grundnahrungsmittel auf Versorgungssicherheit. Der Discounter bricht dabei sogar mit einem Firmengrundsatz.

Dortmund – Aufgrund zahlreicher Krisen wie die Corona-Pandemie und die gegenwärtige Energiekrise werden eigene Produktionsstätten für Supermärkte und Discounter immer attraktiver. So scheint die Lebensmittelversorgung unabhängiger von äußeren Umständen gewährleistet.

Das nützt nicht nur den Lebensmitteleinzelhändlern, sondern letztlich auch den Verbrauchern. Aldi Nord geht diesen Schritt nun mit und erwirbt ein Herstellungsunternehmen für ein Grundnahrungsmittel.

Aldi bricht mit Tradition – Kauf von eigener Produktionsstätte für Grundnahrungsmittel

Es ist das erste Mal, dass das Essener Discount-Unternehmen einen Produktionsbetrieb kauft. Damit bricht Aldi Nord die eigene Tradition, seine Waren über Handelsgeschäfte zu beziehen. Jetzt setzt Aldi auf die eigene Produktion.

Beim am 8. November erworbenen Unternehmen handelt es sich um den Mineralwasserproduzenten Altmühltaler Mineralbrunnen Gruppe. Aldis Geschäftsbeziehung zum Getränkehersteller blickt bereits auf eine langjährige Zusammenarbeit zurück. Denn seit vielen Jahren bezieht der Lebensmitteleinzelhändler bereits Mineralwasser und Erfrischungsgetränke vom Familienunternehmen.

Jetzt hat Aldi Nord jedoch Nägel mit Köpfen gemacht und die Produktionsstandorte vom Altmühltaler Mineralbrunnen in Treuchtlingen (Bayern) und Breuna (Hessen) gekauft. Der Erwerb der Herstellungsbetriebe gebe Aldi „die Möglichkeit, Produktionskapazitäten für eines der wichtigsten Lebensmittel langfristig in Deutschland aufrechtzuerhalten“, teilt das Unternehmen in einer Pressemeldung mit.

Aldi kauft Getränke-Hersteller und macht Lidl, Rewe oder Edeka Konkurrenz

Damit geht Aldi Nord nun einen neuen Weg in Sachen Lebensmittelversorgung. Supermärkte wie Rewe, Lidl und Edeka produzieren bereits seit vielen Jahren Produkte wie Eiscreme, Getränke sowie Wurst- und Fleischwaren selbst. Bislang hat Aldi lediglich zwei eigene Kaffeeröstereien, von denen allerdings nur eine langfristig bestehen bleiben soll, wie die Lebensmittelzeitung berichtet.

Die Herstellung und das Abfüllen von Mineralwasser und alkoholfreien Getränken liegt damit künftig in Aldis Händen. Dass Krisen zu Problemen in der Lebensmittelherstellung führen können, zeigte zuletzt die Kohlensäure-Knappheit bei Bierproduzenten.

Aldi Nord kauft zum ersten Mal eine eigene Produktionsstätte.

Die Übernahme der Produktion durch Aldi sichere auch rund 400 Arbeitsplätze in der Verwaltung und Herstellung. Zudem plant der Discounter den weiteren Ausbau der Getränkeherstellung. Ob Aldi durch den Kauf künftig neue Getränke auf die Märkte bringt, ließ das Unternehmen bislang offen.

Rubriklistenbild: © Waldmüller/Imago

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