Vor dem DFB-Pokal-Spiel des FC Schalke gegen den SV Drochtersen/Assel, zeigten die Schalke-Fans Clemens Tönnies die Rote Karte. Jochen Schneider nahm Tönnies danach jedoch in Schutz.

  • Schalke-Fans zeigten beim DFB-Pokal-Spiel gegen Drochtersen/Assel eine beeindruckende Choreographie und zeigten Clemens Tönnies die Rote Karte.
  • Sportvorstand Jochen Schneider nahm Tönnies nach dem Spiel in Schutz.
  • Es solle jetzt keine „Hetzjagd“ auf Tönnies geben, so Schneider.

Der Schalker Fan-Block zeigte vor Beginn des Spiels eine beeindruckende Choreographie. Geschlossen zeigten die Anhänger des S04 Clemens Tönnies die Rote Karte.

Schalke-Fans zeigen Tönnies die Rote Karte

Gleichzeitig zeigten die Fans mit ihrer Choreographie auch klare Kante gegen Rassismus.

S04-Fans beeindruckten beim DFB-Pokalspiel mit einer Schalke-Choreographie gegen Rassismus und Clemens Tönnies. Sie zeigten symbolisch die rote Karte. Foto: dpa
S04-Fans beeindruckten beim DFB-Pokalspiel mit einer Schalke-Choreographie gegen Rassismus und Clemens Tönnies. Sie zeigten symbolisch die rote Karte. Foto: dpa

Damit zeigten die Schalke-Fans, dass sie von der Entscheidung des Ehrenrats, Tönnies nach seinen rassistischen Äußerungen für drei Monate des Amts zu entheben, enttäuscht waren. Das wusste auch Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider.

Schneider nimmt Tönnies in Schutz

Schneider äußerte sich nach dem Spiel, das Schalke souverän mit 5:0 gewann, zu der Choreo der Fans.

„Erstmal haben die Fans ein starkes Statement gegen Rassismus abgegeben“, sagte Schneider, „sie haben gezeigt, dass sie wenig einverstanden sind.“

Fans zeigen klare Kante

Gleichzeitig sei die Rote Karte natürlich auch ein starkes Statement gegen Clemens Tönnies gewesen. Die Fans hätten gezeigt, dass sie mit seinen Aussagen nicht einverstanden gewesen seien.

Der Sportvorstand war jedoch bemüht, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. „Um in der Sportler-Sprache zu bleiben: Nach einer Roten Karte entschuldigt man sich, hat eine Sperre zu verbüßen“, so Schneider am Sky-Mikro.

Schneider fordert: Keine „Hetzjagd“

Man brauche jetzt keine „Hetzjagden“ mehr. „Wir sollten aufpassen, dass wir es nicht übertreiben. Den Pranger haben wir abgeschafft in Deutschland“, appellierte Schneider.

Gleichzeitig verwies der ehemalige sportliche Leiter von RB Leipzig auf Tönnies Verdienste für den S04. „Seine Verdienste für den Verein sind unbestritten und das steht glaube ich vor der Klammer.“ Auch Alexander Nübel nahm Tönnies in Schutz.

Kritik an Tönnies kommt von allen Seiten

Doch Tönnies sieht sich nach seinen rassistischen Äußerungen von allen Seiten mit Kritik konfrontiert. Star-Koch Nelson Müller äußerte sich kürzlich zu den Tönnies und sah sogar was Gutes in seinen Aussagen.

DFB-Boss Rauball kritisierte Tönnies und forderte härtere Konsequenzen. Auch Gerald Asamoah zeigte sich auf Instagram bestürzt über die Aussagen. Sascha Riether appellierte an alle Schalke-Fans.