Neuerungen im Überblick

Neuerungen und Änderungen ab Juni 2020: Hitze-Warnung, Krankschreibung, Kontaktbeschränkung und Urlaub

Ab dem 1. Juni 2020 gelten neue Änderungen in Deutschland. Auch die Krankschreibung ist betroffen
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Ab dem 1. Juni 2020 gelten neue Änderungen in Deutschland. Auch die Krankschreibung ist betroffen

Im Juni 2020 kommen auf die Menschen zahlreiche Änderungen zu. Die Neuerungen haben nicht immer nur etwas mit dem Coronavirus zu tun.

  • Verbraucher in Deutschland müssen sich seit  dem 1. Juni 2020 erneut auf viele Änderungen einstellen.
  • Es geht um Corona-Regelungen, aber auch um einige neue Gesetze.
  • Vor allem Familien und Arbeitnehmer könnten schon bald von den Neuerungen profitieren.

Dortmund - In Zeiten der Coronavirus-Pandemie müssen sich Verbraucher auf immer wieder neue Regelungen einstellen. Dazu kommen Gesetzesänderungen, die nichts mit der Pandemie zu tun haben und schon länger geplant waren. Damit der Überblick nicht verloren geht, hat RUHR24.de* alle wichtigen Neuerungen ab dem 1. Juni 2020 für Sie rausgesucht.

Kontaktbeschränkungen bleiben im Juni bestehen - Lockerungen in Sicht

Millionen Deutsche wünschen sich, dass die Kontaktbeschränkungen endlich gelockert oder gar aufgehoben werden. Doch das wird erst mal nicht passieren. Bund und Länder waren sich zunächst uneinig darüber, wie es nach dem 5. Juni mit den geltenden Kontaktbeschränkungen weitergehen soll. 

Als Kompromiss einigten sie sich schließlich darauf, die Kontaktbeschränkungen noch bis zum 26. Juni bestehen zu lassen*. Allerdings mit Lockerungen, die bereits ab dem 6. Juni möglich sind. Demnach soll man sich mit maximal zehn Personen oder den Angehörigen zweier Haushalte gleichzeitig treffen dürfen. Wie genau die Lockerungen aussehen sollen, entscheidet jedoch jedes Bundesland für sich.

Sommerurlaub 2020 - Reisewarnung wird ab Juni aufgehoben

Nicht nur die Kontaktbeschränkungen beschäftigen derzeit viele Deutsche, sondern auch die Reisebestimmungen der Urlaubsländer. Aktuell sind die meisten Grenzen noch dicht und es gilt eine weltweite Reisewarnung. Doch genau die will die Bundesregierung für 31 europäische Staaten schon ab dem 15. Juni aufheben - vorausgesetzt die Corona-Pandemie entwickelt sich weiterhin positiv. 

Die Reisewarnung würde dann durch "schwächere" Reisehinweise ersetzt werden. Die Regelung gilt für alle EU-Staaten sowie Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Doch Vorsicht: Eine Aufhebung der Reisewarnung bedeutet nicht automatisch eine Grenzöffnung der besagten Länder*. Die Gesetze dafür machen die Nationen selbst. 

Corona-Milliardenhilfe für den Mittelstand ab Juni 2020

Um einen finanziellen Notstand in Deutschland zu verhindern, plant Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine weitere Milliardenhilfe für den Mittelstand. Wie aus einem Eckpunktepapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hervorgeht, sollen Firmen diese Überbrückungshilfe bereits ab Juni bekommen. Die Rede ist von mindestens 25 Milliarden Euro. 

Profitieren sollen von dem Programm kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern. Sie sollen von Juni bis Dezember monatlich bis zu 50.000 Euro bekommen. Ziel sei es, die Existenz dieser Firmen in der Corona-Krise zu sichern.

Peter Altmaier (CDU) plant eine weitere Milliardenhilfe für den Mittelstand. Sie soll die Existenz von kleinen und mittleren Firmen sichern.

