Herausforderung

ADAC warnt Autofahrer vor unterschätzter Unfall-Gefahr nach dem Winter

Nach dem Winter stehen Autofahrer aufgrund von Schlaglöchern auf den Straßen vor holprigen Herausforderungen. Das Problem ist größer, meint der ADAC.

Dortmund – Hohe Benzinpreise. Staus auf den Straßen. Wenig Parkplätze. Diskussionen um das Klima. Eigentlich haben Autofahrer genug Herausforderungen. Doch gerade im aktuell auslaufendem Winter kommt noch eine weitere hinzu – Schlaglöcher.

Schlaglöcher auf den Straßen – Autofahrer stehen nach dem Winter vor Gefahr

Die Herausforderung „Schlaglöcher“ ist sehr komplex und hat gleich mehrere Komponenten. Das Wetter, eine hohe Verkehrsbelastung und geringe finanzielle Spielräume der Kommunen. Zunächst aber warnt der ADAC Nordrhein generell vor der Gefahr auf der Straße (mehr News zu Autos und Verkehr bei RUHR24).

Schlaglöcher sind sowohl für Autofahrer, als auch für Motorrad- und Radfahrer sowie alternativen Verkehrsteilnehmern gefährlich. Autofahrenden drohen Schäden an Reifen und Radaufhängungen. Zweiradfahrende sowie E-Scooter-Fahrende können sich bei einem Unfall übel verletzten.

Nach RUHR24-Recherchen stehen gerade Autofahrer und kommunale Mitarbeiter im Ruhrgebiet aufgrund von Schlaglöchern unter Dauerstress. Die Herausforderungen auf den Straßen häufen sich. Ein hohes Verkehrsaufkommen auf der einen, Personalmangel und finanzielle Engpässe bei den Städten auf der anderen Seite. Das Resultat – viele Schlaglöcher.

Schlaglöcher auf der Straße – Kommunen handeln im Rahmen ihrer Möglichkeiten

Zahlreiche Städte und Kommunen können nur kurzfristig handeln. Ja, es gibt Priorisierungen. Einige Straßen sind relevanter als andere. Bei hohen Priorisierungen kann beim nötigen Kleingeld schon mal eine qualitativ hochwertige Sanierung stattfinden.

So entstehen Schlaglöcher – Grafig des ADAC Nordrhein e.V.

Bei anderen Straßen muss kurzfristig und mit qualitativ minderen Sanierungen reagiert werden. Autofahrer auf wiederum weniger relevanten Straßen müssen sich mit Warnschildern, Tempo 30 oder gar Tempo 10 herumschlagen (auch interessant: Desaster A45-Brücke: Sprengung verzögert sich).

Fakt ist, dass zahlreiche Kommunen mit der Sanierung der Straßen nicht hinterherkommen. Hinzu kommen längere Ausschreibungsverfahren und gleichzeitiger Personalmangel bei den Baufirmen.

Autofahrer stehen nach dem Winter vor Herausforderungen – Schlaglöcher sind ein großes Problem

Im Zweifelsfall wird sich, wie Dr. Roman Sudthold vom ADAC sagt, gegen eine Straßensanierung entschieden. Denn Autofahrer können noch immer auf einer kaputten Straße fahren – beispielsweise können Kita-Kinder aber nicht in einer kaputten Kita betreut werden.

Besonders nach dem Winter ist die Gefahr groß. Laut ADAC dringt bei altem und sprödem Asphalt Wasser in die Fahrbahndecke ein. Bei Minusgraden gefriert und dehnt sich das Wasser. Beim Abtauen des Wassers entstehen Hohlräume. Schwere Fahrzeuge drücken die Hohlräume ein. Letztendlich spült Regen den zerbröckelten Asphalt weg. So entstehen die Schlaglöcher.

Rubriklistenbild: © Ralph Lueger/Imago

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