Jobst und Schneider im Interview: "Schalke unverändert ein Top-Club in Deutschland"

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Zwei aus dem Vorstand von Schalke 04, Alexander Jobst (li.) und Jochen Schneider (zw. v. li.) stellen sich im Interview Fragen über die Zukunft. Foto: dpa

Jochen Schneider und Alexander Jobst aus dem Schalke-Vorstand sprechen über die Schalke-Zukunft. Dabei geht es auch um Neuzugänge. Hier mehr erfahren.

Nach der Katastrophen-Saison auf Schalke soll sich einiges ändern. Vorstand des Marketings Alexander Jobst (45) und der neue Sportvorstand Jochen Schneider (48) stellten sich nun im Interview den Fragen der Bild.

  • Im Interview mit der Bild sprachen Jobst und Schneider über die Zukunft von Schalke 04.
  • Dazu gehören auch Neuzugänge. Dies thematisierten die beiden S04-Bosse.
  • Ebenfalls sprachen sie über das Konzept Schalke 04.

Dass sich auf Schalke einiges ändert, ist nicht erst seit heute bekannt. Dies bestätigten die zwei Offiziellen aus der Schalke-Führung erneut gegenüber der Bild.

Jobst möchte mit Schalke weiterhin Top-Adresse bleiben

Jobst, der Clemens Tönnies (63) vehement verteidigt, sieht die katastrophale vergangene Saison eher als Ausrutscher. "Wir haben auch in Zukunft den Anspruch und das Ziel, zu den Top-Adressen der Liga zu gehören", erklärte er selbstbewusst.

Man sei sich zwar der der harten Konkurrenz um die internationalen Plätze bewusst, jedoch erklärte der 46-Jährige gegenüber der Bild: "Schalke 04 gehört mit seiner Strahlkraft unverändert zu den Top-Clubs in Deutschland.“

Spieler müssen alles für Schalke geben

Um das zu erreichen, muss auf Schalke jeder alles für den Verein geben. "Wir wissen, dass wir in diesem harten Wettbewerb Bundesliga nur bestehen können, wenn jeder Einzelne von uns jeden Tag 100 Prozent für unseren Verein gibt", erklärt S04-Sportvorstand Schneider.

Zusammenhalt scheint also wichtig. Das weiß auch Jobst, der sich unlängst klar zu Schalke bekannte. Sein Kollege im Vorstand Sport macht klar, welche Konsequenzen es bei Nichteinhaltung gibt: "Derjenige, der hierzu nicht bereit ist, hat keine Chance auf eine Zukunft beim FC Schalke 04.“

Umbruch auf Schalke durch Schneider und Jobst

Diese Ansage wirkt zunächst hart. Doch auf Schalke muss durchgegriffen werden. Vor allem Spieler wie Amine Harit (22) und Nabil Bentaleb (24) fielen immer wieder durch Fehlverhalten neben dem Platz auf. Und unter Schneider sollen deshalb Neuzugänge her.

Wichtiger Neuzugang: Trainer David Wagner

Ein wichtiger Baustein im Umbruch bei Schalke 04 ist der neue Trainer David Wagner (47), von dem man bei S04 überzeugt ist. Doch es müssen neue Spieler her, das wissen auch Jobst und sein Kollege.

Doch dort lauert eine Gefahr. Denn oft hat man das Gefühl, starke Neuzugänge verlieren auf Schalke an Qualität. Ein Beispiel aus der vergangenen Saison ist das Mark Uth. Doch Schneider, der bei Schalke in der Defensive gefordert ist, sieht das anders: "Dieses Urteil ist zu pauschal. In einer enttäuschenden Saison sieht jeder einzelne Spieler in der Regel nicht gut aus."

Neuer Sportdirektor? Nur die Ruhe

Auf einen weiteren Sportdirektor wartet man bei Schalke noch gespannt. Nachdem die Kandidaten Christoph Metzelder und Markus Krösche (RB Leipzig) nicht mehr zur Verfügung stehen, ist die Stelle noch vakant.

Schneider hat aber auch darauf eine Antwort und bittet um Geduld. "Wir sind aktuell dabei, die optimalen Strukturen rund um unsere Lizenzmannschaft zu schaffen und die damit einhergehenden Personalentscheidungen zu treffen. In Kürze werden wir das Ergebnis dieser Arbeit vorstellen", verriet er der Bild.

Jobst: "Schalke einer der letzten eingetragenen Vereine"

Auf Schalke möchte man also an einem Konzept des Erfolgs basteln. Doch ist das in Zukunft ohne Investor möglich? Mannschaften wie RB Leipzig und die TSG Hoffenheim haben gezeigt, dass externes Geld im Betrieb Bundesliga gut tun kann. Jobst hat aber auch dazu eine Meinung.

"Wir sind als einer der letzten starken Clubs ein eingetragener Verein und halten alle Rechte in eigener Hand. Gerade diese Unabhängigkeit des Vereins war die Basis für 16 Europapokalteilnahmen, drei Pokalsiege und fünf Vizemeisterschaften seit 2000", erklärte er selbst bewusst.

Doch kann man so in der nächsten Zeit erfolgreich sein? "In der Zukunft wird sich zeigen, wie wettbewerbsfähig der eingetragene Verein als Rechtsform gegenüber investorengeprägten Clubs – insbesondere international – sein kann", erklärte Jobst gegenüber der Bild. In einem weiteren Interview - dieses mal mit der WAZ - spricht Jobst nun über weitere Aspekte der Planung.