Neues Jahr, neue Regeln

Änderungen im Verkehr: Für Autofahrer wird es 2022 teuer

Zum Jahreswechsel treten einige neue Regeln für den Verkehr in Kraft. RUHR24 hat die wichtigsten Änderungen 2022 für Auto- und Fahrradfahrer zusammengefasst.

Dortmund – Der Mindestlohn wird 2022 angehoben*, bei Supermärkten und Discountern ändern sich die Pfandregeln*: Mit dem Start ins neue Jahr 2022 stehen einige Änderungen an. Auch Autofahrer bleiben von den Neuerungen nicht verschont – und das dürfte nicht jedem Verkehrsteilnehmer gefallen.

NameAllgemeine Deutsche Automobil-Club e. V. (ADAC)
Mitglieder21,2 Mio. (Ende 2020)
PräsidentChristian Reinicke

Änderungen im Verkehr: Das kommt 2022 auf Verkehrsteilnehmer zu

Zunächst beginnt das Jahr 2022 für die meisten Autofahrer mit einer schlechten Nachricht. Wer hätte es gedacht, aber Tanken wird noch einmal teurer. Denn die Preise für Diesel und Benzin ziehen erneut an.

Grund ist der steigende CO2-Preis. Ab 1. Januar erhöht sich der Preis der CO2-Steuer von 25 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid auf 30 Euro. Dadurch könnte der Liter Benzin 8,4 Cent teurer werden, Diesel 9,5 Cent. Ob sich diese Preiserhöhung am Ende auch an der Tankstelle und somit beim Autofahrer niederschlägt, bleibt jedoch noch abzuwarten.

Denn nicht nur der CO2-Preis kann die Kosten für den Sprit in die Höhe treiben, sondern auch der Öl-Preis. Ob dieser 2022 jedoch steigen oder sinken wird, ist laut ADAC derzeit noch schwer vorherzusagen.

Änderungen 2022 für Autofahrer: Maskenpflicht und neuer Führerschein

Weitere Änderungen, die 2022* für Autofahrer anstehen, betreffen die Maskenpflicht und den Führerschein. Autofahrer, die sprichwörtlich noch mit dem „alten Lappen“ unterwegs sind, sollten eine Frist im neuen Jahr unbedingt auf dem Schirm haben. Denn der Führerschein in Papierform muss gegen das Dokument in Kartenformat ausgetauscht werden.

Bis zum 19. Januar 2022 könnten Personen, die zwischen 1953 und 1958 geboren sind, ihren Führerschein umtauschen, erklärt Jürgen Grieving vom ADAC gegenüber der DPA. Wer es nicht mehr rechtzeitig schafft, hat noch bis zum 19. Juli Zeit, danach droht ein Bußgeld in Höhe von zehn Euro. Die Schonfrist hatte das Verkehrsministerium eingeräumt, um aufgrund von Corona lange Wartezeiten bei den Behörden zu vermeiden.

2022 müssen viele Menschen ihren Führerschein umtauschen, der „alte Lappen“ in Papierform ist dann nicht mehr gültig.

Und nicht nur ein neuer Führerschein muss im neuen Jahr im Auto mitgeführt werden, sondern auch eine Maske. Für 2022 ist das obligatorische Mitführen eines Mund-Nasen-Schutzes im Verbandskasten geplant – unabhängig davon, wie lange Corona noch das Leben in Deutschland bestimmt.

Wie der ADAC mitteilt, wird dafür die DIN-Norm für Verbandskästen angepasst. Sie schreibt vor, was in das Notfallset gehört. Und das sind ab 2022 zwei Masken. Ab wann die Regel gilt, steht jedoch noch nicht fest.

Änderungen 2022 im Verkehr: Radfahrer gucken in die Röhre

Für andere Verkehrsteilnehmer, sprich für Fahrradfahrer, stehen 2022 erstmal keine Änderungen auf dem Plan. Der neue Bußgeldkatalog 2021 war die letzte Neuerung, die auch Neuerungen für Radfahrer betrifft. Der seit 9. November in Kraft getretene Bußgeldkatalog sieht vor, Radfahrer und Fußgänger besser zu schützen.

Da die neue Bundesregierung jedoch im Koalitionsvertrag vorgesehen hat, den „Ausbau und die Modernisierung des Radwegenetzes sowie die Förderung kommunaler Radverkehrsinfrastruktur vorantreiben“, könnte 2022 doch noch die ein oder andere Änderung für Fahrradfahrer anstehen.

Verkehrs-Änderungen 2022: Das sollten Autofahrer im neuen Jahr beachten

Nicht nur neue Regeln im Straßenverkehr stehen 2022 an, auch Menschen, die darüber nachdenken, sich ein neues Auto zu kaufen, müssen sich mit einigen Änderungen auseinandersetzen.

  • Förderungen für Hybrid-Autos: Den Zuschuss von bis zu 6750 Euro gibt es nur noch dann, wenn das Fahrzeug eine elektrische Mindestreichweite von 60 Kilometern aufweist oder höchstens 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt.
  • Die Innovationsprämie für E-Autos wurde von der neuen Bundesregierung jedoch bis Ende 2022 verlängert. Käufer können also weiterhin mit einem Zuschuss von bis zu 9000 Euro rechnen.
  • Für mehr Sicherheit auf den Straßen wurde beschlossen, dass ab 2022 alle Lkw ab 3,5 Tonnen mit einem Abbiegeassistent ausgestattet sein müssen. Das System erkennt, ob beispielsweise Fußgänger oder Fahrradfahrer im toten Winkel sind und gibt dann ein Warnsignal ab.
  • Auch neue Autos müssen ab Juli 2022 mit zusätzlichen Assistenzsystemen ausgestattet sein. Vorgeschrieben sind dann unter anderem Geschwindigkeits-, Rückfahr-, Spurhalte- und Notbremsassistenten sowie ein Müdigkeitswarner. Im Gegensatz zu den Lkw betrifft das jedoch nur Neuzulassungen. Ältere Autos müssen nicht nachgerüstet werden.

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner, Oliver Berg, Carsten Koall/dpa, Collage: RUHR24