Schalke: "Vielleicht im Keller dunkel" - Elfmeter im Derby regt S04 auf

Schalke-Trainer David Wagner regt sich im Derby gegen den BVB auf. Foto: Bernd Thissen/dpa
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Schalke-Trainer David Wagner regt sich im Derby gegen den BVB auf. Foto: Bernd Thissen/dpa

Ärger auf Schalke. Es geht um einen nicht gegebenen Elfmeter im Derby gegen den BVB. Warum die Schiedsrichter so entschieden. Hier die Infos.

Der Ärger um die Videoschiedsrichter nimmt kein Ende. Dieses Mal war am 9. Bundesliga-Spieltag Schalke der Tatort. Im Derby gegen den BVB waren sich alle einig, dass es einen Elfmeter hätte geben müssen.

  • Der FC Schalke 04 regte sich nach dem 0:0 im Derby gegen den BVB über die vergebenen Torchancen auf.
  • Doch der S04 fühlte sich ebenso um einen Elfmeter gebracht, mit dem selbst Borussia Dortmund gerechnet hat.
  • Sascha Riether erklärte, warum Schiedsrichter Felix Brych anders entschied und wie der VAR reagierte.

Schalke: keine Tore im Derby gegen den BVB

Die Fans beider Lager müssen wohl länger nachdenken, wie oft ausgerechnet die "Knappen" in den vergangenen Jahren dem großen Rivalen aus dem Revier so überlegen waren, wie an diesem Samstag (26. Oktober). Doch unter dem Strich trennten sich Schalke und der BVB im Derby (der Ticker zum Nachlesen) 0:0 unentschieden.

Das hatte verschiedene Gründe. Primär, weil der S04 die sich bietenden Chancen nicht nutzte. Zweimal wurde das Aluminum getroffen, einmal klärten die Gäste auf der eigenen Torlinie, um nur ein paar aller Möglichkeiten aufzuzählen.

Schalke forderte im Derby gegen den BVB einen Elfmeter

Doch dann war da auch noch eine strittige Szene in der 60. Spielminute, als BVB-Stürmer Thorgan Hazard (26) der Ball im eigenen Strafraum an die Hand ging. Schalke, das übrigens wegen einer Verletzung nun wochenlang auf Benjamin Stambouli verzichten muss, forderte vehement einen Elfmeter, doch der Pfiff blieb aus.

Was die Königsblauen negativ aufstieß: Schiedsrichter Felix Brych (44) schaute sich die diskussionswürdige Situation nicht noch einmal in der Wiederholung an. Sehr zum Ärger des Gastgebers.

Schalke: Sascha Riether kritisiert beim nicht gegebenen Elfmeter gegen den BVB Schiedsrichter für fehlendes Gespür

"Wenn die Reaktionen von Spielern auf dem Platz, von uns auf der Bank und im gesamten Stadion so deutlich ausfallen, dann weiß doch jeder, dass da etwas war", sagte Sascha Riether (36) nach dem Derby gegen den BVB auf Nachfrage von RUHR24. Der Profi-Koordinator vom FC Schalke 04 erklärte, dass die eigene Bank nicht umsonst so verärgert war.

"Wir haben dort einen kleinen Bildschirm und sehen uns immer knifflige Szenen an - und für uns war es ein Elfmeter. Der Ball geht an die Hand von Thorgan Hazard und das auch nicht aus kurzer Distanz. Rund um ihn herum war es frei", so Sascha Riether weiter.

Mats Hummels und weitere Spieler vom BVB haben mit Elfmeter für Schalke gerechnet

Doch der Pfiff blieb aus - trotz aller Proteste von Schalke. Kurios: Selbst die BVB-Spieler merkten noch im Derby an, dass es eigentlich ein Elfmeter war. Der DFB bezog bereits mittlerweile Stellung zum Elfmeter-Ärger im Derby zwischen Schalke und dem BVB.

"Ich habe mit Mats Hummels gesprochen und der meinte, dass es einer war", so Daniel Caligiuri gegenüber RUHR24. Selbiges bestätigte Sascha Riether. "Wir haben uns nach dem Spiel mit einigen Dortmunder Spielern unterhalten und die waren auch überrascht, dass es keinen Elfmeter gab."

VAR sagt Schiedsrichter Felix Brych auf Schalke: Das war kein Elfmeter

Doch warum schaute sich Schiedsrichter Felix Brych in der aufgebrachten Stimmung nicht die Bilder selbst nochmal an? Denn klar war: Kontakt gab es zwischen dem Unparteiischen im Derby auf Schalke und dem Videoschiedsrichter, der in Köln sitzt.

"Der vierte Offizielle hat uns mitgeteilt, dass in Köln gesagt wurde, dass es keinen Bedarf gibt, nachzugucken. Keine Ahnung, warum sie es anders gesehen haben. Vielleicht war es im Kölner Keller dunkel", sagte Sascha Riether lachend.

Denn bei allem Ärger verdeutlichte der 36-Jährige, dass der Spielausgang im Derby zwischen Schalke und dem BVB nicht davon abhing. "Dass der Schiedsrichter seinem Kollegen vertraut hat, ist schade und bitter für uns. Aber wir hatten unabhängig davon genügend Chancen für den Siegtreffer." S04-Legende Gerald Asamoah (41) erklärte, dass ihn die ständigen Diskussionen um Handspiele nerven.

Wesentlich mehr Ärger gab es dann aber noch ganz woanders. Ein schockierendes Video zeigt, wie die Polizei am Hauptbahnhof in Dortmund Gewalt gegen BVB-Fans anwendet. Dieser Vorfall kann nun ein juristisches Nachspiel haben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft. Es gibt Ermittlungen gegen einen Bundespolizisten.