Auch in NRW

Aldi verrät neues Konzept: Kunden werden Filialen nicht wiedererkennen

Der Discounter Aldi könnte bald anders aussehen. Die Filialen sollen drastisch umgebaut werden.

Dortmund – Saft, Müsli und Konserven sind in jeder Filiale an der gleichen Stelle und somit für Kunden schnell zu finden – so kennen viele wohl den Discounter Aldi. Doch dieser gewohnte Gang durch das Geschäft könnte sich bald drastisch verändern. Denn die Filialen sollen umstrukturiert werden.

NameAldi
HauptsitzEssen
Gründer Karl Albrecht, Theo Albrecht

Aldi ändert die Filialen: So sieht das Einkaufen der Zukunft beim Discounter aus

Obwohl die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd sich immer weiter angleichen, gibt es noch große Unterschiede zwischen den beiden. So gibt es von Aldi Süd zwar weniger Filialen, dennoch macht die Kette mehr Umsatz als Aldi Nord.

Das könnte zu einem an dem unterschiedlichen Sortiment der Discounter liegen. Aber auch die Filialen der beiden Konkurrenten sehen anders aus. Doch Aldi Nord will nun seine Standorte modernisieren.

Seit 2018 arbeitet der Discounter mit dem sogenannten „AniKo“-Konzept. Aktionsware ist meistens direkt am Anfang der Filialen zu finden, frisches Obst und Gemüse hingegen ganz hinten. Diese Anordnung soll bald komplett umgestellt werden. Und auch einige Produkte fliegen bei Aldi raus.

Aldi: Kunden sollen Obst und Gemüse bald am Eingang finden – neues Konzept erinnert an Lidl

Schritt für Schritt soll der Umbau von Aldi Nord-Filialen erfolgen. Seit Ende 2021 wird das neue Konzept bereits an diversen Standorten getestet. Wie Der Westen berichtet, sind auch zwei Filialen in NRW betroffen. Außerdem noch zwei in Niedersachsen und ein Aldi in Schleswig-Holstein. Die genauen Standorte sind:

  • Werl (NRW)
  • Radevormwald (NRW)
  • Hannoversch Münden (Niedersachsen)
  • Sievershauen (Niedersachsen)
  • Notorf (Schleswig-Holstein)

Aldi baut Filialen um: Neues Konzept soll Obst und Gemüse in den Fokus stellen

Der Aldi Nord der Zukunft könnte sich optisch aber Aldi Süd annähern. So soll die Obst- und Gemüse-Abteilung bei beiden Discountern direkt am Anfang platziert werden. Bei Aldi Süd ist das bereits in vielen Filialen der Fall. Das Konzept scheint sich zu bewähren, denn Aldi ist nicht der einzige Discounter, der auf das Konzept setzt.

In einem Punkt soll Aldi Nord sogar Lidl nachahmen: Gegenüber der Obst-Theke werden Gemüse- und Obstkonserven einsortiert. Gegenüber von gekühlter Ware sollen Kunden zukünftig wiederum Molkereiprodukte ohne Kühlpflicht wie Eier, Zucker und Mehl finden, eine weitere Ähnlichkeit zu Lidl-Filialen.

Aldi Nord ändert sein Konzept für die Filialen. Zum dritten Mal in Folge.

Aktionsware aus dem Nonfood-Bereich sollen gegenüber von Wein und Sekt stehen, Spirituosen werden hingegen in Kassennähe platziert. Laut Lebensmittel Zeitung sei der neue Aldi Nord insgesamt „klarer gegliedert“.

Aldi denkt um: Discounter testet Pizza-Roboter in Australien

Ob nach der Testphase weitere Filialen von Aldi Nord verändert werden sollen, ist laut Chip.de bisher noch nicht im Detail bekannt. Von seinem altbekannten Konzept, dass jeder Aldi weltweit gleich aussehen soll, scheint der Discounter sich wohl längst verabschiedet zu haben. So wird in australischen Filialen derzeit ein Pizza-Automat getestet, in Deutschland aber noch nicht.

Nicht nur in den Filialen, auch in der Logistik möchte Aldi einiges verändern. Ziel sei es, das eigene Motto „Frische Wahl trifft günstig“ besser zu einzuhalten. Der Auslöser für diesen Umbruch könnten verlorene Marktanteile des Discounters Aldi sein, mutmaßt Heidelberg24.de. Aldi habe 2022 etwa ein Prozent eingebüßt, laut einer Prognose sollen weitere Verluste drohen. *HEIDELBERG24 ist wie RUHR24 ein Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Jürgen Held/Imago

Mehr zum Thema