Tedesco: Ein Spiel mit zwei Halbzeiten

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Schalke konnte gegen Tabellennachbar Augsburg nur einen Punkt holen. Am Ende wäre drei Punkte eventuell sogar verdient gewesen, sagte Trainer Tedesco.

Vor dem Spiel gegen Augsburg sah sich Domenico Tedescos Schalke einer ungewohnten Situation ausgesetzt. Die hatte vor allem auch etwas mit tabellarischer Nähe zu tun. Das Spiel gestern zeigte aber: qualitativ ist man nicht da, wo man sein sollte.

Tedesco setzte im Vergleich zum Champions League-Spiel gegen Moskau auf Caligiuri, Rudy, Oczipka, Harit und Skrzybski, die für Schöpf, Mascarell, Goller, Konoplyanka und den verletzten Mendyl kamen.

In der ersten Halbzeit sah sich Schalke zunächst einem Sturmlauf der Augsburger ausgesetzt. Nach dem Spiel sagte Tedesco: "In der ersten Hälfte haben wir Augsburg kaum Paroli bieten können. [...] Folgerichtig lagen wir zur Pause mit 0:1 zurück."

Der 33-Jährige sah in der zweiten Halbzeit dann aber eine klare Leistungssteigerung: "Wir haben im zweiten Durchgang ein bisschen mehr Kontrolle gehabt, dann war es von unserer Seite ein ganz ordentliches Spiel, das man am Ende auch gewinnen kann", so Tedesco.

In den personellen Wechseln und den damit einhergehenden taktischen Umstellungen sah er indes einen weiteren Grund für die stärkere Phase seiner Mannschaft, brachte Tedesco in der Pause mit Bentaleb für Rudy und Wright für Skrzybski offensives Personal, welches das Schalker Spiel auch durchaus belebte.

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Am Ende war man im königsblauen Lager sogar auf einen Sieg aus: "Mir müssen mit dem Punkt leben, sind aber natürlich enttäuscht, dass es nicht drei geworden sind", sagte Tedesco nach dem Spiel, wie Schalke04.de zusammenfasst.

Und so sah Schalke und vor allem Tedesco "ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten", in welchem zum Schalker Ärgernis nur eine der beiden gut war. Die Lage wird langsam brenzlig und die Fans langsam unruhig. Tedesco muss nun sehen, dass aus einer schnell zwei gute Halbzeiten werden.