Weihnachts-Katastrophe verhindern

Adventskranz vor Feuer schützen: Feuerwehr gibt wichtige Tipps

Kerzenschein ist einfach gemütlich. Allerdings auch gefährlich, wenn man nicht aufpasst. Mit einigen Tipps macht man den Adventskranz brandsicher.

Dortmund – Die Adventszeit ist doch etwas Feines: Zuhause kann man es sich so richtig gemütlich machen, eine heiße Schokolade trinken und die Lichter des Adventskranzes beobachten. Einfach gemütlich. Damit es aber auch wirklich gemütlich bleibt und nicht plötzlich in einem Flammeninferno endet, sollten ein paar Regeln beachtet werden.

ZeitAdvent
HintergrundChristen bereiten sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi vor
Beginn 202029. November

Adventskranz brennt: Löschen geht nicht immer – dann schnell die Feuerwehr rufen

Nicht selten endet das Adventsglück in einer Katastrophe. Geht das Feuer auf den Adventskranz oder Weihnachtsbaum über, sollten Löschversuche nur unternommen werden, wenn dabei niemand verletzt wird, rät die Feuerwehr Recklinghausen.

Ist das nicht möglich, sollte der Raum, in dem es brennt, schnell verschlossen werden, und alle Personen sollten das Haus verlassen und die Feuerwehr unter 112 benachrichtigen. Auch andere Parteien des Hauses müssen dringend über das Feuer im Haus informiert werden.

Adventskranz vor dem abbrennen schützen: So geht‘s

Damit es allerdings erst gar nicht so weit kommt und die Adventszeit weiterhin besinnlich und gemütlich bleibt, hat die Feuerwehr ein paar Tipps. So macht der Adventskranz Freude und ist zudem sicher:

  • Das haben uns schon unsere Eltern beigebracht: Brennende Kerzen sollten sie unbeobachtet sein. Will man den Raum verlassen, werden die Kerzen zuvor gelöscht.
  • Beim Aufstellen der Kerzen und des Adventskranzes muss auf ausreichend Abstand zu anderen (brennbaren) Gegenständen geachtet werden.
  • Der Adventskranz muss sicher auf einer ebenen Fläche stehen. „Sitzt, passt, wackelt und hat Luft“? Besser nicht. Wackelt der Kranz, besteht die Gefahr, dass die brennenden Kerzen umkippen und eine Katastrophe anrichten. Zusätzlich ist es sinnvoll den Adventskranz auf einer nicht brennbaren Unterlage zu platzieren.
  • Kinder und Tiere sollten auf keinen Fall allein mit den brennenden Kerzen sein. Zum einen besteht die Gefahr, dass sie die Kerzen umwerfen, zum anderen kann es natürlich passieren, dass sich Kinder oder Tiere an den offenen Flammen verletzten.
  • Abgebrannte Kerzen sollten unbedingt rechtzeitig ausgewechselt werden, bevor sie in Kontakt mit dem Kranz kommen.

Adventskranz und Weihnachtsbaum vor Flammen schützen – Wasser hilft

Wer einen klassischen Adventskranz bestehend aus Tannenzweigen aufstellt, sollte darauf achten, dass die Zweige nicht zu trocken werden. Es kann helfen, die Tannennadeln regelmäßig mit Wasser zu besprühen. Hilft das nicht mehr, sollten ausgetrocknete Zweige umgehend vom Kranz entfernt werden, sie stellen eine potenzielle Brandgefahr dar.

Gleiches gilt für Weihnachtsbäume. Da sollte bereits beim Kauf darauf geachtet werden, dass der Baum möglichst frisch ist. Ist er dann zuhause eingezogen und am vorbestimmten Ort aufgestellt, gilt es, ihn regelmäßig zu wässern. Das schützt nicht nur den Boden vor unliebsamen Nadelbelag. Ist der Baum gut durchfeuchtet, fängt er nicht so schnell Feuer.

Brandgefahr Weihnachtsbaum: Vor Hitze und Feuer schützen

Ein weiterer Tipp der Feuerwehr Recklinghausen: Der Weihnachtsbaum sollte, wenn möglich, nicht in unmittelbarer Nähe zur Heizung oder zu einem Kamin stehen – auch hier lauert Brandgefahr!

Generell sollten die prachtvoll geschmückten Weihnachtsbäume nicht in Kontakt mit Hitze oder gar offenem Feuer kommen. Auch wenn es schön aussieht, aber auf echte Kerzen sollte am Baum verzichtet werden. Die Feuerwehr rät zu VDE-geprüften, elektrischen Lichterketten.

Weihnachtsbaum fängt Feuer: Auf die Katastrophe vorbereitet sein

Wer es sich partout nicht verkneifen kann und dem romantischen Kerzenschein am Baum nicht widerstehen kann, sollte umso genauer hinsehen. Die Kerzen am Baum müssen mit ausreichend Abstand zueinander angebracht werden. Und auch hier gilt: Brennende Kerzen brennen niemals allein. Wird der Raum verlassen, müssen zunächst due Kerzen gelöscht werden.

Für den Notfall ist es ratsam, Wasser – in einem Eimer oder einer Gießkanne – bereitzustellen. Noch besser wäre ein Feuerlöscher, mit dem ungewollte Flammen erstickt werden können. So kann schnell gehandelt werden.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa