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Der bekannte Schauspieler Peter Lohmeyer (57) hat seine persönliche Konsequenz aus der Affäre um den Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies (63) gezogen. Der S04-Fan tritt als Vereinsmitglied aus.

  • Tönnies hatte mit rassistischen Äußerungen für Empörung gesorgt.
  • Lohmeyer zeigt sich von den Konsequenzen der Aussage enttäuscht.
  • Deswegen reagiert er selbst und kündigt seine Vereinsmitgliedschaft beim FC Schalke 04.

Im Interview mit dem Fachmagazin 11Freunde erklärt Lohmeyer seine Beweggründe. Auf die Frage, warum er als Vereinsmitglied austritt, antwortet der 57-Jährige: „Weil ich Schalker bin!“

Lohmeyer ist sauer und traurig

Weiter erklärt der Schauspieler: „Schalke 04 war immer ein Vorreiter im Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus, und darauf war ich immer sehr stolz.“ Durch die Aussagen von Tönnies, den auch Fortuna-Boss Thomas Röttgermann (58) öffentlich scharf kritisiert, hätte sich das allerdings verändert.

Clemens Tönnies mit Schalke-Schal in der Veltins-Arena. Foto: Bernd Thissen/dpa
Clemens Tönnies mit Schalke-Schal in der Veltins-Arena. Foto: dpa

„Jetzt wird das durch den Metzger in Frage gestellt, und das macht mich sauer – und traurig! Irgendwie kommt es mir so vor als hätten Menschen in diesem Verein diese Haltung nur benutzt und nicht wirklich gelebt“, so Lohmeyer.

Die Diskussion abwarten

Als er von den Aussagen des Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden hörte, sei sein erster Impuls der Austritt gewesen. „Aber ich wollte mich nicht gleich dicke aus dem Fenster lehnen, sondern mal sehen, wie sich die ganze Diskussion weiter entwickelt„, erklärt Lohmeyer.

Dass Tönnies sein Amt nun lediglich für drei Monate ruhen lässt, enttäuscht den prominenten Anhänger: „Im Leitbild von Schalke steht: Von uns Schalkern geht keine Diskriminierung und keine Gewalt aus. Wir zeigen dem Rassismus die Rote Karte“, führt er aus.

Lohmeyer hätte sich Tönnies-Rücktritt gewünscht

Daher verstehe Lohmeyer nicht, wie man bei Tönnies einen Unterschied machen könne. „Wer gegen dieses Leitbild verstößt, ist kein Schalker!“, so Lohmeyer.

Der Schauspieler hätte sich einen Rücktritt des Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden gewünscht. „Sein Rücktritt hätte seine letzte große Tat für Schalke sein können, denn damit hätte er vom Verein eine große Last genommen.“, erklärt er. Die DFB-Ethikkommission kam unterdessen zu keiner Einigung und vertagte eine Entscheidung.

„Aber es ging ihm anscheinend in diesem Moment nicht um Schalke, sondern um ihn selbst“, so Lohmeyer. Alexander Nübel (22) verteidigt Tönnies indes.