S04 wieder da

Schalke spielt nach „Totalschaden“ endlich wieder Fußball

Schalke-Trainer David Wagner bekam im Doppelpass viel Lob
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Schalke-Trainer David Wagner bekam im Doppelpass viel Lob

Bei der Talkrunde Doppelpass loben die TV-Experten die Entwicklung von Schalke. Die Mannschaft habe sich von einem „Totalschaden“ erholt.

  • Sascha Riether: Schalke hat sich von Totalschaden erholt.
  • TV-Experten halten sogar Europa für möglich.
  • Clemens Tönnies soll von nun an an seinen Taten gemessen werden.

FC Schalke 04: Spaßfußball statt Totalschaden.

In der aktuellen Saison läuft es beim S04. Nach elf Spieltagen liegen die Königsblauen auf Platz sechs der Tabelle, auch wenn beim Remis gegen Fortuna Düsseldorf nicht alles rund lief (die Schalke-Profis in der Einzelkritik). Grund dafür ist unter anderem Trainer David Wagner (48). Er habe dem Team wieder neues Leben eingehaucht, war sich die Runde einig.

Sascha Riether (36), auf Schalke Koordinator der Lizenzspielerabteilung, sprach sogar von einem „Totalschaden“ in der vergangenen Saison. „Jetzt spielen wir ganz anderen Fußball und haben wieder richtig Spaß daran.“ Aktuell trennen die Knappen lediglich zwei Punkte vom zweiten Tabellenplatz der Bundesliga.

David Wagner: Schalke-Trainer ist ruhig und emotional zugleich

Sascha Riether sieht David Wagner dafür als den Hauptgrund: „Er ist ein toller Trainer und lebt den Fußball einfach.“ Auch von anderen Seiten gab es Lob für für den Schalke-Coach: „David Wagner hat ein tolle Art. Er ist ruhig und geerdet. Aber während des Spiels ist er auch emotional“, lobte Ex-Bayern-Spieler Thomas Strunz (51). So könne Schalke am Ende der Saison möglicherweise sogar die Europa League erreichen.

Auf derartige Ziele wollte sich Sascha Riether noch nicht festnageln lassen, er betonte vielmehr, dass man nach der verkorksten letzten Saison die Fans zurückholen wollte. „Es wird endlich wieder malocht. Die Fans kriegen jetzt Leidenschaft, gepaart mit tollem Fußball“, stellte Sascha Riether fest. „Es ist ja nicht so, als ob wir nur durch die Arena grätschen.“

Schalke hat seine Leichtigkeit wiedergefunden

Thomas Strunz fasste treffend zusammen: „In der letzten Saison hätte es nach dreimalig verspielter Führung nur Pfiffe und Bierbecherwürfe gegeben.“ Stattdessen nahmen die Fans den Spielern die „Achterbahnfahrt der Gefühle“, nicht allzu übel.

Michael Rummenige erkennt eine gewisse „Leichtigkeit“ im Schalke-Spiel. Im Derby gegen den BVB hätte es sogar einenS04-Sieg geben können. „Ich bin kein Schalke-Fan, aber da wären drei Punkte verdient gewesen“, so der ehemalige Profi von Borussia Dortmund.

S04-Stürmer kreieren Chancen, aber treffen noch nicht

Einer der wenigen Kritikpunkte ist derzeit die geringe Trefferquote der nominellen Stürmer. Wie auch Trainer David Wagner gibt Sascha Riether zu, dass es Probleme gibt. „Aber wir sind froh, dass wir überhaupt Chancen haben“, erinnert der Sport-Koordinator an den „Totalschaden“ im letzten Jahr. Damals gelang den Königsblauen noch nicht einmal das.

Zum Schluss der Runde sprach Moderator Thomas Helmer (54) dann noch das Thema Clemens Tönnies an. Schalkes Aufsichtsratsboss ist nach dreimonatiger Strafe zurück auf seinem Posten. Dafür musste er bereits herbe Kritik einstecken.

Clemens Tönnies soll bei Schalke „fair“ behandelt werden

In der Runde gab es aber durchaus Zuspruch für Clemens Tönnies (63). Marcel Reif (69) appellierte daran „Fair“ zu bleiben. Clemens Tönnies habe eingesehen, dass er Mist verzapft habe, und sich dafür entschuldigt: „Ich messe ihn jetzt an seinen Taten“, fuhr der ehemalige Sky-Moderator fort. Beim Erzrivalen BVB sieht Reif indes Lucien Favre in der Kritik und prophezeit ihm kein gutes Ende in Dortmund.

Sascha Riether zeigte sich ebenfalls froh über die Rückkehr von Tönnies. „Clemens ist einer von uns, er kommt oft nach Spielen in die Kabine und singt mit dem Team.“ Man müsse nun als Verein zusammenstehen. Auch Schalke-Vorstand Alexander Jobst (46), der zuletzt die Euphorie-Bremse trat, verteidigte Tönnies.