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In der letzten Saison wurde der FC Schalke 04 Vizemeister, in dieser Saison kämpft man um den Abstieg. Für Vereinslegende Olaf Thon ist das keine Überraschung.

„Dieses Auf und Ab auf Schalke begleitet uns schon seit Jahrzehnten.“ Schon zu seiner Zeit sei das so gewesen. Es fehle einfach die Kontinuität, urteilt Thon.

Das erkennt man aktuell mit einen Blick auf die Tabelle. Nach 27 Spielen stehen die Knappen auf Platz 14 der Tabelle und konnten lediglich 30 Treffer erzielen.

„Man hat auch gemeint, gute Einkäufe getätigt zu haben“, erklärt Thon im Interview mit SR3. Dabei spricht er explizit Omar Mascarell, Salif Sané und Mark Uth an. „Dann kamen leider aber viele Verletzungen dazu.“

Thon: Auftaktniederlagen führten in den Abstiegsstrudel

Hinzu kamen dann noch die fünf Auftaktniederlagen. Thon ist sich sicher: „Die haben dazu geführt, dass man in den Abstiegsstrudel geriet.“

Später seien dann noch der Verkauf von Naldo in der Winterpause, der Wechsel im Tor und die Entlassung von Domenico Tedesco hinzugekommen. „Außerdem ist der Manager frühzeitig von Bord gegangen.“

In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.
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All das habe zu der aktuell schwierigen Situation geführt. „Ich glaube, es war unabdingbar, dass man dann versucht hat, Leute zu finden, die den Verein kennen, die Erfahrung haben“, so der Ur-Schalker.

Für Thon sei das Trainerteam um Huub Stevens, Mike Büskens und dem Teammanager Gerald Asamoah alternativlos gewesen.

Aktuelle S04-Themen

Dennoch ist Thon überrascht, dass der S04 sich weiterhin so schwer tut. „Mir war klar, dass man jetzt nicht alles in Grund und Boden spielen kann. Aber das es dann so beschwerlich weitergeht, damit habe ich nicht gerechnet.“

Ein paar Punkte mehr habe man sicher schon eingeplant. Aber das sei nun mal so im Abstiegskampf. „Das ist auch eine Nervensache.“

Olaf Thon gewann nicht nur 1997 den UEFA Cup mit Schalke. 1988 musste er den Abstieg verkraften. Foto: dpa.
Olaf Thon gewann nicht nur 1997 den UEFA Cup mit Schalke. 1988 musste er den Abstieg verkraften. Foto: dpa.

Er selbst kennt sich damit aus. „Das haben wir auch alles mitgemacht, als wir 1988 abgestiegen sind.“ Thon weiß, worauf es im Abstiegskampf ankommt. „Viele Spieler im Team kennen diese Situation aber nicht.“

Die Hoffnung will er aber nicht aufgeben. „Ich hoffe, dass die Mannschaft mit dem Trainerteam noch die Kurve bekommt und mindestens Platz 15 erreicht.“ Das werde aber sicherlich noch sehr schwer werden.