Schalke 04: Wie weit ist David Wagner mit seinen Vorstellungen?

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Trainer David Wagner gibt während eines Spiels mit dem FC Schalke 04 Anweisungen. Foto: Jan Woitas/dpa

Schalke-Trainer David Wagner ist seit knapp vier Monaten im Amt. Wir ziehen ein ersten Zwischenfazit. Hier weiterlesen und mehr erfahren.

David Wagner (47) ist jetzt seit gut drei Monaten der Cheftrainer vom FC Schalke 04. Vor der anstehenden Länderspielpause wird es nun Zeit ein erstes Zwischenfazit zu ziehen und zu gucken, ob die Mannschaft bereits seine taktischen Vorstellungen umsetzt.

  • Schalke 04 muss sich den Vorstellungen von David Wagner anpassen.
  • Der neue Cheftrainer will aggressives Angriffspressing sehen.
  • Dafür wird Geschwindigkeit und hohe Laufbereitschaft benötigt.

Schalke 04: In der letzten Saison war kein taktisches Konzept zu erkennen

Nach nur 33 Punkten in der vergangenen Spielzeit wurde es dringend Zeit einiges im taktischen Bereich der Schalker-Mannschaft zu ändern. Oftmals fehlte es an Ideen, um den Gegner wirklich unter Bedrängnis zu stellen.

Daran sind bereits die vorherigen Schalke-Trainer Domenico Tedesco (34, der mit Spartak Moskau in Verbindung gebracht wird und Huub Stevens (65) gescheitert, der gerade noch so den Abstieg verhindern konnte.

David Wagner fordert aggresives Pressing von seiner Mannschaft

Bereits bei seinem Amtsantritt erzählte David Wagner, der nicht an eine Schalke-Rückkehr in den Europapokal glaubt, in Interviews, dass er die Spielphilosophie von Jürgen Klopp (52) und Ralf Rangnick (61) – dem aggressiven Angriffspressing – bevorzugt.

Der Bereich in dem die Schalke-Spieler attackieren sollen, wurde dafür immer etwas weiter nach vorne verschoben. Als gutes Beispiel dient Guido Burgstaller (30), der unermüdlich die gegnerische Verteidigung anläuft. Jener Guido Burgstaller übrigens, der nach Australien wechseln will.

In der bisherigen Saison ist bereits ein Fortschritt unter David Wagner zu erkennen, was unter anderem das Spiel gegen RB Leipzig zeigt. Dennoch zeigen die Partien gegen den FSV Mainz 05 und den 1. FC Köln, dass gerade im spielerischen Bereich noch viel Luft nach oben ist.

Die Schalker-Mannschaft verfügt endlich wieder über Schnelligkeit

In dem System des Schalke-Trainers ist es wichtig, dass nach einem Ballgewinn direkt zum Angriff übergegangen wird. Dafür benötigt es schnelle Spieler, die mit Benito Raman (24), dem vom BVB-Star Jadon Sancho (19) schwärmenden Rabbi Matondo (19) oder Amine Harit (22), den Marokko-Trainer Halilhodzic heftig kritisiert, zur Verfügung stehen.

Gerne erinnern sich die Schalke-Fans noch an "Tempodribbler" wie Leroy Sané (23) oder Jefferson Farfan (34), die auf Schalke zu Publikumslieblingen wurden.

Neben der Schnelligkeit der Spieler ist es notwendig, dass die Laufbereitschaft stimmt. Dies wurde in den bisherigen Spielen bereits gut umgesetzt, wo Schalke 04 oftmals mehr als der Gegner gelaufen ist.