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Das nächste Schalke-Spiel ist erst am Sonntag (15. September). Gut für die Königsblauen: Es bleibt genügend Zeit, die Nationalspieler wieder auf Kurs zu bringen, die in den zehn Tagen zuvor dann unterwegs waren. Weston McKennie (21) ist sogar jetzt schon auf dem Weg von den USA zurück in das Ruhrgebiet.

  • Der S04 muss derzeit, wie viele andere Klubs, mit einem reduzierten Kader trainieren.
  • Einige Profis sind wegen der Länderspiele auf Weltreise.
  • Weston McKennie aber kehrt vorzeitig aus den USA zurück und absolviert nicht das zweite Länderspiel.

Die Erleichterung nach dem 3:0-Sieg gegen Hertha BSC war hör- und sichtbar. Benjamin Stambouli (29) schwärmte anschließend von Amine Harit (22) und Weston McKennie (21).

Mit Letzterem verbinden die S04-Fans diese Saison große Hoffnungen. Der 21-Jährige verkörpert mit seinem Spielstil das Schalke, das die Anhänger sehen wollen: kämpferischen und aufopferungsvollen Fußball.

Neuerdings war das sogar auch außerhalb des Platzes zu vernehmen. McKennie sprach davon, mit Schalke zurück nach Europa zu wollen.

McKennie zählt unter Schalke-Trainer Wagner zum Stammpersonal

Den Start in die Saison konnten die Königsblauen dann als durchaus gelungen bezeichnen. 5:0-Sieg in der ersten DFB-Pokal-Runde plus vier Punkte aus den ersten drei Bundesligaspielen, obwohl zwei der drei Gegner Borussia Mönchengladbach und Bayern München hießen.

USA verloren Länderspiel gegen Mexiko mit 0:3

Umso ärgerlicher waren die nun anstehenden Länderspiele. Insbesondere mit Blick auf McKennie, der meistens nach zwei Länderspielen mit den USA so spät zurück ins Ruhrgebiet kehrt, dass er entweder keine Alternative für das nächste Spiel ist oder ihm die Reisestrapazen in der Partie anzusehen sind.

Dieses Mal kam noch hinzu, dass die USA das erste Länderspiel mit 0:3 (0:1) gegen Mexiko verloren. Selbstvertrauen tanken sieht anders aus.

Als dann auch noch heute die Nachricht publik wurde, dass McKennie nicht in den USA bleibt und stattdessen zu Schalke zurückkehrt, zuckten die Fans der „Knappen“ kurz auf. Eine Verletzung des beliebten zentralen Mittelfeldspielers käme zur Unzeit.

Schließlich ist der neue Trainer David Wagner (47), über den McKennie schwärmt, nach wie vor noch dabei, seine Spielidee zu implementieren. Jeder Ausfall wiegt in dieser Zeit besonders schwer.

McKennie darf nach Absprache vorzeitig zurück zum S04

Doch die S04-Fans können beruhigt aufatmen. Denn der US-Nationalspieler ist nicht verletzt.

McKennie reist wie John Brooks, Sean Johnson, Alfredo Morales, Christian Pulisic und Zack Steffen vorzeitig zum Klub zurück. Alle müssen nach Absprache mit Trainer Gregg Berhalter (47) nicht am nächsten Länderspiel teilnehmen.

Die USA spielen am Donnerstag (12. September, 2 Uhr) gegen Uruguay. Die Partie ist wie schon die gegen Mexiko „nur“ ein Test- und kein Qualifikationsspiel. Da kann Berghalter es sich mal erlauben, auf etablierten Kräfte zu verzichten.