Gefahr auf der Straße

Warnung des ADAC: Was bei Schnee und Glätte im Straßenverkehr erlaubt ist und was nicht

Aktuell ist es in NRW morgens häufig glatt. Um sicher über die Straßen zu kommen, hat der ADAC Tipps fürs Autofahren bei Schnee und Eis.

Nordrhein-Westfalen – In vielen Teilen von NRW sind die Straßen derzeit morgens glatt. Und auch Schnee fällt aktuell immer wieder. Besonders Autofahrer sollten bei diesen Wetterverhältnissen aufpassen. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) und der TÜV Rheinland geben Tipps.

UnternehmenADAC
Mitglieder21.205.353 (Ende 2019)
GründerHans, Cartographer
Gründung24. Mai 1903, Stuttgart
Umsatz215 Millionen Euro
HauptsitzMünchen

Tipps vom ADAC: Warnung bei Schnee und Eis – Bußgelder drohen

Der ADAC empfiehlt bei Schnee und Eis vorsichtig und sorgfältig zu sein: Wichtig ist immer, dass alle Scheiben und auch die Außenspiegel freigekratzt werden und das Auto komplett von Schnee befreit wird. Dabei lassen viele nebenbei den Motor und die Lüftung laufen, damit die Scheiben schneller antauen. Dies ist laut dem ADAC jedoch nicht erlaubt und kostet zehn Euro. Aber nicht nur den Motor im Stand laufen lassen, kann ein Bußgeld mit sich bringen:

  • Ein schneebedecktes Kennzeichen kostet fünf Euro.
  • Eine nicht vollständig freigekratzte Frontscheibe kostet zehn Euro Bußgeld.
  • Schnee auf dem Fahrzeugdach kann bis zu 80 Euro kosten.

Wenn Parkzettel, Parkausweise oder Parkscheiben durch Schnee nicht mehr erkennbar sind, riskiert man glücklicherweise kein Bußgeld. Denn laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) sind Fahrzeughalter nur dazu verpflichtet diese unter „Normalbedingungen“ anzubringen – Schnee ist daher die Ausnahme (alle Infos zur aktuellen Wetterlage auf RUHR24.de).

Tipps vom ADAC: Warnung bei Schnee und Eis – Aufpassen beim Parken und auf der Straße

Beim Parken ist es laut dem TÜV Rheinland zudem wichtig, darauf zu achten, dass Räum- und Rettungsfahrzeuge nicht behindert werden. Und auch bei Schnee und Eis gilt weiterhin: Ein- und Ausfahrten nicht blockieren.

Aber nicht nur im stehenden Zustand gibt es im Winter bei Schnee und Eis für Autofahrer viel zu beachten. Denn auf der Straße kann es durch Schnee und Eis schnell gefährlich werden. Häufig sind dann die Fahrbahnmarkierungen nicht zu sehen. Dann sollten Fahrer besonders auf den Gegenverkehr Rücksicht nehmen: „Auf schneebedeckten Pisten gilt generell, langsam und vorausschauend fahren. Spurrillen und tiefe Schlaglöcher können zuschneien und zusätzlich das Fahrverhalten verändern“, sagt Thorsten Rechtien vom TÜV Rheinland.

Warnung bei Schnee und Eis: ADAC warnt vor Schnee und Eis auf der Fahrbahn – vorsichtig fahren

Zudem kann sich unter der Schneedecke Eis befinden. Daher sollten Autofahrer vorsichtig fahren, nicht abrupt lenken oder bremsen und in brenzligen Situationen Ruhe bewahren und nicht panisch werden. Das sind die Tipps des ADAC für das sichere Autofahren im Winter:

  • Niedertouriges Fahren im hohen Gang – die Reifen bauen so besseren Grip auf
  • Tempo reduzieren, Abstand halten und keine ruckartigen Lenkbewegungen
  • Wenn ihr auf gerader Strecke ins Schleudern kommt: auskuppeln, bremsen und gegenlenken

Ein verbreitetes Gerücht, dass verschneite Verkehrsschilder nicht gelten würden, ist allerdings erstmal nicht richtig. Solange die Bedeutung durch die Form erkennbar ist, gelten sie weiterhin. Zum Beispiel gilt das für das achteckige Stoppschild und das auf der Spitze stehende, dreieckige Schild für „Vorfahrt achten“.

ADAC: Schnee und Eis im Winter können auf der Straße zur Gefahr werden

Entschuldigt sind Autofahrer nur bei Schildern, deren Form nicht eindeutig für eine Bedeutung sprechen. In einer Pressemitteilung des ADAC steht: „Sind diese zugeschneit oder stark verdreckt, kann vom Verkehrsteilnehmer nicht erwartet werden, sie zu befolgen. Für Ortskundige, die etwa wissen, welche Geschwindigkeiten gelten, gilt dies allerdings nicht.“ Jedoch sollten Autofahrer in jedem Fall bei Schnee und Eis immer vorsichtig und vorausschauend fahren. Um auf die Verkehrsbedingungen im Winter vorbereitet zu sein, können Autofahrer beim TÜV Rheinland ein Fahrsicherheitstraining absolvieren.

Rubriklistenbild: © Ralf Roeger/ dpa, Roberto Pfeil/ dpa, Marius Becker/ dpa; Collage: RUHR24

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