Bild: Tim Rehbein/dpa

Zwei Drittel der Saison sind gespielt, doch Sebastian Rudy konnte auf Schalke bislang nicht überzeugen. Der Sommer-Neuzugang erlebte zuletzt sogar seinen vorläufigen Tiefpunkt beim S04. An Flucht denkt er deswegen trotzdem nicht.

Laut Sport Bild will sich Sebastian Rudy auf Schalke durchbeißen. Das Fußball-Magazin schreibt in seiner aktuellen Print-Ausgabe (13. Februar), dass der deutsche Nationalspieler nicht an Flucht denke.

Stattdessen will der 28-Jährige eine Trotzreaktion zeigen. Eine Mentalität, die er bereits schon einmal gezeigt hat.

Vor der Europameisterschaft 2016 nominierte Bundestrainer Joachim Löw Rudy nicht. Dabei war der defensive Mittelfeldspieler damals fester Bestandteil des DFB-Teams.

Rudy kam im Sommer 2018 für 16,5 Mio. Euro vom FC Bayern

Der Nationalspieler ließ sich davon aber nur kurzzeitig unterkriegen. Bei der WM 2018 gehörte er wieder zum Aufgebot.

Folgt deswegen nun eine ähnliche Reaktion auf Schalke? Die Königsblauen überwiesen im vergangenen Sommer 16,5 Mio. Euro an Bayern München, weil Rudy der erklärte Wunschspieler von Trainer Domenico Tedesco war.

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„Sebastian hat technisch viel drauf, hat eine tolle Spieleröffnung. Aber es gehören noch andere Tugenden dazu, um auf der Sechs zu spielen“, erklärte Tedesco gegenüber der Sport Bild.

Tugenden wie Zweikämpfe suchen, führen und im besten Falle auch gewinnen. Doch genau das ließ Rudy zuletzt wiederholt vermissen.

Vorläufiger Tiefpunkt war das Spiel in München bei seinem Ex-Klub FC Bayern (1:3) am vergangenen Samstag (9. Februar). In der 33. Spielminute wechselte Tedesco ihn aus rein sportlichen Gründen gegen Omar Mascarell aus.

Laut Sport Bild wurden die Vorkommnisse nicht sofort aufgearbeitet. Am Sonntag (10. Februar) lag Tedesco mit einer Grippe flach. Ein Tag später hatten die „Knappen“ trainingsfrei.

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9 Jahre DU & ICH 👫 ♥️#bestefrauderwelt

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Rudy wünscht sich wohl noch mehr Rückendeckung. Die muss er sich aber erst wieder verdienen.

Die Verantwortlichen hatten sich zu Saisonbeginn noch vor ihren Schützling gestellt. Nach der Niederlage in München scheint das nahezu aufgebraucht zu sein.

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„Der Junge ist keine 18, sondern 28 und Profi. Er muss einfach besser Fußball spielen. Wir können ja nicht noch ein Jahr erzählen, dass es an der Umstellung liegt“, kritisierte Sportvorstand Christian Heidel Rudy scharf.

Der absolvierte bislang 18 Pflichtspiele für Schalke in der laufenden Saison. Acht davon über die volle Distanz. In der Zeit gelangen dem deutschen Nationalspieler weder ein Tor noch eine Torvorlage.