Schalke 04: "Wir sind alle gegen Krieg!" Suat Serdar verteidigt Ozan Kabak nach Salut-Skandal

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Ozan Kabak im Dress des FC Schalke 04. Foto: Tim Rehbein/dpa

Ozan Kabak steht wie viele türkische Nationalspieler am Pranger. Es geht um den Salut-Gruß. Suat Serdar verteidigt ihn auf Schalke. Hier die Infos.

Droht Ozan Kabak (19) wegen seines Militär-Grußes eine Strafe vom FC Schalke 04? Mannschaftskollege Suat Serdar (22) nimmt ihn in Schutz.

  • Die Militäroffensive der Türkei in Syrien ist längst Gegenstand von Diskussionen und Untersuchungen im Fußball.
  • Auch Ozan Kabak vom FC Schalke 04 fiel mit dem Militär-Salut negativ auf.
  • Suat Serdar verteidigt seinen Klub-Kollegen aber.

Schalke distanziert sich von Militär-Gesten von Ozan Kabak und Co.

Die Militär-Salute von türkischen Fußball-Nationalspielern bei Länderspielen schlagen nach wie vor hohe Wellen. Auch Ozan Kabak (19) salutierte als Ersatzspieler nach den Partien, um sich wie seine Mitspieler mit der türkischen Armee zu solidarisieren. Ozan Kabak gilt auf Schalke derzeit als letzter Trumpf in der Innenverteidigung vom FC Schalke.

Die steht derzeit für ihre Militäroffensive in Syrien stark in der Kritik. Der FC Schalke 04 kündigte ein Gespräch mit Ozan Kabak an und betonte, dass es völlig klar sei, dass sich der Klub "von solchen symbolischen Gesten zum Geschehen in Syrien distanziert". Suat Serdar sprang seinem Mannschaftskollegen zur Seite.

Schalke: Laut Suat Serdar sind alle gegen den Krieg

"Eigentlich möchte ich nicht viel dazu sagen. Das Einzige, was ich sagen möchte, ist, dass wir alle gegen den Krieg sind. Auch Ozan", so der frischgebackene deutsche Nationalspieler heute nach dem Training auf dem Vereinsgelände des FC Schalke 04.

Die DFB-Kollegen von Suat Serdar, Ilkay Gündogan (28) und Emre Can (25), waren im Zuge der Diskussionen bereits heftig in die Kritik geraten. Obwohl die Diskussionen bereits nach dem ersten von zwei Länderspielen in vollem Gange waren und die Uefa Ermittlungen ankündigte, wiederholte die türkische Fußball-Nationalmannschaft bei der zweiten Partie die Geste.

Ozan Kabak salutiert, Kaan Ayhan verzichtet

Mit einer besonderen Ausnahme: Der ehemalige Schalke-Verteidiger Kaan Ayhan (24) setzte nach seinem Treffer gegen Frankreich (1:1) ein deutliches Statement. Nicht so Ozan Kabak.

"Ich kenne ihn schon seit einer Weile und wir alle in der Mannschaft wissen, dass auch er gegen den Krieg ist und dass er es nicht so gemeint hat", nahm Suat Serdar den jungen Türken jedoch in Schutz.

Schalke: Ozan Kabak und Suat Serdar im Lauftraining

Beide unternahmen nach der Rückkehr von den Nationalteams heute auf Schalke nur lockeres Lauftraining. Der Konflikt in Syrien sei dabei aber kein Gesprächsthema gewesen, wie Suat Serdar erklärte.

"Wir haben uns einfach darüber unterhalten, wie das Essen in der Türkei war und wie die Woche so gelaufen ist", so der 22-Jährige über sich und Ozan Kabak.