Ab sofort im Angebot

Revolution bei Aldi: Ab sofort erwartet die Kunden eine Änderung an der Brot-Theke

Unverpackt und nachhaltig Einkaufen liegt im Trend. Auch Aldi möchte jetzt auch weniger Verpackung setzen. 
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Unverpackt und nachhaltig Einkaufen liegt im Trend. Auch Aldi möchte jetzt auch weniger Verpackung setzen. 

Um Plastikmüll zu reduzieren, führt Aldi eine Änderung an der Brot-Theke ein. Doch nicht alle Kunden profitieren von dem Angebot.

NRW - Den eigenen Konsum und vor allem den damit zusammenhängenden Plastikverbrauch zu überdenken, liegt geradezu im Trend. Sogenannte Unverpacktläden, in denen mit Glasbehälter und Dose eingekauft wird, schießen in vielen Städten aus dem Boden. Nun nähert sich auch Aldi diesem Konzept an.

Unternehmen

Aldi

Zentrale

Essen

Umsatz

53 Milliarden EUR (Stand 2020)

CEO

Marc Heußinger (1. Jan. 2013–)

Unverpackt bei Aldi: Ein Produkt kann nun nachhaltiger eingekauft werden

Die Idee eines Unverpacktladens funktioniert in der Regel so: Kunden bringen eigene Gefäße mit und wiegen diese noch im Geschäft ab. Beim Einkauf werden die eigenen Behälter mit den Produkten befüllt, die Ware wird am Ende pro Gramm oder Kilo bezahlt.

Da die Läden die Ware in Großpackungen ordern wird in der Theorie am Ende an der Verpackung gespart. Der Einkauf soll insgesamt nachhaltiger sein. Doch ist das ein realistisches Zukunftskonzept? Für Aldi möglicherweise schon.

"Brotwelt" bei Aldi soll mit Beuteln aus Stoff nachhaltiger werden

Denn wie Chip berichtet, möchte auch der Discounter-Riese nun einen Beitrag für weniger Verpackungsmüll in seinen Geschäften leisten. Konkret betrifft diese Änderung das Backwaren-Sortiment von Aldi.

Bei der hauseigenen "Backwelt" bietet Aldi Süd neben Brötchen auch Brot an, welches von Kunden im Selbstbedienungsprinzip entnommen und anschließend in ausliegenden Tüten verpackt werden kann. Genau hier möchte Aldi fortan eine Alternative anbieten.

Aldi führt den Brotbeutel für mehr Nachhaltigkeit in seinen Filialen ein

An den Backautomaten sowie will der Discounter künftig zwar weiterhin Wegwerftüten aus Papier und Plastik anbieten. Ab Montag (7. September) sollen bei Aldi Süd aber auch Mehr-Brotbeutel erhältlich sein, die für mehrere Einkäufe wiederverwendet werden können.

Der Beutel soll den Verpackungsmüll pro Kunde reduzieren. Vorerst soll eine schmale Brot-Tasche mit 20 mal 50 Zentimetern erhältlich sein, ab dem 1. November wird auch eine breitere Version von etwa 25 mal 45 Zentimetern eingeführt.

Der Brotbeutel soll bei Aldi für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Allerdings vorerst nur bei Aldi Süd. 

Bisher nur bei Aldi Süd: Der Brotbeutel für weniger Verpackungsmüll

Mit 99 Cent pro Beutel bleibt die nachhaltige Variante Brot einzukaufen erschwinglich. Allerdings wird der Brotbeutel zunächst nur im Gebiet von Aldi Süd eingeführt. Wann und ob Aldi Nord mit diesem Angebot nachzieht, ist noch nicht bekannt.

Video: Außen billig, innen teuer: Diese Marken-Produkte stecken hinter Discounter-Ware

Außerdem steht nicht fest, ob der Discounter auch fremde Stoffbeutel beim Einkauf akzeptieren wird. Denn die Aldi-Beutel enthalten ein Sichtfenster, mit dem der Kassierer das Produkt auf den ersten Blick erkennen kann, ohne die Tasche zu öffnen. 

Darüber hinaus ist Idee des Brotbeutels nicht neu und viele Kunden möglicherweise schon im Besitz dieser nachhaltigen Brot-Verpackung.

Mehr Nachhaltigkeit? Aldi will sein Image möglicherweise aufpolieren

Der Brotbeutel ist nicht der erste Schritt zu mehr Nachhaltigkeit bei Aldi: Der Discounter und sein Konkurrent Lidl punkteten zuletzt bei einem Vergleich von Supermärkten mit ihren Fairtrade- und Tierwohl-Labeln. Außerdem hat Aldi es sich zum Ziel gemacht, bei der Eier-Produktion zukünftig keine männlichen Küken mehr zu töten.

Doch die Kampagnen dürften nicht nur aus gutem Willen durchgeführt werden, möglicherweise möchte der Discounter schlichtweg sein Image aufpolieren. Aldi wird nämlich häufig mit Billigfleisch, welches wegen mehrere Aspekte eine hohe Umweltbelastung darstellt, in Verbindung gebracht und hat unter anderem in diesem Jahr erneut versucht, den Preis für Fleisch zu senken.