Schalke fast mit Welttrainer? José Mourinho lehnte wohl S04-Angebot ab

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José Mourinho - hier in der Champions League gegen Schalke und Di Matteo - dirigiert sein Team. Foto: Federico Gambarini/dpa

Schalke war nach der vergangenen Saison auf Trainersuche. Die Königsblauen sollen auch bei José Mourinho angefragt haben. Der lehnte ab. Hier mehr lesen.

Schalke war nach der verkorksten Saison 2018/2019 lange auf der Suche nach einem Trainer. Dabei sollen die Königsblauen auch bei José Mourinho (56) angeklopft haben.

  • Schalke war lange auf der Suche nach einem Trainer für die aktuelle Saison.
  • Sogar Welttrainer José Mourinho soll ein Angebot der Königsblauen abgelehnt haben.
  • Er möchte nur zu Real Madrid zurück.

Schalke suchte lange nach Trainer - auch nach Mourinho?

Nachdem die vergangene Saison für Domenico Tedesco (34), der unlängst seine Zeit auf Schalke analysiert, und S04 alles andere als optimal verlief, wurde er entlassen und der ewige Huub Stevens (65) übernahm als Interimstrainer. Doch für ihn war klar: Nach der Saison 2018/2019 ist Schluss.

Und so begab sich Schalke auf die Suche nach einem Trainer. Doch ehe es am Ende David Wagner (47) wurde, waren einige Namen beim S04 im Gespräch. Nun berichtet Goal, dass kein Geringerer als José Mourinho ein königsblaues Angebot auf dem Tisch liegen hatte.

Von "The Special One" zu "The Schalke One?"

Zwar hat der 56-Jährige wie David Wagner eine klare Linie, inwiefern Schalke dabei in sein Schema passt, lässt sich mit einem Blick in seine Vita jedoch bezweifeln. Denn der Portugiese kann einen beachtlichen Lebenslauf vorweisen. Seine Karriere als Cheftrainer startete er in seiner Heimat und landete nach kurzen Engagements bei Benfica Lissabon und União Leiria 2002 beim FC Porto.

In Porto war Mourinho bereits Ende der 90er Jahre als Co-Trainer unter dem Engländer Sir Bobby Robson angestellt, bevor das Duo zum FC Barcelona wechselte. In Porto sollte die Erfolgsgeschichte des José Mourinho aber erst so richtig starten. Erst holte er 2002/2003 mit der Meisterschaft, dem portugiesischen Pokal und dem UEFA-Pokal das sogenannte "kleine Triple", in der Folgesaison gelang Mourinho mit dem FC Porto sogar der Gewinn der Champions League - eine Sensation.

Über Chelsea und Inter Mailand zu Real Madrid, Manchester United

Darauf ließ er exzentrische Startcoach, der 2010 sogar zum FIFA-Welttrainer des Jahres ernannt wurde, einige große Stationen folgen. Beim italienischen Giganten Inter Mailand konnte er dann auch das "große Triple", gewinnen. 2010 holte er mit den Mailändern die italienische Meisterschaft, den italienischen Pokal und die Champions League.

Mourinho, der sogar mehrere Guiness-Weltrekorder hält - unter anderem als der Premier League-Trainer mit den wenigsten Gegentoren -, fiel neben seinen Erfolgen als Trainer immer wieder mit gewagten Aussagen und Sticheleien gegen Trainerkollegen auf.

Sein Selbstvertrauen, das manch einer als überzogen bezeichnen könnte, brachte ihm dann später auch den Namen "The Special One ein". Diesen Namen soll er sich sogar selbst gegeben haben.

Rückkehr nach England blieb relativ erfolglos

Doch auch die sportliche Reputation von Mourinho begann nach seiner Rückkehr zu Chelsea 2013 zu bröckeln. Die sportlichen Erfolge blieben weitestgehend aus und auch sein Engagement bei Manchester United zwischen 2016 und 2018 war eher von Unruhe in der Mannschaft als von der Rückkehr zu alten Glanzzeiten geprägt.

Seit seiner Entlassung im vergangenen Jahr ist Mourinho nun vereinslos. Er wäre also für Schalke frei gewesen.

Doch Angebote scheint es wohl zur Genüge gegeben zu haben. Denn wie Goal berichtet, sollen neben Schalke auch weitere Vereine an einer Verpflichtung von "The Special One" interessiert gewesen zu sein. Genannt werden unter anderem der AS Monaco, OSC Lille, der AC Mailand, aber auch der VfL Wolfsburg.

Doch Mourinho kann sich eigentlich nur eine Trainerstation vorstellen. Laut Informationen des Sportportals wünscht er sich eine Rückkehr zum kriselnden spanischen Giganten Real Madrid. In Richtung Winterpause kocht aber das Gerücht rund um den BVB und José Mourinho wieder auf. Doch auch andere Klubs scheinen in Frage zu kommen.