Tönnies kündigt weitere Transfers an - und will jetzt wieder öfter die Klappe aufmachen

Clemens Tönnies kündigt weitere Transfers bei Schalke an. Foto: Bernd Thissen/dpa
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Clemens Tönnies kündigt weitere Transfers bei Schalke an. Foto: Bernd Thissen/dpa

Clemens Tönnies kündigte weitere Transfers an. Er möchte Alexander Nübel halten. Er möchte weiter durchgreifen auf Schalke. Hier mehr lesen.

Nach seiner Wiederwahl in den Aufsichtsrat möchte Clemens Tönnies (63) auf Schalke weiter aufmischen. Im Interview mit Die Glocke erklärt er wie.

Lange konnte Schalke keine Transfers für die kommende Saison verkünden. Doch als Jonjoe Kenny (22) als erster Neuzugang vorgestellt wurde, kam ein Stein ins Rollen. Und der soll in voller Fahrt sein.

Tönnies mit Last-Minute Transfers?

Denn wie Tönnies, der sich nach rassistischen Äußerungen dem Ehrenrat stellen muss, gegenüber der Tageszeitung Die Glocke erklärte, könnten noch Neuzugänge folgen. Und die Transferperiode läuft noch bis zum 2. September.

"Wer das Geschäft kennt, der weiß, dass häufig kurz vor Schluss die wichtigsten Transfers vollzogen werden können", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende. Schalke schlug immerhin schon einige Male zu. Ein potentieller Kandidat könnte Matheus Pereira (23) von Sporting Lissabon (ehemals 1. FC Nürnberg) sein. Ein weiterer Kandidat könnte Stanley Nsoki (20) von PSG sein, an dem Schalke interessiert sein soll.

Neben Benito Raman (24), der durch ein Tauschgeschäft mit Bernard Tekpetey (21) von Fortuna Düsseldorf kam, und Wagner-Wunschspieler Ozan Kabak (19), konnten sich die Knappen auch die Dienste von Markus Schubert (22) von Dynamo Dresden sichern. Der begibt sich nun in einen Zweikampf mit Alexander Nübel (22).

Nübel soll gehalten werden

Auch zur Causa Nübel äußerte sich Tönnies, der wohl dafür gesorgt hat, dass es ihm Ehrenrat von Schalke einen Rücktritt gab. Oft stand zur Debatte, dass der talentierte Torhüter zum Liga-Konkurrenten Bayern München wechselt, doch der 63-Jährige hat andere Pläne. "Er ist ein sehr gefragter Torwart. Wir werden das uns Mögliche tun, um ihn zu halten." Schalke forderte nun eine Entscheidung des Torhüters.

Ob das möglich ist, wird sich zeigen. Nübel, der auch bei RB Leipzig auf dem Zettel stehen soll, äußerte sich zuletzt oftmals kritisch, zeigte sich unzufrieden mit dem Umgang mit seiner Vertragsverlängerung. Hier hieß es oft, Ex-Manager Christian Heidel (56) hätte sich mit Nübels Vertrag verspekuliert.

"Ich bin selbstkritisch und will mich nicht wegducken"

Mit Blick auf die Vergangenheit schlug Tönnies, dem sein Neffe Robert (41) Größenwahn vorwirft, dann auch selbstkritische Töne an. Er sei in den letzten Jahren "der unruhige Geist auf Schalke, der mahnt, antreibt, ermuntert" gewesen. Nach seiner rassistischen Aussage über Afrika wurde er nun von Reinhard Rauball (72) kritisiert. Dabei kam es auch zu Reibereien zwischen Tönnies und den Ultras. In den letzten drei Jahre habe er sich zurückgehalten. Das solle sich nun aber ändern. Eine klare Ansage an Nabil Bentaleb (24) und Hamza Mendyl (21) gab es schon - sie sollen den Verein verlassen.

"Viele Leute haben mir in dieser Zeit zu verstehen gegeben, dass ich Dinge wieder konsequenter hinterfragen soll", sagte Tönnies gegenüber Die Glocke. Er attestierte sich weiterhin Selbstkritik und sagte, er wolle sich dem stellen. David Wagner stellte sich indes nach der Niederlage gegen Norwich City dem Mikrofon und zeigte sich zumindest teilweise zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.