Bild: Uwe Bassenhoff

Nach der verkorksten abgelaufenen Saison möchte der FC Schalke 04 nach der Sommerpause endlich wieder erfolgreichen Fußball spielen. Dafür fordert U19-Trainer Norbert Elgert (62) mehr Schalke Profis wie Weston McKennie (20).

  • Elgert war am Mittwochabend auf einer Lesung in der Veltins-Arena
  • Dort sprach er unter anderem über die enttäuschende Bundesligasaison
  • Bei der Veranstaltung kamen auch einige seiner ehemaligen Spieler zu Wort

Nach dem knappen Ausscheiden seines Teams im Halbfinale um die deutsche A-Jugend-Meisterschaft, war Elgert bei der Veranstaltung in der Schalker Arena schon wieder bester Laune.

Elgert stellt sein Buch vor

Der Erfolgstrainer stellte sein Buch „Gib alles – nur nie auf!“ vor. Die Biografie erschien Mitte April und brachte bereits pikante Details zutage.

Bei dem Talk kritisierte Elgert die flapsige Einstellung einiger Profis zu ihrem Beruf. „Profi bist du für mich nicht durch eine Unterschrift unter einen Vertrag, oder dadurch, dass du Millionen verdienst, sondern dadurch, dass du dir jeden Tag den Arsch aufreißt“, erklärte er.

Ehemalige Schützlinge sind voller Lob

Elgert selbst lebt diesen Ehrgeiz jeden Tag vor. Das bestätigten seine ehemaligen Spieler, die per Videobotschaft zu Wort kamen.

Ralf Fährmann (30) sagte über seinen Ex-Trainer: „Er hat nicht ohne Grund so einen bombastischen Ruf. Den hat er sich erarbeitet und Jahr für Jahr wieder bestätigt.“

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Und weiter: „Er verkörpert einfach alle Facetten eines Trainers. Er ist Motivator, er ist Psychologe, er ist Mentor. Er kann Ersatzvater sein, er kann Technikfuchs sein, er kann Taktikfuchs sein. Er lebt das einfach jeden Tag zu 104 Prozent vor, was es heißt, Profi zu sein. Wir alle, die unter ihm trainieren durften und ihn ein Stück begleiten durften, sind darüber unheimlich froh und dankbar.“

Auch Thilo Kehrer (22), der mittlerweile bei Paris St. Germain unter Vertrag steht, schwärmte von Elgert. „Am meisten schätze ich seine menschliche Art. Sein Verständnis, Charaktere und Spieler zu lesen und genau zu fühlen, was in den Spielern vorgeht. Man sieht es alle Jahre wieder, wie erfolgreich er mit den Jungs ist, allerhöchsten Respekt dafür“, erklärte der Nationalspieler.

McKennie hat eine „Hammer-Einstellung“

Nachdem auch die Videobotschaft von Schalke-Profi McKennie, der mit den USA beim Gold Cup 2019 gegen Guyana startet, gezeigt wurde, geriet Elgert ins Schwärmen. Der junge US-Amerikaner, der im Testspiel mit den USA eine deutliche Niederlage hinnehmen musste, sei ein „lockerer Typ“, aber habe eine „Hammer Einstellung“, erklärte er.

„Der hat die Mentalität und Intensität, die jeder haben sollte, der hier spielt“, so Elgert über McKennie. Der Mittelfeldspieler gibt auch nach eigener Aussage „immer 100 Prozent.“

Seinen ehemaligen Schützling kann Elgert unter anderem beim Gold Cup bewundern. Dort feierte McKennie mit den USA gegen Trinidad und Tobago einen Rekordsieg.

U19-Trainer Elgert warf abschließend auch noch einen Blick auf den gesamten Verein: „Ich hoffe und bin mir sicher, dass wir diesen Weg auch wieder forcieren werden und wieder dahin kommen, dass wir demnächst wieder mehr Spieler haben, die diese Schalke-Mentalität und Intensität haben.“

Konkurrenz könnte auf diesem Weg von PSG kommen, die eine Jugendakademie in Oberhausen und Düsseldorf eröffnen.