Bild: dpa

Rabbi Matondo (18) vom FC Schalke 04 hat Ärger am Hals. Der walisische Nationalspieler wurde von der Polizei aus einem Flugzeug für eine Befragung geführt. Hat er eine Stewardess beleidigt? Der 18-Jährige bestreitet die Vorwürfe vehement.

  • Die englische Polizei führte Rabbi Matondo (18) aus einem Flugzeug
  • Der walisische Nationalspieler soll erst Anweisungen einer Stewardess missachtet und diese dann wiederholt beleidigt haben
  • Schalke hat Kontakt mit dem Flügelspieler aufgenommen, der die Vorwürfe vehement bestreitet

Die Fluggesellschaft easyJet bestätigte gegenüber der englischen Tageszeitung Daily Mail einen Polizeieinsatz am Donnerstag (30. Mai) auf dem Flughafen von Bristol (England). Ebenso räumte der walisische Fußballverband ein, dass es einen Vorfall um einen Nationalspieler gegeben habe.

Schalke bestätigt: Polizei befragte Matondo

Namen wurden nicht genannt. Fakt ist jedoch, dass Rabbi Matondo (18), der sich im Testspiel gegen FC Twente (1:1) verletzte, von der Polizei aus dem Flugzeug zu einer Befragung mitgenommen hat. Das bestätigte der FC Schalke 04, der übrigens ein Auge auf Daishawn Redan (18) vom FC Chelsea geworfen haben soll, gegenüber Sky Sport.

Der S04, der wegen anstehender Länderspiele zum Trainingsauftakt wohl auf einige Schalke-Spieler wird verzichten müssen, hat Kontakt zum Spieler aufgenommen, der sich derzeit mit der Nationalmannschaft von Wales auf Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft 2020 gegen Kroatien und Ungarn vorbereitet. Die Mannschaft hatte ein Trainingslager in Faro (Portugal) bezogen und war am Donnerstag (30. Mai) in Richtung Heimat geflogen.

Matondo soll Stewardess zweimal als „Schlampe“ bezeichnet haben

Laut Daily Mail und BBC soll Matondo, der Schalke das lange vermisste Tempo zurückbringt, sich im Flugzeug zunächst geweigert haben, den Sicherheitsgurt beim Start anzulegen. Anschließend soll er eine Stewardess zweimal als „Schlampe“ bezeichnet und eine Entschuldigung verweigert haben.

Gegenüber der Daily Mail sagte ein Passagier unter anderem: „Er hat vor seinen Freunden angegeben.“

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Gegenüber Schalke ließ Matondo ausrichten, dass er die Vorwürfe vehement bestreitet und darüber sehr aufgebracht sei. Weil laut Polizei kein Zeuge aufzufinden war, der die Behauptungen bestätigen konnte, durfte der 18-Jährige nach zehn Minuten Befragung wieder gehen und die Reise fortsetzen.

Die anderen Flugzeug-Passagiere mussten laut übereinstimmenden Medienberichten 15 Minuten warten, nachdem die Polizei den jungen Profi hinausbegleitet hatte. Für den S04 ist der Fall anscheinend erledigt, wie sich anschließend herausstellte.

Schalke sieht keine Notwendigkeit zu reagieren

„Wir sehen keine Notwendigkeit zu reagieren, da der Spieler auch bei der walisischen Nationalmannschaft ist“, sagte ein Sprecher des Klubs der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Matondo selbst ließ über einen Berater mitteilen, sich juristischen Rat einholen zu wollen. Nun stellte sich auch noch Jochen Schneider schützend vor den Spieler.

Schalke hatte den 18-Jährigen Ende Januar von Manchester City verpflichtet. Seitdem kamen sieben Kurzeinsätze in der Bundesliga über insgesamt 184 Spielminuten zusammen.

Laut dem mittlerweile zurückgetretenen Sportvorstand Christian Heidel, sei Manchester City über den Abgang von Matondo nicht begeistert gewesen. Der Spieler selbst bestätigte nach dem Transfer, dass auch andere Klubs an ihm interessiert gewesen sind.

Auf Schalke muss er sein Talent aber noch nachweisen. Die königsblauen Fans waren aber bereits vom Matondo-Tempo beeindruckt, was ein Video vom Heimspiel gegen den FC Augsburg auch zeigt.