Mehr Gewicht wegen Corona

Coronavirus-Lockdown: Tipps zur Corona-Diät und Abnehmen mit Intervallfasten

Eine Diät nach dem Coronavirus-Lockdown ist bei manchen notwendig geworden. Hier gibt es Tipps und Tricks für Intervallfasten und Co.

  • Durch die Coronavirus-Krise waren viele Menschen dazu gezwungen, mehr Zeit zu Hause zu verbringen und weniger aktiv zu sein. 
  • Bei vielen kam dann beim Gang auf die Waage der Schock: Durch die Corona-Zeit haben viele einiges an Gewicht zugenommen
  • Intervallfasten könnte helfen, die Wohlfühl-Kilos schnell und langfristig wieder los zu werden. 

NRW/ Dortmund - Die Coronavirus-Krise* ist an kaum jemandem spurlos vorbeigegangen: Ohne Sport und im Home-Office hat sich schnell das ein oder andere Extra-Kilo auf die Hüften verirrt. Nun steht aber der Sommer vor der Tür und die Coronavirus-Maßnahmen werden immer mehr gelockert - viele wollen, dass die Extra-Pfunde also schnell wieder verschwinden. Nur wie? RUHR24.de* verschafft Abhilfe.

Virus

Sars-CoV-2

Familie

Coronaviridae

Art

Severe acute respiratory syndrome-related coronavirus

Klassifikation

Viren

Gattung

Betacoronavirus

Coronavirus-Pandemie: Home-Office und geschlossene Fitnessstudios sorgen für Gewichtszunahmen 

Die vergangenen Monate waren geprägt von zuhause bleiben: Home- Office, geschlossene Fitnessstudios und dafür einen kurzen Weg zum Kühlschrank. Für die meisten von uns kommt jetzt, wo viele Corona-Maßnahmen gelockert wurden, der große Schock beim Gang auf die Waage (alle Ratgeber- und Service-Themen bei RUHR24.de*).

Doch die Corona-Kilos sind kein Grund zum Verzweifeln - schließlich sind auch Prominente bereits in die Corona-Kilo-Falle getappt: Schlagersänger Michael Wendler (47) zum Beispiel, der während der Coronavirus-Pandemie ebenfalls ordentlich zugenommen* hat und jetzt knapp 14 Kilogramm mehr wiegt als noch im vergangenen Jahr. 

Intervallfasten zum Abnehmen nach Coronavirus-Zeit - wie sinnvoll ist das?

Um das Abnehmen ranken sich einige Mythen*: Crash-Diäten ergeben bekanntlich wenig Sinn - denn kaum sind die überflüssigen Pfunde runter, schlägt auch schon der Jojo-Effekt zu. Ernährungswissenschaftler und Mediziner schwören stattdessen immer mehr auf Intervallfasten

Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, gilt streng genommen nicht als Diät, sondern als Ernährungsform, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. 

16:8-Intervallfasten nach Coronavirus-Pandemie: 16 Stunden fasten, acht Stunden essen

Beim Intervallfasten geht es darum, täglich über einen gewissen Zeitraum zu fasten und nur innerhalb eines festgelegten Zeitraums Nahrung zu sich zu nehmen. Am beliebtesten ist dabei die 16:8-Fastenmethode. Diese sieht vor, dass jeden Tag 16 Stunden lang gefastet und innerhalb von acht Stunden gegessen wird. 

Konkret bedeutet dies, dass eine Mahlzeit am Tag weggelassen wird. Viele, die diesem Fastenprinzip folgen, essen beispielsweise zwischen zwölf Uhr mittags und acht Uhr abends und lassen dafür das Frühstück weg.

Durch den Coronavirus-Lockdown hat der eine oder andere etwas zugenommen. Tipps und Tricks zu Abnehmen und Diät.

Corona-Kilos: Mehrere Möglichkeiten durch Intervallfasten Gewicht abzunehmen

Das 16:8 Intervallfasten ist die beliebteste Variante des intermittierenden Fastens, da sie leicht einzuhalten ist und gut als dauerhafte Ernährungsform in den Alltag eingegliedert werden kann.

Strengere Methoden, wie zum Beispiel die 20:4-Fastenmethode (also 20 Stunden fasten und 4 Stunden essen) werden von Ärzten nur als Entgiftungskur über einen kurzen Zeitraum empfohlen. 

Eine andere beliebte Fasten-Methode ist die 5:2-Diät. Hierbei wird an zwei Tagen in der Woche gefastet mit maximal 500 Kalorien als Energiezufuhr. Die restlichen fünf Tage wird dann wieder normal gegessen. 

Corona-Kilos abnehmen durch Intervallfasten: So stellt der Körper auf Fettverbrennung um 

Aber kann das Intervallfasten wirklich dabei helfen, Gewicht zu reduzieren? Durch das Weglassen einer Mahlzeit nehmen Menschen automatisch weniger Kalorien zu sich - etwa fünf bis zehn Prozent im Durchschnitt - allerdings nur, wenn sie bei den restlichen Mahlzeiten dann nicht über die Stränge schlagen. 

Davon abgesehen stellt der menschliche Körper nach etwa zwölf Stunden ohne Nahrung auf die Fettverbrennung um - dann sind nämlich alle Kohlenhydrat-Speicher aufgebraucht. Wer also 16 Stunden fastet, kann davon ausgehen, dass der Körper auch Fettreserven aufspaltet und verbraucht. 

Vorteile des Intervallfastens: Blutdruck und Insulinspiegel wird gesenkt

Der Unterschied zwischen dem Intervallfasten und einer Crash-Diät ist außerdem, dass der Stoffwechsel durchs Intervallfasten nicht gedrosselt und auch die Muskelmasse nicht abgebaut wird. So wird ein Jojo-Effekt, wie bei einer Crash-Diät, vermieden. 

Von einer Abnahme abgesehen hat das Intervallfasten noch zahlreiche andere Vorteile: So soll durch das Fasten der Blutdruck und der Insulinspiegel gesenkt werden, was zu einem verbesserten Zucker- oder Fettstoffwechsel führt. 

Übrigens: Der menschliche Körper ist schon seit der Steinzeit an "Hungerperioden" gewöhnt - auch damals mussten die Menschen oft längere Zeit ohne Nahrung überstehen. 

Intervallfasten - Ernährungsform als Abnahme-Möglichkeit nicht für Jeden geeignet

Doch Achtung: Wer das Intervallfasten ausprobieren möchte und Vorerkrankungen hat, sollte sich vorher mit einem Arzt absprechen. 

Besonders bei niedrigem Blutdruck, Stoffwechselerkankungen, chronischen Krankheiten, Krebserkankungen, hohem Lebensalter, Essstörungen, Schwangerschaft und während des Stillens ist Intervallfasten eher nicht geeignet. Für alle anderen könnte es jedoch die Lösung für beziehungsweise gegen die Corona-Kilos sein.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Monique Wüstenhagen/dpa