Schalke: Kein Platz für Schöpf im neuen System unter Wagner?

Alessandro Schöpf. Foto: Tim Rehbein/dpa
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Alessandro Schöpf. Foto: Tim Rehbein/dpa

Schalke-Trainer David Wagner bevorzugt als neues S04-System die Viererkette. Für Alessandro Schöpf könnte das Konsequenzen haben. Hier mehr erfahren.

David Wagner (47) hat seine Spielidee mit Schalke 04 zum Teil bereits verraten. Alessandro Schöpf (25) könnte dem neuen System zum Opfer fallen.

Trainer Wagner zieht in puncto System die Viererkette der Dreierkette vor. Damit unterscheidet er sich in dieser Hinsicht wesentlich von seinem Vorgänger Domenico Tedesco (33). Für Schöpf, der gegen Hertha BSC sein Comeback feierte, könnte das Konsequenzen haben.

Braucht Schalke keinen Dauerläufer wie Schöpf?

Unter Tedesco, der zuletzt bei Juventus Turin hospitierte, entwickelte sich der Österreicher besonders im zweiten Jahr bis zu seiner Verletzung zu einer festen Größe im System der Dreier-/Fünferkette. Auf 15 Einsätze kam Schöpf, bevor ein Außenbandriss im Knie aus dem Spiel gegen Hertha BSC (2:2) bereits im Februar das Saisonaus bedeutete. Für das Foul hat sich Karim Rekik auch ein halbes Jahr später noch nicht persönlich entschuldigt.

Bis dahin überzeugte der 25-Jährige auf Schalke als Dauerläufer auf der rechten Außenbahn mit offensiven und defensiven Aufgaben. Das Problem: Im System der Viererkette ist diese Position in der Form nicht vorgesehen.

Neuzugang Kenny als Konkurrenz

Stattdessen werden die Außenbahnen für gewöhnlich mit einem Defensiv- und einem Offensivspezialisten bekleidet. Als Außenverteidiger wurde deshalb Jonjoe Kenny (22), der sich für eine feste Verpflichtung empfiehlt, vom FC Everton ausgeliehen.

Für die Offensive gibt es mit Rabbi Matondo (18), Steven Skrzybski (26) und Co. gleich mehrere Kandidaten. Zusätzlich verfügt mit Daniel Caligiuri (31) ein Schalke-Leistungsträger über die gleichen Stärken wie Schöpf, der wie Daniel Caligiuri und Mark Uth vor dem Comeback steht. Alle wollen im Trainingslager in Mittersill weiter angreifen.

Punktet Schöpf mit seiner Kondition?

Für Schöpf spricht, dass Wagner großen Wert auf die Fitness seiner Spieler legt. Vom eigenen Verein als "Pferdelunge" bezeichnet, zählte der frühere Nürnberger in der Vergangenheit zu den laufstärksten Spielern beim S04. In der Saison 2016/17 lief er mit 12,93 Kilometern im Schnitt mehr als jeder andere Spieler bei Königsblau.

Ob der Österreicher deshalb nach überstandener Verletzung einen Platz im System von Wagner finden wird, bleibt abzuwarten. Gleiches gilt für Pablo Insua (25), der zurzeit an seinem Comeback arbeitet.