Bild: Federico Gambarini/dpa

Schalke-Trainer David Wagner (47) hat sich in einem Interview über die Unterschiede zwischen Bundesliga und Premier League geäußert. Diese liegen laut dem 47-Jährigen vor allem bei den Schiedsrichtern.

  • Laut David Wagner sind die Schiedsrichter in der Premier League großzügiger.
  • Darum ist der Fußball in England schneller.
  • In der Bundesliga macht der Schalke-Trainer im Spiel gegen den FC Bayern schlechte Erfahrungen mit den Unparteiischen.

Wagner: „Schiedsrichter in der Premier League lassen mehr laufen“

„Der größte Unterschied ist für mich die Spielleitung der Schiedsrichter. In England pfeift der Schiedsrichter viel weniger. Er lässt das Spiel mehr laufen“, so Wagner in einem Interview mit den Ruhr Nachrichten.

„Dadurch gibt es weniger Unterbrechungen und das Tempo des Spiels ist wesentlich höher“, bringt der 47-Jährige die Unterschiede zwischen Premier League und Bundesliga auf den Punkt.

„In England habe ich in den ersten Spielen oft Rot für den Gegner gefordert“

Laut Wagner, der zuvor Huddersfield Town in der Premier League trainierte, kam es deswegen zu einigen kuriosen Szenen. „In England habe ich in den ersten Spielen ungefähr acht Mal die Rote Karte für die Gegner gefordert – und wurde ausgelacht. Es wurde nicht mal Foul gepfiffen“, so der Schalke-Trainer gegenüber den Ruhr Nachrichten weiter.

Im Sommer stellte der S04 David Wagner als neuen Trainer vor. Ein erstes Bild von den deutschen Unparteiischen konnte sich der 47-Jährige bei seinem Heim-Debüt als Schalke-Trainer machen. Kleinlich pfiffen die Schiedsrichter dort allerdings nicht.

Bayern-Spiel stellte die Geduld von Wagner mit den Schiedsrichtern auf die Probe

Denn: Im Spiel gegen den FC Bayern (0:3) hätten die „Königsblauen“ gleich zwei Handelfmeter bekommen müssen. Die Pfeife von Schiedsrichter Marco Fritz (41) blieb beide Male stumm. Auch Video-Assistent Bastian Dankert (39) reagierte nicht.

Folglich geriet der Videobeweis in der Bundesliga erneut unter Beschuss. Ein Schalke-Fan fühlte sich sogar so betrogen, dass er Anzeige erstattete. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass Wagner in der Bundesliga schnell bessere Erfahrungen mit den Schiedsrichtern macht.