Konjunkturpaket soll Wirtschaft ankurbeln - das ist für Verbraucher drin

Um die Wirtschaft in Deutschland wieder anzukurbeln, plant die Bundesregierung außerdem, ab Juni 2020 ein milliardenschweres Konjunkturpaket zu schnüren. Wie genau das aussehen wird, ist noch unklar. Geplant sind jedoch die folgenden Punkte:

  • Familienbonus: Schon seit Wochen wird darüber diskutiert. Die Rede ist von einem finanziellen Zuschuss zwischen 300 und 600 Euro pro Kind. Dadurch sollen Familien unterstützt werden, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas und Schulen besonders stark betroffen sind. Zugleich soll durch das Bonus-Geld der Einzelhandel angekurbelt werden.
  • Autokaufprämie: Die Nachfrage nach Autos ist in der Corona-Zeit deutlich gesunken. Um sie wieder zu steigern, wird derzeit über Kaufprämien für E-Autos sowie moderne Benziner und Dieselfahrzeuge nachgedacht. 
  • Hilfe für Selbstständige: Die Bundesregierung will finanzielle Hilfsprogramme für Hotels, Restaurants, Künstler und Reisebüros ausweiten. Anfang Juni soll darüber diskutiert werden. Denkbar ist eine Ausweitung des Verlustrücktrags, womit die Firmen einfacher die Verluste aus diesem Jahr mit den Gewinnen der Vorjahre verrechnen können.
  • Strompreise: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier deutete eine Entlastung bei den Strompreisen an. "Wann, wenn nicht jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, den Menschen zu sagen, Energie und Stromkosten werden auch in Zukunft bezahlbar bleiben", sagte er im Bundestag. Außerdem sprach er sich dafür aus, die Sozialabgaben unter 40 Prozent zu halten.

Die Regierung hat in der Coronavirus-Pandemie ein Konjunkturpaket auf den Weg, inklusive Senkung er Mehrwertsteuer, auf den Weg gebracht. Das wird jeder einzelne davon merken. 

Keine Krankschreibung per Telefon mehr - ab Juni wieder zum Arzt

Wer in den vergangenen Monaten einen leichten Infekt hatte, konnte sich dafür per Telefon vom Arzt krankschreiben lassen. Diese Sonderregelung, die während und wegen der Corona-Krise in Kraft trat, wurde zum 31. Mai 2020* aufgehoben.

Wer ab sofort wegen einer Erkältung eine Krankschreibung braucht, muss dafür wieder persönlich beim Arzt erscheinen. Eine telefonische Krankschreibung ist dann gesetzlich nicht mehr erlaubt. Neu hingegen ist die Krankschreibung per Videosprechstunde – dabei gibt es allerdings Bedingungen*, die beachtet werden müssen.

Kündigungsschutz für Mieter läuft ab Ende Juni aus

Wer wegen der Coronavirus-Krise in finanzielle Not geraten ist und deshalb seine Miete nicht mehr zahlen konnte, musste in den vergangenen Monaten keine Kündigung befürchten. Dieser Kündigungsschutz läuft allerdings Ende Juni aus. Er betraf neben Mietern von Wohnhäusern auch Pächter und Gewerbe.

Auch interessant: Das sind die Änderungen für den August 2020: Reisewarnungen, gratis-Kita-Jahr und Corona-Arbeitszeitgesetz.

Pünktlich zum Sommer: neue Warnstufe vor extremer Hitze ab Juni 2020

Der Klimawandel macht sich auch in unseren Breiten deutlich bemerkbar. Die Sommer sind so heiß wie nie - die Tage, an denen die 30-Grad-Marke geknackt wird, nehmen jährlich zu. 

Ab Juni 2020 wird es eine neue Warnstufe bei Hitzewarnungen geben, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Während es bislang nur die Warnung vor"Hitze" gab, kann ab diese Monat auch vor"extremer Hitze" gewarnt werden.

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