Ausgeliehen an die TSG Hoffenheim

Tabula rasa: Sebastian Rudy rechnet mit Schalke ab und schießt mehrfach scharf gegen den S04

Sebastian Rudy (l.), hier im Trikot der TSG Hoffenheim, schießt gegen den FC Schalke 04.
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Sebastian Rudy (l.), hier im Trikot der TSG Hoffenheim, schießt gegen den FC Schalke 04.

Das ist mehr als deutlich. Sebastian Rudy schießt heftig gegen Schalke. Der Nationalspieler nimmt den S04 förmlich auseinander.

  • Sebastian Rudy ist im Sommer 2018 zum FC Schalke 04 gewechselt.
  • Mittlerweile spielt der 29-Jährige auf Leihbasis bei der TSG 1899 Hoffenheim
  • Der deutsche Nationalspieler hat daher eine deutliche Botschaft für den S04.

Gelsenkirchen / Hoffenheim: Sebastian Rudy (29) wechselte 2018 als vermeintlicher Königstransfer zum S04. Der 29-Jährige konnte die in ihn gesetzten Erwartungen allerdings zu keinem Zeitpunkt erfüllen. 

FC Schalke 04: Sebastian Rudy wechselte als Königstransfer zum S04

16 Millionen Euro ließ sich der FC Schalke 04 vor knapp anderthalb Jahren die Verpflichtung von Sebastian Rudy, für den die weitere Zukunft mit dem S04 abgeklärt zu sein scheint, vom FC Bayern München kosten. Der deutsche Nationalspieler schloss sich den "Knappen" auf ausdrücklichen Wunsch des damaligen Trainers Domenico Tedesco (34) an.

Kurze Zeit später folgte jedoch bereits die königsblaue Ernüchterung. Sowohl Schalke als auch der Spieler selbst blieben in der Spielzeit 2018/2019 weit hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück. 

S04: Schalke und Sebastian Rudy zogen im Sommer die Reißleine

Am Ende der Saison durfte der 29-Jährige lediglich 17 Startelfeinsätze für den S04 absolvieren. Zehnmal stand der defensive Mittelfeldspieler sogar ohne Einsatz im Kader. Für einen Königstransfer ist dies eine erschreckende Bilanz. Schlussendlich verlieh Schalke Sebastian Rudy an die TSG Hoffenheim.

Denn Chancen auf einen Stammplatz hätte sich der Defensivspezialist wohl auch unter dem neuen Trainer David Wagner (48) nicht ausrechnen dürfen: "Es gab ziemlich klare Signale, dass es auf Schalke in eine andere Richtung gehen würde, sodass ich mir dann meine Gedanken gemacht habe", stellte die Leihgabe des S04 in einem Interview mit t-online.de fest.

FC Schalke 04: Sebastian Rudy schießt gegen den S04

Mit der Entscheidung zur TSG Hoffenheim zurückzukehren sei Sebastian Rudy laut eigener Aussage "sehr glücklich". In Sinsheim ist der 29-Jährige sozusagen in seine Komfortzone zurückgekehrt.

Dennoch hat der deutsche Nationalspieler mit seiner Zeit beim S04 noch keineswegs abgeschlossen: "Mir kam es definitiv so vor, als sei ich in der Öffentlichkeit zum Gesicht der Krise auserkoren worden", offenbart der defensive Mittelfeldspieler. Schimmer noch: Sebastian Rudy muss wohl aus zwei Gründen zurück zum FC Schalke 04.

Damit nicht genug. Denn Sebastian Rudy hat auch eine deutliche Botschaft für die "Knappen": "Auch wenn ich die Fehler immer erst bei mir selbst suche und sicher welche gemacht habe: Da hat Schalke es verpasst, mich als Spieler zu schützen", führt der 29-Jährige im Interview mit t-online.de fort. 

Sebastian Rudy: "Auf Schalke wollte man mich zu einem anderen Spieler machen"

Beim S04 besitzt der Defensivspieler noch einen gültigen Vertrag bis 2022. Dass Sebastian Rudy nach Ende seiner Leihfrist zum FC Schalke 04 zurückkehrt, darf allerdings stark bezweifelt werden. 

Vor allem, wenn der (Leih-)Hoffenheimer weiterhin derartige Spitzen gegen seinen Noch-Arbeitgeber verteilt: "Auf Schalke waren plötzlich andere Tugenden von mir gefragt. Man hat versucht, mich zu einem anderen Spieler zu machen", klagt der 29-Jährige im Gespräch mit t-online.de

Video: Verlorenes Jahr für Sebastian Rudy - Rückkehr zu Hoffenheim

"Es hätte jedoch klar sein müssen, dass es zu spät ist, mich mit meinen 29 Jahren umzuformen." Im Leben lernt man allerdings nie aus. Diese uralte Weisheit haben der FC Schalke 04 und Domenico Tedesco in der Causa Sebastian Rudy am eigenen Leib zu spüren bekommen. 

Im Sommer kann der 29-Jährige sein Kapitel beim S04 allerdings endgültig zu den Akten legen. Laut übereinstimmenden Medienberichten sicherte sich die TSG Hoffenheim eine Kaufoption in Höhe von 6 Millionen Euro für Sebastian Rudy. Ein teures Missverständnis für Schalke.