Neue Regeln und Gesetze

Neuerungen 2021: Welche Änderungen uns erwarten – Corona, Mehrwertsteuer, Autofahrer

Mundschutz Maskenpflicht Fußgängerzone Corona Covid-19
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Die WHO empfiehlt seit neustem, den Mundschutz nicht nur in Geschäften oder bestimmten Zonen im Freien zu tragen, sondern auch in der Wohnung.

Änderungen gibt es ab 2021 so einige. Das gilt nicht nur in Sachen Corona, sondern auch bei der Post und beim Personalausweis.

NRW – In wenigen Tagen ist es so weit und das neue Jahr beginnt. Und der Jahreswechsel bringt auch einige Änderungen mit sich, auf die sich Kunden und Verbraucher schon jetzt einstellen sollten.

Änderungen ab 2021: Was Verbraucher in Zeiten von Corona zum Einkaufen und Tanken wissen sollten

Noch ist 2021 nicht da, doch schon vorab ist klar, dass die Corona-Pandemie Nordrhein-Westfalen (NRW) und die übrigen Teile von Deutschland weiterhin beschäftigen wird. Zwar gibt es seit Kurzem hierzulande bereits die ersten Impfungen gegen Covid-19. Dennoch gilt noch bis zum 10. Januar die aktuelle Corona-Schutzverordnung inklusive des Lockdowns und der damit verbundenen Schließung unzähliger Geschäfte.

Dazu gehört auch, dass für Silvester bestimmte Regeln gelten, die eingehalten werden müssen. Das heißt, dass sich zum Jahreswechsel weiterhin nur maximal fünf Leute aus zwei Haushalten treffen dürfen und zahlreiche Geschäfte auf den Verkauf von Feuerwerk verzichten müssen.

Welche Maßnahmen danach beschlossen werden, steht aktuell noch nicht fest. Dafür sind einige andere Änderungen bereits beschlossen. So soll sich ab Januar die Mehrwertsteuer, die seit Monaten gesenkt ist, wieder auf den ursprünglichen Wert von 7 beziehungsweise 19 Prozent erhöhen. Inwieweit dies an die Kunden weitergegeben wird, haben beispielsweise Discounter wie Aldi und Lidl noch nicht offiziell verkündet.

Änderungen 2021: Autofahrer sollen beim Tanken mehr zahlen

Zum Einkauf empfiehlt sich dann das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel. Denn Autofahrer müssen künftig tiefer in die Taschen greifen. Der ADAC befürchtet, dass Tanken ab Januar 2021 teurer wird.

Tanken könnte ab 2021 wieder teurer für Autofahrer werden.

Das liegt auch an dem Ende der Mehrwertsteuersenkung. Ein weiterer Grund ist, dass Unternehmen ab 2021 pro Tonne CO2, die bei der Verbrennung von Stoffen wie Diesel oder Benzin entsteht, 25 Euro an den Staat zahlen müssen.

Personalausweis: Ab 2021 wird das Dokument deutlich teurer

Teurer wird es definitiv für Erwachsene, die einen neuen Personalausweis benötigen. Sie müssen ab 2021 dann knapp zehn Euro mehr einplanen für die Kosten. Die Ausstellung dieses Dokumentes soll dann statt bisher 28,80 Euro immerhin 37 Euro betragen. Dazu kommen noch sechs Euro für ein Passbild, dass bei den Bürgerdiensten vor Ort geknipst wird. Alternativ können die Kunden auch zum Fotografen gehen und dort ihr Bild für den Perso erstellen lassen.

Doch gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, dass Geld an anderer Stelle zu sparen. So soll die Grundrente, die ab 2021 kommt, die Kassen und Geldbörsen der dafür berechtigten Personen etwas auffüllen. Zudem lässt sich nach Informationen der Verbraucherzentrale NRW beim neuen Personalausweis 2021 etwas einsparen. Jeweils sechs Euro für die nachträgliche Aktivierung der Onlinefunktionen und die Entsperrung des elektronischen Identitätsnachweises sollen wegfallen. Personalausweise bei Personen über 24 Jahren sind in der Regel zehn Jahre lang gültig, die für Kinder ab 2021 nur noch ein Jahr.

Eine weitere Änderung soll es ab dem 2. August 2021 geben. Wer dann einen Personalausweis beantragt, ist automatisch dazu verpflichtet, beide Zeigefinger einscannen zu lassen. Diese werden dann digital auf der Ausweiskarte gespeichert.

Post verschicken in Corona-Pandemie: Briefe per App verfolgen

Digitaler werden aber nicht nur die neuen Personalausweise, sondern demnächst auch Briefmarken. Post, die auf eine Reise ins Ungewisse geschickt wird, soll dann vermieden werden. So soll es voraussichtlich ab dem Frühjahr 2021 individuelle QR-Codes geben, mit denen Empfänger und Absender die Briefe per App verfolgen können.

Die Deutsche Post bietet ihren Kunden in Deutschland mit der „mobilen Briefmarke“ einen neuen Service.

Auch für die Deutsche Post hat die neue Option einen Vorteil. So sollen sie bei Verlust eines Briefes „schneller recherchieren und herausfinden, wo der Brief festhängt oder ob er noch in der Zustellung ist“, wie es bei der Verbraucherzentrale NRW heißt. Doch das Portal weist auch darauf hin, dass die Post bei verlorenen Sendungen weiterhin nicht haftbar ist. Das ist nicht die einzige Neuerung bei der Post. Schon im Weihnachtsgeschäft hat die Deutsche Post eine digitale Briefmarke eingeführt.

Video: Deutsche Post bietet digitale Briefmarke an

Änderungen ab 2021: Warum Online-Shopping bei Amazon und Ebay bald teurer werden soll

Wer auch nach dem Lockdown online bei Amazon, Ebay oder Wish bestellen will, muss ab dem 1. Juli 2021 mehr investieren. Für Sendungen aus einem Nicht-EU-Land soll schon ab einem Warenwert von einem Cent eine sogenannte Einfuhrumsatzsteuer erhoben werden. Denn „für jede in die EU importierte Sendung muss dann eine Zollanmeldung mit Abgabenerhebung stattfinden“, heißt es bei der Verbraucherzentrale NRW online.

Beim Online-Shopping sollen weitere Kosten auf die Kunden zukommen.

Für Kunden bedeutet das, dass sie zu dem bisherigen Preis dann noch die für den Artikel entsprechende Mehrwertsteuer zahlen müssen. Für ein Produkt, das bislang 22 Euro kostet, werden dann noch 4,18 Euro als Einfuhrumsatzsteuer fällig. Ein Artikel, der sonst für einen Euro online erhältlich war, bedeutet das dann 19 Cent mehr. Zudem könnte die Wartezeit bis zur Zustellung dann länger sein.

Auch der Zoll bekommt vermutlich die negativen Konsequenzen dieser Änderung zu spüren. Denn die Beamten sollen dadurch mehr Arbeit durch die Pakete aus China bekommen. Bisher gilt für Produkte aus nicht-EU-Ländern eine Freigrenze bei einem Wert von bis zu 22 Euro.

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