Corona-Auswirkungen weiter spürbar

Aldi, Edeka und Lidl: Welche Änderungen ab 2021 beim Einkaufen gelten

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Fürs Einkaufen in Supermärkten und Discountern gelten ab 2021 neue Regeln.

Das neue Jahr steht vor der Tür, damit auch einige Änderungen beim Einkaufen. Händler wie Aldi, Lidl oder Edeka müssen 2021 neue Regeln umsetzen.

Dortmund – Für das neue Jahr nehmen sich Menschen immer wieder gute Vorsätze vor. Und auch Supermärkte wie Aldi, Lidl oder Edeka wollen im neuen Jahr 2021 einiges anders machen. Hier alle Änderungen in der Übersicht.

DiscounterAldi
HauptsitzEssen
Gründung1946 in Essen

Coronavirus-Pandemie hatte extreme Auswrikungen auf Märkte wie Aldi, Lidl oder Edeka

2020 war extrem, die Pandemie hat viele Neuerungen für Verbraucher mit sich gebracht: Maskenpflicht in Geschäften, Mindestabstand, Warten auf Einlass ins Geschäft. Und auch für Supermärkte wie Rewe und Edeka oder Discounter wie Aldi und Lidl hat sich vieles geändert (alle News zu Aldi bei RUHR24.de).

Die Ansprüche ihrer Kunden haben sich geändert: Zeitweise war Toilettenpapier der Verkaufsschlager, Mund-Nasen-Bedeckungen und diverse Desinfektionsmittel wurden zusätzlich ins Sortiment aufgenommen und Kundenströme mussten an der Quadratmeteranzahl der Verkaufsläche angepasst werden (alle News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24.de).

Coronaschutzverordnung wird im Januar neu verhandelt – Einzehandel hat dennoch Pläne

Vieles davon dürfte sich auch noch einige Zeit ins neue Jahr 2021 ziehen. Die aktuelle Coronaschutzverordnung, die Regeln wie Maskenpflicht und Abstand halten regelt, gilt mindestens bis zum 10. Januar 2021. Dass ab dann wieder alles normal sein wird, ist aktuell zu bezweifeln, auch Händler rechnen laut Focus Online mit einer Verlängerung der Maßnahmen. Am 5. Januar wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs wie Armin Laschet (CDU) erneut über die Coronavirus-Situation beraten.

Daher ist aktuell noch unklar wann die deutschen Innenstädte ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen. Derzeit sind die Geschäfte geschlossen, die den täglichen Bedarf nicht decken. Allerdings soll sich das Angebot trotz Schließung bald erweitern, wie Focus berichtet.

Shoppen in der Innenstadt trotz Corona – Händler wollen es möglich machen

Demnach sollen einzelne Ketten bereits Hygienekonzepte vorgelegt haben, die die Abholung in den Filialen ermöglichen sollen. Das sogenannte Click-and-Collect-System ist aktuell nicht in allen Bundesländern erlaubt. In NRW dürfen Kunden das Angebot bislang nutzen. Ikea bietet den Service schon seit dem ersten Lockdown Anfang 2020 an – kommt damit allerdings nicht bei allen Kunden gut an, da das Möbelhaus Gebühren für das Angebot verlangt.

Über die neuen Hygienekonzepte soll Anfang Januar beraten werden. Kommen die Händler damit durch, könnte es möglich sein, dass Waren in der Innenstadt abgeholt werden dürfen. Dann könnten Bekleidungsgeschäfte ihren Betrieb wieder aufnehmen. In Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen sind solche Regelungen derzeit verboten.

Mehrwertsteuersenkung: Mehr gekostet als genützt

Die Corona-Krise hat diesem Jahr noch eine weitere (für Kunden positive) Nebenwirkung gehabt: Die Mehrwertsteuer wurde von 19 auf 16, beziehungsweise von sieben auf fünf Prozent gesenkt. Das sollte vor allem Kunden zum Geldausgeben anregen.

Doch das hat laut dem Handelsblatt nicht wirklich geklappt. Demnach zeigt eine Analyse, dass die Mehrwertsteuersenkung vielmehr ein Milliardenflop war – Schätzungen zu Folge hätte die Senkung dreimal mehr gekostet als genützt.

Aldi und Lidl geben die Mehrwertsteuererhöhung voll an ihre Kunden weiter

Doch am 1. Januar 2021 ist mit der am 1. Juli 2020 eingeführten Steuersenkung Schluss. Dann werden einige Produkte wieder teurer und es gelten wieder die üblichen Mehrwertsteuersätze von 19 und sieben Prozent.

Zunächst wurde vermutet, dass die Discounter Aldi und Lidl, die Mehrwertsteuersenkung noch eine Zeit fortführen wollen, um im Preiskampf die Nase vorn zu haben. Doch die neuen Prospekte der Händler zeigen, dass beide Discounter die Mehrwertsteuererhöhung voll an die Kunden weitergeben werden – besondere Angebote sind natürlich nicht ausgeschlossen (alle News zu Lidl bei RUHR24.de).

Ob die Mehrwertsteuer nun erhöht wurde, können Kunden in der Regel an den Preisen erkennen. Centbeträge, die mit 5, 8, 9 oder 0 enden, deuten auf eine Mehrwertsteuer von 19 beziehungsweise sieben Prozent hin.

Aldi, Lidl, Edeka und andere Händler müssen Einwegplastig aus den Regalen verbannen

Auf eine weitere anstehende Änderung haben einige Supermärkte und Discounter bereits reagiert und viele Plastikprodukte aus ihren Regalen verbannt. Denn ab Juli 2021 ist es in der Europäischen Union eine Ordnungswidrigkeit bestimmte Produkte aus Einwegplastik zu verkaufen. Dazu zählen:

  • Einweg-Besteck
  • Teller
  • Trinkhalme
  • Rührstäbchen
  • To-Go-Becher
  • Fastfood-Verpackungen und Wegwerf-Essenbehälter aus Styropor
  • Wattestäbchen
  • Luftballonstäbe aus Plastik

Händler wie Edeka, Lidl, Aldi oder auch Rossmann und dm haben bereits auf das Verbot reagiert und viele der Produkte durch welche aus Papier oder auch aus Bambus ersetzt (alle News zu Edeka bei RUHR24.de).

Konkurrenz für Händler wie Aldi, Lidl und Edeka: Online-Lebensmittelhandel boomt

Da die Coronavirus-Pandemie im neuen Jahr nicht plötzlich beendet sein wird und es noch Monate dauern wird, bis genügend Menschen immunisiert sind, kann man davon ausgehen, dass der Online-Handel weiter boomen wird. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass Menschen seltener in Supermärkten wie Edeka, Rewe oder Discountern wie Aldi oder Lidl einkaufen gehen, dafür aber pro Einkauf mehr Geld ausgeben.

Menschen versuchen möglichst wenig Kontakt zu anderen zu haben. Das spielt dem Online-Lebensmittelhandel in die Karten. Es gibt bereits verschiedene Möglichkeiten seine Lebensmittel online zu bestellen und bequem bis an die Haustür liefern zu lassen. Und das Angebot soll weiter wachsen.

Video: Dr. Oetker kauft Lieferservice Flaschenpost

Wie Focus berichtet, plant der Lebensmittel-Lieferdienst Picnic weiter zu expandieren. Aber auch neue Anbieter wollen ihr Glück in Deutschland versuchen. So startet der tschechische Anbieter Rohlik zunächst in München unter dem Namen Kuspr. Auch Oetker und Amazon planen, ihr vorhandenes Angebot weiter auszuweiten.

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