Bus und Bahn

Mit dem 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn ist nicht alles erlaubt – hier lauert eine Kostenfalle

Vom 1. Juni bis 31. August gilt das 9-Euro-Ticket. Dadurch können Nutzer günstig durch Deutschland reisen.

Deutschland – Auf das 9-Euro-Ticket freuen sich bereits viele Deutsche. Dies liegt vor allem daran, dass man zum Festpreis praktisch überall mitfahren kann. Doch genau dabei liegt das Problem, denn es gilt eben nicht, wie viele meinen „überall“. Deshalb sollten Verbraucher aufpassen, nicht in eine Kostenfalle zu geraten.

UnternehmenDeutsche Bahn
Gründung1. Januar 1994
Umsatz39,9 Milliarden Euro (2020)

9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: Regelverstoß kann teuer werden

Das Ticket ist zwar tatsächlich deutschlandweit nutzbar, allerdings gilt dies nach Angaben der Deutschen Bahn nur für den Nah- und Regionalverkehr. So kann beispielsweise die U-Bahn in München genauso wie die S-Bahn in Düsseldorf oder der Bus in Dortmund genutzt werden. Reisen mit Flixtrain sind hingegen nicht im Umfang des 9-Euro-Tickets inbegriffen.

Auch der Verkehr mit dem ICE, IC, ED und EDE ist mit dem 9-Euro-Ticket nicht erlaubt. Nach Angaben des Bußgeldkataloges kann das Fahren mit einem falschen Fahrschein mit 60 Euro Bußgeld bestraft werden. Wer die Bahn nutzen möchte, muss sich deshalb stattdessen von einer Regionalbahn zur nächsten hangeln. Dies ist mit dem Ticket zwar nur in der zweiten Klasse gestattet, weite Strecken zurückgelegen können Verbraucher mit dem Angebot trotzdem.

9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: Mitnahme von Kind, Hund und Fahrrad

Da das 9-Euro-Ticket personenbezogen ist, braucht unterwegs allerdings jeder ein Ticket. Ausgenommen sind dabei Kinder bis 6 Jahre, denn diese brauchen im Gegensatz zu älteren Kindern keinen Fahrschein. Für Hunde sollen die jeweiligen Bestimmungen der Verkehrsverbünde weiterhin gelten. Sofern die Mitnahme in einem Tarifgebiet kostenfrei möglich ist, gilt dies auch im Aktionszeitraum (mehr Service-News bei RUHR24).

Bei der Mitnahme von Fahrrädern sollten Verbraucher beachten, dass dies nicht im 9-Euro-Ticket integriert ist. Bei der Wahl der Fähren sollte man sich ebenfalls informieren, denn einige wie beispielsweise in Berlin und Hamburg gehören zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, andere hingegen nicht.

9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: Verbraucher mit Monats- oder Jahresabo

Wer die Vorteile des 9-Euro-Tickets nutzen möchte, aber bereits ein Monats- oder Jahresabo besitzt und wechseln möchte, braucht nicht selbst aktiv zu werden.

Ab Juni gilt das 9-Euro-Ticket.

Inhaber des Tickets werden von ihrem Anbieter automatisch benachrichtigt und über diesen Weg über die Verrechnung informiert. Die Rückerstattung soll demnach automatisch erfolgen, einen Bahncard-Rabatt erhalten Besitzer des Tickets allerdings nicht.

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa

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