Die Mannschaft sprach sich für Harit aus

Amine Harit darf sich über Rückendeckung freuen_dpa
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Amine Harit darf sich über Rückendeckung freuen_dpa

Amine Harit hatte keinen leichten Stand bei Domenico Tedesco und schien schon angezählt. Nun hat sich der Mannschaftsrat aber für ihn ausgesprochen

In der Vorrunde musste sich Amine Harit viel Kritik stellen. Auch auf dem Platz konnte der Marokkaner nicht überzeugen. Im Winter war sogar schon von einem Abgang die Rede. Die Mannschaft soll sich nun aber für ihren Teamkollegen ausgesprochen haben.

Auf lediglich 12 Spiele schaffte es der 21-Jährige, bevor ihn ein Muskelfaserriss außer Gefecht setzte. Aber auch in den wenigen Spielen zeigte er wenig von seiner eigentlich mehr als vorhandenen Qualität.

Denn Talent und Finesse, das besitzt Harit, der für ein Super-Steak bei Nusret Gökce zu Besuch war, eigentlich. Ist er in Form, kann er mit Übersicht und Tempodribblings ganze Abwehrreihen aushebeln. Doch in dieser Saison will es nicht so ganz klappen.

Immer wieder fiel er durch Geschichten außerhalb des Platzes auf, wie zum Beispiel durch nächtliche Casinogänge. Irgendwann war es Trainer Tedesco genug und der junge Offensivmann war angezählt. Sogar von einem Verkauf war die Rede.

Harit hat Teamkollegen im Rücken

Harit durfte sogar nicht mit ins Trainingslager und musste individuell in Gelsenkirchen am Comeback arbeiten. Die Situation schien sehr angespannt.

Tedesco traf keine voreiligen Entscheidungen und berief in der Causa Harit den Mannschaftsrat ein wie Sportbild berichtet. Und der stärkte dem Marokkaner den Rücken.

Angeführt von Ralf Fährmann, Benjamin Stambouli und Daniel Caligiuri, traf die Mannschaft eine Entscheidung pro Harit. Und der muss dieses Vertrauen nun mit Leistung zurückzahlen.

Zurücklehnen sollte er sich nun dennoch nicht. Denn er steht nicht erst seit gestern in der Kritik. Im Januar machte Tedesco bereits den Ernst der Lage klar.

An seinem Muskelfaserriss laboriert Harit indes immer noch. Seine Rückkehr ist weiter unbekannt.

Gut ist es aber trotzdem zu wissen, dass die Mannschaft auch in Zeiten der Krise intern zusammensteht und sich den Rücken stärkt.