Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Huub Stevens (65) wurde bei Schalke zum Jahrhunderttrainer. Im Podcast „Lieber Fußball“ von Sport1 erklärt er, wie alles begann und welche Rolle Rudi Assauer spielte.

  • Stevens traf mit seinem Verein Roda Kerkrade im UEFA-Pokal auf Schalke.
  • Die Holländer schieden aus dem Pokal aus, doch Stevens schien Eindruck hinterlassen zu haben.
  • Nur zwei Wochen später übernahm er beim S04.

Schalke und Stevens: das passte von Anfang an

Currywurst und Pommes, Stadion und Bier, Uli Hoeneß und Manuel Neuer – es gibt Dinge, die scheinen wie gemacht für einander. So verhält es sich auch bei Schalke und Huub Stevens. Denn die S04-Legende, die zum Jahrhunderttrainer bei den Königsblauen gewählt wurde und selbst heute noch mit Rat und Tat zur Seite steht, ist aus der blau-weißen Historie nicht mehr wegzudenken. Und die begann bereits Mitte der 1990er Jahre.

Im Podcast „Lieber Fußball“ von Sport1 erzählt der Kulttrainer, der statt Fußball nun eher Golf im Kopf hat, von der ersten Begegnung, denn es schien Sympathie auf den ersten Blick zu sein. Denn bevor er 1996 im UEFA-Pokal mit seinem damaligen Klub Roda Kerkrade auf Schalke gastierte, luden die Niederländer die Königsblauen zu einem Turnier ein. Und dort passierte es.

Kurze Hosen als Beginn von etwas Schönem

„Wir haben uns nicht wirklich getroffen, aber ich habe da Assauer auf den Platz laufen sehen, mit Zigarre und kurzer Hose. Ich habe auch in einer kurzen Hose dagestanden, und ich denke, dass dadurch das erste Interesse von Assi entstanden ist“, so Stevens im Podcast.

Ein wenig später trafen sich beide im UEFA-Pokal wieder und Kerkrade und Stevens flogen aus dem Turnier. Doch es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Zwei Wochen später wurde der damalige Schalke-Trainer Jörg Berger entlassen. Das hörte der „Knurrer von Kerkrade“ bevor er mit seinem damaligen Roda-Co-Trainer und späteren S04-Co-Trainer Eddy Achterberg (72) beim Essen war. „Dann wirst du Schalke-Trainer“, soll Letzterer daraufhin beim Essen zu ihm gesagt haben. Dass Achterberg über seherische Fähigkeiten verfügte, wusste damals noch keiner.

Ein Anruf von Assauer genügte

Denn nur zwei Tage später hörte Stevens die Nachrichten auf seinem Telefon ab – „so ein Riesending, das man damals im Auto hatte“, wie er nostalgisch im Podcast erzählt. „Assauer – wenn du Lust hast, Trainer auf Schalke zu werden, dann ruf mich doch bitte unter dieser Nummer an“, kam es aus dem Telefon, so Stevens.

Danach ging alles sehr schnell. „In kürzester Zeit war das alles erledigt“, erzählt Stevens bei „Lieber Fußball„, und noch 1996 wurde er Trainer auf Schalke. Der Rest ist königsblaue Geschichte.