Bild: Ina Fassbender/dpa

Für viele Schalke-Kritiker stand vor allem Sebastian Rudy (29) symbolisch für die katastrophale Saison der Königsblauen. In einem Interview hat der zentrale Mittelfeldspieler nun dazu Stellung bezogen und unter anderem auch über seine Zukunft gesprochen.

„Es ist nicht schön, ständig kritisiert zu werden. Berechtigte und konstruktive Kritik gehört natürlich dazu und ist auch wichtig, aber ich verstehe nicht, wenn nur noch negativ über einzelne Spieler berichtet wird.“

Für Rudy ging es jahrelang nur bergauf

Rudy hat in einem Interview mit Goal Stellung dazu bezogen, wie es ist, nicht mehr nur positive Schlagzeilen über sich zu lesen. Jahrelang stand der 29-Jährige anscheinend auf der Sonnenseite des Lebens und erlebte – ganz gleich, ob bei der TSG Hoffenheim, dem FC Bayern München oder der Nationalmannschaft – einen Aufschwung.

Bis vor einem Jahr. Mit dem Wechsel vom Deutschen Rekordmeister zu Schalke, wendete sich das Blatt. Das bekamen jetzt auch Christian Heidel und Domenico Tedesco zu spüren, die heftige Kritik von Klub-Legenden einstecken mussten.

Der prädestinierte Sündenbock

„Wenn man mit hohen Erwartungen vom FC Bayern kommt, dann aber Probleme hat und die komplette Saison schlecht läuft, ist man der prädestinierte Sündenbock. Doch diese Denkweise ist mir zu einfach“, so Rudy im Interview mit Goal weiter.

Der deutsche Nationalspieler, der zuletzt von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr nominiert wurde, gibt zwar zu, dass Fußball-Profis damit umzugehen haben. Doch zugleich sagt er auch, dass es „im Fußball nicht immer fair“ ist.

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Im Gespräch mit Goal unterstreicht Rudy, dass pausenlose negative Berichterstattung über einzelne Spieler „nicht spurlos an einem vorbeigeht und weh tut. Manche Leute müssen sich vor Augen führen, was sie damit anrichten können.“

Für den 29-Jährigen sind „Fußballprofis eben keine Maschinen, sondern auch nur Menschen mit Gefühlen. Man hat manchmal den Eindruck, dass häufig nur noch draufgehauen wird.“

Gedanken an einen möglichen Abgang hat Rudy nicht verschwendet

Rudy selbst will sich deswegen aber nicht verstecken, sondern sich mit „voll aufgeladenem Akku bestmöglich präsentieren“. Gedanken an einen Abgang habe er nicht verschwendet. Auch, weil „ich nicht das gezeigt habe, was ich eigentlich kann. Deshalb bin ich von meinen persönlichen Leistungen enttäuscht.“

Der Gedanke daran, den Kritikern zu beweisen, dass er es besser kann, motiviere ihn. Das will er vor allem auf Schalke beweisen – dann mit einigen Neuzugängen?

Aktuelle S04-Themen:

„Gerade nach einer solchen Spielzeit will und kann ich mich nicht einfach verabschieden. Jeder Einzelne von uns steht in der Pflicht, wieder gutzumachen, was wir in den vergangenen Monaten angerichtet haben“, so Rudy. Das möchte er auch in der neuen Saison tun.