Der etwas andere Superstar der Bundesliga: Suat Serdar glänzt auf Schalke

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Suat Serdar beim Schalke-Spiel im DFB-Pokal beim SV Drochtersen/Assel. Foto: Axel Heimken/dpa

Der FC Schalke 04 hat den etwas anderen Superstar. Suat Serdar hat kein leichtes Jahr hinter sich. Bis jetzt. Hier die Infos.

Suat Serdar (22) geht beim FC Schalke 04 derzeit fast schon unter. Dabei glänzt der zentrale Mittelfeldspieler mit seinem bekannten Stil - der aus verschiedenen Gründen nun aber positiver zur Geltung kommt.

  • Suat Serdar blüht beim FC Schalke 04 immer mehr auf.
  • Unabhängig von seinen zuletzt erzielten Toren glänzt der zentrale Mittelfeldspieler auch in anderen Kategorien.
  • Der 22-Jährige selbst will aber vor allem auch einen anderen Punkt an sich ändern.

Schalke 04: Suat Serdar ist technisch stark und aggressiv in Zweikämpfen

Es war noch in der 1. Halbzeit, als Suat Serdar, den Senol Günes (67) nach dessen DFB-Nominierung kritisiert, zum Dribbling ansetzte und gleich drei Spieler vom RB Leipzig stehen ließ. Nicht nur, dass der 22-Jährige sich überhaupt gleich gegen drei Gegenspieler durchsetzte.

Die Art und Weise, wie der zentrale Mittelfeldspieler die Zweikämpfe für sich entschied, war symptomatisch. Mit Wucht und Aggressivität, aber ebenso auch mit dem Gespür für die richtige Technik im richtigen Moment.

Suat Serdar flog vergangene Saison zweimal vom Platz

Das sah bei Suat Serdar, der laut Christian Heidel fast bei der TSG Hoffenheim gelandet wäre, in der vergangenen Saison schon einmal anders. Oder besser gesagt zweimal.

Am 16. Februar langte der 22-Jährige mit gestrecktem Bein gegen Mike Frantz (32) vom SC Freiburg übel hin und sah die Rote Karte. Drei Spiele lang wurde er anschließend vom DFB-Sportgericht gesperrt.

Drei Spiele Sperre für grobes Foulspiel gegen Mike Frantz

Als Suat Serdar, mit dem Schalke verlängern will, wiederkam, dauerte es nur drei weitere Partien, ehe er erneut vom Platz gestellt wurde. Am 6. April kassierte der zentrale Mittelfeldspieler in der Nachspielzeit gegen Eintracht Frankfurt (1:2) die Gelb-Rote Karte.

Aus dem zweiten Foulspiel resultierte zudem noch ein Freistoß für Eintracht Frankfurt, der zum Siegtreffer führte. Wenngleich die Partie im Anschluss noch wegen der Schiedsrichter-Entscheidungen hitzig diskutiert wurde.

Schalke: Suat Serdar will keine Platzverweise mehr bekommen

"Ich möchte keine zwei Roten Karten mehr bekommen, es waren meine ersten beiden Platzverweise. Eigentlich bin ich nicht so ein Spieler, aber es hat zur Saison gepasst", zitieren die Ruhr Nachrichten Suat Serdar nach dem 3:1-Sieg bei RB Leipzig.

Nicht nur in Leipzig glänzte Serdar, der mittlerweile sein Debüt für die Nationalmannschaft feierte. Doch die Werte vom Spiel gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer bestätigten sein Hoch.

Bei RB Leipzig mit starker Passquote und Laufdistanz

Suat Serdar lief satte 11,44 Kilometer und hatte eine starke Passquote von 75 Prozent. Dass der 22-Jährige viel laufen kann, ohne so schnell müde zu werden, war kein Geheimnis mehr. Bei internen Tests zählte er bereits wiederholt zu den Besten von Schalke, wo auf NBA-Methoden von Phil Jackson (74) gesetzt wird.

Dass es allerdings mittlerweile so gut für ihn beim S04 läuft, war zu Saisonbeginn nicht zu erahnen. Knieprobleme zwangen den Ex-Mainzer dazu, die ersten beiden Bundesligaspiele der laufenden Saison von der Tribüne aus beobachten zu müssen.

Suat Serdar traf für Schalke in Paderborn und gegen seinen Ex-Klub Mainz 05

Am 3. Spieltag gegen Hertha BSC (3:0) wurde Suat Serdar für 26 Minuten eingewechselt. In den vergangenen drei Partien war er dann eine unverzichtbare Größe und unterstrich das unter anderem mit Toren gegen den SC Paderborn (5:1) und Mainz 05 (2:1).

Dabei profitierte er zunächst davon, dass Weston McKennie (21) vor dem Spiel in Paderborn wegen einer Magen-Darm-Grippe geschwächt war. Danach führte wegen guter Leistungen schlicht und ergreifend kein Weg mehr an ihm vorbei.

Wechsel von Domenico Tedesco hin zu Huub Stevens tat ihm gut

Nun ist Suat Serdar, der Ozan Kabak (19) nach dessen Militär-Salut verteidigte, mit der aktuellen Form nicht mehr aus dem Team des FC Schalke 04 wegzudenken. Für den zentralen Mittelfeldspieler ist der Ursprung bereits auf das letzte Drittel der vergangenen Saison zurückzuführen.

"Der Trainerwechsel hat mir gutgetan, ich kam besser in die Mannschaft rein und konnte viel mehr von meinen Qualitäten zeigen." Dem dürfte derzeit niemand widersprechen.