4. Bundesliga-Spieltag

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: S04-Profi erlebt rabenschwarzen Tag

Maya Yoshida
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S04-Profi Maya Yoshida mit einer desaströsen Leistung gegen Union Berlin.

Der FC Schalke 04 erlebt gegen Union Berlin ein Debakel. Ein S04-Profi ist an fünf Gegentoren direkt beteiligt. Die Einzelkritik.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke ist am 4. Bundesliga-Spieltag vor heimischem Publikum mit 1:6 gegen Union Berlin untergegangen. Ein S04-Profi bot eine desaströse Leistung. Die Einzelkritik.

BegegnungFC Schalke 04 - Union Berlin
Wettbewerb1. Bundesliga
Spieltag4

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: Maya Yoshida kassiert die Note 6

Alexander Schwolow: Der Schlussmann des FC Schalke 04 wurde in der 5. Spielminute das erste Mal gefordert, rettete glänzend und war bei der anschließenden Ecke und dem daraus resultierenden 0:1 machtlos. Machte beim 0:2 eine unglückliche Figur und muss sich auch beim 1:3 Kritik gefallen lassen: Zwar sieht er den 25-Meter-Hammer spät, doch fliegt dieser nahezu mittig auf seinen Kasten. Beim 1:4, 1:5 und 1:6 frei von Fehlern. Zwölf Torschüsse, sechs Gegentore: Gebrauchter Arbeitstag für den 30-Jährigen. Note: 4

Alexander Schwolow erwischte einen gebrauchten Arbeitstag.

Thomas Ouwejan: Der Standard-Spezialist machte seinem Namen mal wieder alle Ehre. Ruhte das Leder, wurde es prompt gefährlich. Ließ im Gegenzug die Defensivarbeit vermissen, die Berliner Angreifer waren eine Nummer zu schnell für den Niederländer. Note: 3,5

Maya Yoshida: Das war gar nichts. Der Japaner war an fünf Gegentoren direkt beteiligt. War beim 0:1 nur Beiwerk, verlor den Zweikampf vor dem 1:2 gegen Becker, der den Ball in Richtung S04-Sechzehner passieren ließ, versperrte Schwolow die Sicht vor dem 1:3 und fälschte den Ball womöglich noch ab. Beim 1:4 war er gedanklich wohl noch in der Kabine, Becker hatte im Zweikampf erneut leichtes Spiel. Vor dem 1:6 hatte der 34-Jährige im Kopfballduell das Nachsehen gegen Behrens, der auf Michel zum Endstand weiterleitete. Note: 6

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: Malik Thiaw womöglich letztmals für S04

Malick Thiaw: Sein letztes Spiel für den S04? Womöglich. Der 21 Jahre alte Wechselkandidat gab sich sicher im Passspiel, verpasste in der 10. Spielminute per Kopf nur knapp den 1:1-Ausgleich und zeigte bis zur 88. Spielminute eine gute Leistung. Tauchte nach einem langen Ball vor dem 1:5 unter dem Leder durch, Michel hatte anschließend freie Bahn. Note: 3,5

Cédric Brunner: S04 hatte gegen die Gäste ungewöhnlich viel Ballbesitz (fast 60 Prozent), dennoch ging zunächst wenig über die rechte Seite. Nach 20 Spielminuten wurde der Außenverteidiger langsam warm, aus seiner Hereingabe resultierte der Elfmeter (30. Spielminute) für Königsblau. Ließ sich vor dem 1:2 wie ein Kreisliga-Spieler vernaschen von Gießelmann. Note: 4,5

Malick Thiaw machte gegen Union Berlin zunächst ein gutes Spiel - bis zur 88. Spielminute.

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: Marius Bülter trifft zum 1:1-Ausgleich

Alex Král: Verlor einige Zweikämpfe, war aber wie schon gegen den VfL Wolfsburg meist auf sich alleine gestellt, da Krauß immer wieder auf die Zehner Position vorrückte. Machte Platz für Danny Latza (61.) Note: 4

Tom Krauß: Viel mit dem Ball unterwegs - allerdings ohne Tempo und Ideen. Ging wie Král in der 61. duschen, für den Mittelfeldspieler kam Flick in die Partie. Note: 4,5

Marius Bülter: Übernahm Verantwortung beim Elfmeter und verwandelte souverän (31.). Der Treffer zum 1:1-Ausgleich ließ den Angreifer jedoch unverändert, tauchte anschließend wieder ab. Note: 4,5

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: Schwache S04-Offensive

Rodrigo Zalazar: Wirkte ideenlos, nahm Tempo aus dem Spiel und konnte Stoßstürmer Simon Terodde nicht entscheidend in Aktion setzen. Nach 71 Spielminuten war Schluss, für den Uruguayer betrat Mollet den Rasen. Note: 5

Dominick Drexler: Der unauffälligste S04-Spieler in der Offensive. Klärte den Unioner Freistoß vor dem 1:3 in die Mitte - das Geschenk nahm Haberer dankend an und baute die Führung aus. Verließ nach 61 Spielminuten den Platz, für ihn kam Larsson in die Partie. Note: 5,5

Rodrigo Zalazar (blaues Trikot) war gegen Union Berlin nur ein Schatten seiner selbst.

Simon Terodde: Der Stürmer hatte die erste Torchance für S04 (8.) - und was für eine. Den Dropkick lenkte der Berliner Torwart über die Latte. Terodde sah zuvor beim Gegentor - wie Teamkollege Yoshida - überhaupt nicht gut aus. Aktiv, aber unglücklich. Durchwachsene Leistung des Routiniers, der Platz machte für Polter (71.) Note: 4,5

Schalke-Einzelkritik gegen Union Berlin: Jordan Larsson muss noch zulegen

Jordan Larsson: Der Vater war ein Star, der Junior will es wohl mal werden, doch dann muss der Flügelspieler noch eine ganze Schippe drauflegen. Hatte keinen Impact nach seiner Einwechslung (61.), so empfiehlt sich der Schwede nicht für die Startelf. Note: 4,5

Danny Latza: Der 32-Jährige konnte das Spiel stabilisieren. Wurde es gefährlich nach seiner Einwechslung (61.) in der S04-Hälfte, dann über die Außenbahnen. Note: 3,5

Florian Flick: Unauffällig, konnte die Schalker Mannschaft nicht aufraffen. War in der 61. ins Spiel gekommen. Note: 4

Florent Mollet: War nach seiner Einwechslung (71.) bemüht, hätte in der 84. Spielminute fast sein erstes Bundesliga-Tor bejubeln dürfen. Nach einer Ecke landete der Ball beim Franzosen, der das Leder nicht richtig traf und im hohen Bogen auf das gegnerische Tor setzte. Note: 4

Sebastian Polter: Kam wie seine Teamkollegen in die Partie (71.), als diese bereits entschieden war. War in der 81. Spielminute nahe an seinem ersten Pflichtspieltor für Königsblau, doch Union-Verteidiger Leite erwischte den Ball vor dem Stürmer und lenkte diesen an den Pfosten. Note: 4

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