Sortiment beim Discounter

Aldi: Kunden müssen sich auf große Änderung bei den Backwaren einstellen

Nach ersten Tests folgen Änderungen in weiteren Aldi-Filialen. Kunden können sich auf Neuerungen der Backware einstellen.

Dortmund – Bei Aldi Süd sind die Backwaren aus den Regionen bereits fester Bestandteil des Sortiments. Nun soll auch der Einzug der regionalen Bäcker bei den Filialen von Aldi Nord Fahrt aufnehmen.

UnternehmenAldi Nord
SitzEssen
Umsatz22,8 Milliarden Euro (2019)

Aldi: Kunden müssen sich auf große Änderung bei dem Angebot der Backwaren einstellen

Nach Angaben der Lebensmittelzeitung seien Handwerksbäckerei und Discounter längst keine Gegensätze mehr, sondern können sich ergänzen. Aldi Süd ist das längst klar und lud so schon vor zwei Jahren regionale Filialbäcker, welche ihre Reichweite mithilfe des Discounters erweitern wollten, auf die Fläche des Händlers ein.

Nun scheint auch Aldi Nord Gefallen an dem Modell gefunden zu haben, denn was vergangenen Jahres zunächst als Test in zwei Metropolen begann, wird nun ernst. Im Gegensatz zu Aldi Süd welche in den sogenannten Backstationen bis zu 35 verschiedene Backwaren verkaufen, startete die Aldi Nord Filiale in Dortmund mit nur elf Artikeln im Sortiment. Andere Produkte hingegen nimmt der Discounter aus dem Programm, wie heidelberg24.de berichtet.

Aldi kooperierte mit der ansässigen Bäckereien Grobe. In Leipzig bot der Discounter Produkte der Bäckerei Lukas an. Seit April kommt wieder Bewegung in die Sache, denn immer mehr Bäckereien kooperieren nun mit dem Unternehmen Aldi Nord – dieses Mal nicht nur zur Probe.

Aldi: Änderung des Backwaren-Angebots – Diese Bäckereien kooperieren mit dem Unternehmen

So soll beispielsweise die Löbauer Bäckerei Schwerdtner seit neustem mit Aldi Nord kooperieren. In zwei Zittauer Märkten und drei von vier Görlitzer Aldi-Filialen sei die Bäckerei bereits eingezogen. Annaberger Backwaren aus dem Erzgebirge, mit 180 Mitarbeitern und knapp 10 Millionen Euro Umsatz hat ebenfalls die Allianz mit Aldi gewagt.

Das Unternehmen soll inzwischen 19 Aldi-Filialen von Chemnitz bis Zschorlau beliefern. Auch in NRW gibt es erste Kooperationen, wie beispielsweise in Münster. Dort sind sowohl die Essmann‘s Backstube als auch die Bäckerei Krimphove bei Aldi eingestiegen. Das Konzept scheint also aufzugehen, doch es hat auch seinen Preis.

Aldi: Änderungen beim Backwaren-Angebot – Höhere Kosten für Kunden

Der Discounter Lidl soll inzwischen ebenfalls den Schritt zu Kooperationen mit Bäckern wagen, doch sei dabei deutlich günstiger. Nach Angaben der Lebensmittelzeitung bewege sich Aldi Nord auf dem Premium-Niveau. Ein Kürbisvollkorn-Käsebrötchen soll somit beispielsweise 1,59 Euro kosten.

Aldi Nord ändert das Backwaren-Angebot.

750 Gramm Weizenmischbrot kosten gleich 4,95 Euro. Auch den Dinkel-Amerikaner für 1,99 Euro aus dem Hause Krimphove kann oder möchte sich wohl auch nicht jeder Aldi-Kunde leisten. Schließlich hat Aldi nach Angaben von merkur.de ohnehin die Preise erhöht. Gegen die Kosten bei der Bäckereien wirken die hauseigenen Aldi-Backwaren umso günstiger. Nun bleibt abzuwarten, ob sich die Bäckereien weiter bei Aldi ausbreiten.

Rubriklistenbild: © Manuel Geisser/Imago

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