„Klimaticket Deutschland“

49-Euro-Ticket kommt: Wann der Start vom 9-Euro-Ticket-Nachfolger geplant ist

Mit dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets ist Bahnfahren für Pendler wieder teurer. Seit Wochen wird um einen möglichen Nachfolger gestritten. Jetzt haben sich Bund und Länder geeinigt.

Update, Freitag (14. Oktober), 07.05 Uhr: Deutschland – Der Nachfolger des 9-Euro-Tickets soll 49 Euro kosten und im Abo angeboten werden, das jederzeit kündbar ist. Damit soll es laut Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) „genauso unkompliziert“ sein wie sein Vorgänger.

Bundesweites 49-Euro-Ticket soll ab Januar kommen

Voraussichtlich wird das 49-Euro-Ticket zum Jahreswechsel kommen. Volker Wissing (FDP) erklärte im Anschluss an die Verkehrsministerkonferenz am Donnerstag (13. Oktober), es sei das erklärte Ziel, dass das Ticket ab Januar verfügbar ist. Der 1. Januar sei „der ideale Zeitpunkt“. Auch Finanzminister Christian Lindner verkündete via Twitter: „Ab 01.01.23 soll das Ticket in allen Öffis (im öffentlichen Nahverkehr; Anmerkung der Redaktion) nutzbar sein – digital und bundesweit.“ 

In dem entsprechenden Beschlusspapier von Bund und Ländern war zuvor festgelegt worden, dass die Einführung des 49-Euro-Tickets „schnellstmöglich“ geschehen solle. Ob das angestrebte Startdatum realisierbar ist, hängt laut dem Bundesverkehrsminister neben der Finanzierungsfrage maßgeblich davon ab, wie schnell die Verkehrsunternehmen das neue Ticket technisch umsetzen können.

Update, Donnerstag (13. Oktober), 15.36 Uhr: Nun ist es beschlossene Sache. Das 49-Euro-Ticket soll kommen. Doch noch sind nicht alle Fragen zum deutschlandweit gültigem Ticket geklärt.

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern haben sich für die Einführung eines 49-Euro-Tickets als Nachfolger des 9-Euro-Tickets ausgesprochen – allerdings konnten sie sich bei der Finanzierung des Vorhabens nicht weiter einigen, wie die AFP berichtet.

Das Ticket soll laut der Bremer Verkehrssenatorin Maike Schäfer (Grüne) papierlos sein, deutschlandweit gelten und „möglichst schnell“ eingeführt werden. Laut ZDF ist noch unklar, ob es ein vergünstigtes Ticket für Kinder oder Rentner geben wird. Final entscheiden müsse eine Ministerpräsidentenkonferenz.

49-Euro-Ticket wird Nachfolger von 9-Euro-Ticket

Erstmeldung, Mittwoch (12. Oktober), 11.19 Uhr: Über die Nachfolge wird bei der Verkehrsministerkonferenz am Mittwoch (12. Oktober) in Bremerhaven beraten. Wie der Nachrichtensender Welt sowie RP Online am Mittwochmorgen berichten, haben sich die Länder aber wohl bereits auf die Höhe des Preises für den Nachfolger geeinigt: Das neue Ticket wird demnach 49 Euro kosten.

9-Euro-Ticket: Nachfolger ist wohl beschlossen

Dass es einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets geben wird, steht bereits länger fest. Das 9-Euro-Ticket sei „eine große Sache“ gewesen, hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Anfang September erklärt. Daher werde es eine Fortsetzung geben.

Finanzminister Christian Linder hatte bereits am 31. August via Twitter erklärt, dass Verkehrsminister Volker Wissing (beide FDP) ihn von einem Nachfolgeticket überzeugt habe. Dementsprechend könne man mit „einem Bruchteil der Finanzmittel“ des Vorgängers ein bundesweites digitales Ticket realisieren.

Nachfolger des 9-Euro-Tickets: Länder planen 49-Euro-Ticket

Wie RP Online am Mittwochmorgen berichtet, liege der Redaktion ein Eckpunktepapier zur Verkehrsministerkonferenz vor, das „Eckpunktepapier der Verkehrsministerkonferenz zu Grundsätzen eines bundesweiten ÖPNV-Tickets“. Darin heiße es, dass das Nachfolgeticket zum Start im Jahresabo zum Preis von 49 Euro erhältlich sein soll (Service-News auf RUHR24).

9-Euro-Ticket: Die Länder haben sich offenbar auf einen Nachfolger geeinigt (Symbolfoto).

Das neue Ticket soll demnach vermutlich „Klimaticket Deutschland“ heißen und sowohl digital als auch analog buchbar sein. Das Ticket sei personalisiert und nicht übertragbar und die Mitnahme von Kindern bis sechs Jahren sei kostenlos, berichtet RP Online. Weitere Details zum 9-Euro-Ticket-Nachfolger sind allerdings noch nicht durchgesickert – insbesondere die Frage nach der Finanzierung ist noch offen.

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