Bild: Ina Fassbender/dpa

Nabil Bentaleb ist derzeit noch angeschlagen. Wenn er aber wieder fit ist, muss er vorerst mit der U23 trainieren. Trainer Huub Stevens bestrafte den 24-Jährigen wegen einer „disziplinarischen Verfehlung“, wie Schalke schrieb. Der neue Sportvorstand Jochen Schneider lässt kein gutes Haar am zentralen Mittelfeldspieler.

„Ich habe kein Verständnis dafür, dass so etwas in einer für uns so prekären Situation passiert. Wir müssen alle in die gleiche Richtung marschieren, sonst geht es nicht“, sagt Jochen Schneider in einem Interview mit der Sport Bild.

Nabil Bentaleb, der wegen einer Operation den Afrika-Cup 2019 verpasst, war dem Heimspiel gegen RB Leipzig (0:1) am vergangenen Samstag (16. März) ferngeblieben, obwohl Trainer Huub Stevens ihn zuvor darauf hinwies, zu erscheinen. Der Spieler selbst hatte am Tag vor dem Spiel beim Training signalisiert, dass er Leistenprobleme habe und deswegen wohl nicht spielen könne.

Weil Bentaleb der Stevens-Anweisung aber nicht folgte, wird er vorerst nicht am Profi-Training teilnehmen dürfen. Schneider unterstützte diese Entscheidung. Trotz der Suspendierung will Bentaleb den FC Schalke 04 nicht verlassen.

Situation auf Schalke laut Schneider „bedrohlich“

Schalke hat als Tabellen-15. nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Zuletzt hagelte es Gegentore und Niederlagen.

„Die Situation ist sehr bedrohlich. Das Gefährliche ist, wenn Außenstehende glauben, Schalke sei zu groß, um abzusteigen. Das dachte man vor drei Jahren auch über den VfB Stuttgart“, so Schneider in der aktuellen Print-Ausgabe (20. März) des Fußball-Magazins weiter. Gegenüber der Bild sprach Schneider von Konsequenzen bei Disziplin-Problemen.

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Der neue Sportvorstand weiß, wovon er spricht. Schließlich arbeitete der 48-Jährige von 1999 bis 2015 für die Schwaben, die aktuell direkt hinter dem S04 stehen und mit dem ehemaligen Schalke-Trainer Markus Weinzierl am 34. Spieltag in der Veltins-Arena gastieren.

Damit es aus Sicht der Königsblauen kein Zittern bis zur allerletzten Sekunde gibt, erhofft sich Schneider durch den Trainerwechsel von Domenico Tedesco hin zu eben Stevens einen positiven Effekt. „Er ist Schalker. Für mich war es die beste Lösung. Ich habe ihn zweimal zum VfB Stuttgart geholt.“

Aktuelle S04-Themen:

Beide Male rettete Stevens die Stuttgarter. Das soll er nun mit den „Knappen“ ebenfalls schaffen.

„Huub Stevens ist Schalkes Jahrhundert-Trainer. Für ihn ist es wichtig, seinen Herzens-Klub zu helfen. Darum hat Huub, als ich ihn vergangene Woche anrief, direkt Ja gesagt. Er meinte: Wenn Schalke mich braucht, bin ich der Erste, der mit anpackt“, so Schneider in der Sport Bild.