Drei Erkenntnisse: So analysiert Tedesco seine Schalke-Zeit

Trainer Domenico Tedesco während eines Heimspiels des FC Schalke 04. Foto: Guido Kirchner/dpa
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Trainer Domenico Tedesco während eines Heimspiels des FC Schalke 04. Foto: Guido Kirchner/dpa

Domenico Tedesco blickt zurück. Der Trainer hat seine Zeit auf Schalke analysiert. Er kommt zu drei Erkenntnissen. Hier die Infos.

Nach ein paar ruhigen Monaten rückt Domenico Tedesco (34), dem André Schürrle in Moskau wegen des Coronavirus spektakuläre geholfen hat, wieder mehr in den Fokus. Übernimmt er diese Saison einen neuen Klub? Zunächst analysierte er offenbar seine Zeit beim FC Schalke 04.

  • Derzeit bereitet sich Domenico Tedesco mit Hospitationen und Fortbildungen auf seine nächste Station vor.
  • Zudem hat der Trainer seine Zeit beim FC Schalke rückblickend analysiert.
  • Die Zusammenstellung des Kaders sowie die Spielphilosophie waren demnach zwei elementare Fehler.

Schalke 04: Domenico Tedesco wurde vor sechs Monaten freigestellt

Am 14. März wurde Domenico Tedesco, gegen den Friedhelm Funkel (65) schießt, als Trainer vom FC Schalke 04 freigestellt. Sein Vertrag bei den Königsblauen ist noch bis zum 30. Juni 2022 gültig.

Aussitzen will Schalke-Mitglied Domenico Tedesco den gut dotierten Kontrakt nicht. Am liebsten hätte der Deutsch-Italiener bereits zwei Wochen nach der Freistellung wieder gearbeitet, weil ihm nach Buzz04-Informationen die Decke auf den Kopf fiel.

Tedesco war bei Cristiano Ronaldo und Juve zur Hospitation

Doch die Erholung nach 20 intensiven Monaten beim S04, der von Markus Weinzierl und Stefan Effenberg gewarnt wird, war wichtig. Außerdem nutzte Tedesco die Auszeit beispielsweise für eine mehrtägige Hospitation bei Juventus Turin um Superstar Cristiano Ronaldo (34).

Zudem arbeitet der Trainer seine Zeit auf Schalke, die wohl nach der Zeit des 34-Jährigen José Mourinho (56) zu sich lotsen wollten, auf, wie die Sport Bild berichtet. Demnach kamen drei Erkenntnisse dabei heraus.

Schalke 04: Thomas Delaney sollte eigentlich verpflichtet werden

Zum einen, dass der Kader falsch zusammengestellt war. Domenico Tedesco, der mit Spartak Moskau in Verbindung gebracht wird, wollte unter anderem unbedingt Thomas Delaney (28) von Werder Bremen in seinen Reihen wissen, der aber zu teuer war und deswegen beim BVB landete.

Wie wichtig der 28-Jährige mit seiner kämpferischen Art und Weise selbst für den Champions-League-Teilnehmer ist, zeigte nicht zuletzt das Heimspiel gegen den FC Barcelona. An seiner Stelle verpflichteten die "Knappen" einst Omar Mascarell (26) - Suat Serdar (22), der etwas anderen Schalke-Superstar, war sogar ähnlich außen vor.

Kader war laut Tedesco zu groß

Doch der Kader war laut Tedesco, der zuletzt schon erste Kontakte zu neuen Klubs knüpfte, nicht nur deswegen falsch zusammengestellt, wie die Sport Bild weiter berichtet. Demnach war er schlichtweg zu groß - trotz Teilnahme an der Champions League im zweiten Jahr unter der Führung des 34-Jährigen.

Wurde demnach seine Stärke, viele Meinungen von Experten einzubeziehen, zur Schwäche? Der Teamgeist litt auf jeden Fall in der vergangenen Saison stark.

Schalke hätte offensiver Fußball spielen sollen

Die dritte Erkenntnis der Analyse von Domenico Tedesco, der Schalke durch den Wechsel zu Spartak Moskau 5 Millionen Euro Ersparnis bringt, betrifft den Fußball an sich. Nach der zwar erfolgreichen, aber nicht schön anzuschauenden Premierensaison, wollte der Trainer, der nach dem Derby Wraps an die Fans von Schalke 04 verteilte, die Spielphilosophie ändern. Aber wohl zu schnell und drastisch.

Kurios: Bei seinen Stationen in den Junioren-Abteilungen vom VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim sowie beim Zweitligisten Erzgebirge Aue ließ der Deutsch-Italiener offensiver spielen.

Ob das bald wieder woanders zu sehen ist? Zunächst peilt Tedesco, dessen Wechsel Schalke viel Geld sparen würde, laut Sport Bild in den kommenden Wochen weitere Fortbildungen im Ausland an. Schalke, für das Thilo Kehrer (23) noch immer einen Platz in seinem Herzen hat, muss derweil gegen Tabellenführer Leipzig ran. Das Spiel gibt es hier im Liveticker.

Die Ex-Schalker Domenico Tedesco (33) als Trainer von Spartak und Benedict Höwedes (31) als Spieler von Lokomotive treffen am Sonntag (27. Oktober) im Schalke-Duell in Moskau aufeinander. Die Partie beginnt um 15.30 Uhr.