Was Verbraucher erwartet

Änderungen im Februar 2021: Verbraucher aufgepasst – so soll Online-Shopping sicherer werden

Monat für Monat treten neue Gesetze in Kraft, Regeln ändern sich oder neue Produkte kommen auf den Markt. Auch im Februar steht für Verbraucher einiges an.

Dortmund - 2021 kommen einige Neuerungen auf die Menschen in Deutschland zu - und ein paar der Änderungen treten bereits im Februar in Kraft. Auch wenn die Corona-Pandemie das alltägliche Leben weiterhin noch fest im Griff hat, gibt es auch Dinge, die sich fernab von Corona ändern. RUHR24 hat einen Überblick verfasst.

Steuererklärung: Diese Änderung gilt ab Februar 2021

Neues Jahr, neue Steuererklärung. Es ist eine dieser Aufgaben, die wie eine dunkle Wolke über jedem Jahresanfang hängt und manch einer schiebt oftmals unbeliebte Aufgabe gerne so lange wie möglich von sich weg - und bis zu einem gewissen Zeitraum ist das auch problemlos möglich. Aber aufgepasst, im Februar tritt diesbezüglich nun eine Änderung in Kraft.

Allerdings zum Vorteil der Verbraucher. Wer noch immer an der Steuererklärung von 2019 sitzt, müsste diese normalerweise bis Ende Februar abgegeben haben. Aufgrund der Corona-Krise hat man nun aber länger Zeit, und zwar bis Ende August 2021 - allerdings nur, wenn man für die Steuererklärung auf einen Lohnsteuerberater oder die Lohnsteuerhilfe zurückgreift.

Wer besonders fix ist und schon an der aktuellen Steuererklärung sitzt, sollte aber ebenfalls eine Neuerung beachten. So ist es aktuell möglich, eine Corona-Pauschale für die Arbeit im Homeoffice von der Steuer abzusetzen.

Änderung für Verbraucher: Mehr Sicherheit beim Online-Shopping ab Februar 2021

Noch immer ist der Einzelhandel aufgrund des aktuellen Corona-Lockdowns geschlossen - ob sich das ab 14. Februar ändern wird, bleibt abzuwarten. Doch das ausbleibende Shopping in den Innenstädten lässt den Online-Handel aufblühen. Hier soll eine neue Regelung bald für mehr Sicherheit der Verbraucher sorgen.

Wer im Internet per Kreditkarte, wie beispielsweise mit der Master- oder Visacard, bezahlt, sollte sich ab 15. Februar auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung einstellen - und zwar schon ab einem Einkaufspreis von 150 Euro. Bislang lag die Grenze bei 250 Euro.

Ab Februar müssen sich Verbraucher auf höhere Standards beim Online-Shopping einstellen.

Neben den Daten auf der Karte wird ab sofort noch ein zweiter Sicherheitsnachweis benötigt. Das kann ein Tan sein, aber auch ein biometrisches Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Damit soll verhindert werden, dass Betrüger mit gestohlenen Karten große Summen einkassieren.

Änderung bei WhatsApp: Neue Datenschutzbestimmung sorgt für Ärger

Die Ankündigung, dass WhatsApp die Nutzungsbedingungen ändern will, hatte bereits im Vorfeld für große Proteste und Aufruhr gesorgt. Viele Nutzer haben sich abgemeldet und sind zu Konkurrenz-Messengern gewechselt.

Für WhatsApp schien das Grund genug zu sein, die für Februar geplante Änderung erst einmal hinten anzustellen - doch ausgesetzt ist sie nicht. Nun soll die neue Datenschutzbestimmung erst ab Mai 2021 gelten (mehr News rund um Digitales bei RUHR24.de). Doch was bedeutet das?

Zum einen, holt sich WhatsApp damit die Genehmigung ein, den Usern Push-Nachrichten über Funktionsänderungen und Neuerungen schicken zu dürfen. Zum anderen stimmt man mit der Bestätigung zu, dass WhatsApp die persönlichen Nutzerdaten an den Mutterkonzern Facebook weiterleiten darf.

Änderungen ab Februar 2021: Was Verbraucher noch erwartet

Doch neben den Änderungen bei WhatsApp, Steuererklärung und Online-Shopping steht im Februar 2021 noch mehr an, was den ein oder anderen Verbraucher interessieren oder persönlich betreffen dürfte:

  • In deutschen Krankenhäusern werden ab 1. Februar weitere Personaluntergrenzen eingeführt. So muss unter anderem in einigen Fachbereichen künftig mindestens eine Pflegekraft pro zehn Patienten, in der Nachtschicht pro 20 Patienten eingeteilt werden. Die Änderung betrifft allerdings nur die innere Medizin, die allgemeine Chirurgie, die Pädiatrie und die pädiatrische Intensivmedizin.
  • In einigen Städten gilt an Karneval normalerweise der Ausnahmezustand - nicht so 2021. Während Arbeitnehmer beispielsweise in Köln während den närrischen Tagen in den Jahren davor eine Art Sonderurlaub gewährt wurde, müssen sie dieses Jahr zur Arbeit kommen.
  • Die geplante Revolution bei Burger King wurde schon vor einiger Zeit bekannt. Im Februar 2021 soll es dann aber endlich auch soweit sein. Der Fast-Food-Riese will seinen Kunden ein neues Logo, mehr vegane Produkte und einen verbesserten Lieferservice präsentieren.

Änderungen im Februar 2021: Wie geht es nach dem Corona-Lockdown weiter?

Trotz aller Verbraucher-Änderungen dürfte die Frage, wie es mit dem Corona-Lockdown weitergeht, vielen am meisten unter den Nägeln brennen. Aktuell soll der Corona-Lockdown bis 14. Februar weiter andauern. Ob er verlängert oder in Teilen gelockert wird, muss beim nächsten Gipfeltreffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länder-Chefs besprochen werden.

Wann genau das jedoch stattfindet, ist unklar. Klar ist hingegen, dass am Montag (1. Februar) ein erstes Treffen der Regierungsriege angesetzt ist. Hier soll allerdings das weitere Vorgehen in Sachen Corona-Impfung besprochen werden.

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