"Schalke-Boss" gab Interview

"Sie akzeptieren, was ich mache" - Clemens Tönnies überrascht mit neuen Aussagen über Schalke-Ultras

Clemens Tönnies sorgt in einem Interview für überraschende Aussagen.
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Clemens Tönnies sorgt in einem Interview für überraschende Aussagen.

Schalke-Boss Clemens Tönnies ist bei weiten Teilen der Ultras des S04 nicht sonderlich beliebt. Hierzu bezog der Schalker Aufsichtsratsvorsitzende Stellung. 

  • Clemens Tönnies sorgte im August 2019 mit rassistischen Äußerungen für einen Eklat.
  • Der Aufsichtsratsvorsitzende des S04 wird von weiten Teilen der Schalke-Ultras kritisch beäugt.
  • In einem Interview hat der 63-Jährige zu einigen brisanten Themen Stellung bezogen.

Gelsenkirchen - Clemens Tönnies (63) sorgte auf dem "Tag des Handwerks" im August 2019 für einen Rassismus-Skandal. Noch vor dem Pokalspiel gegen den FC Bayern München überraschte der 63-Jährige am Dienstag (3. März) mit einigen Aussagen in einem Sportschau-Interview.

FC Schalke 04: Clemens Tönnies sorgte für einen Rassismus-Skandal

Anstatt wegen des Klimawandels die Steuern zu erhöhen, solle man lieber Kraftwerke in Afrika bauen, "dann hören die auf, die Bäume zu fällen und sie hören auf, wenn es dunkel ist, Kinder zu produzieren." Spätestens seit dieser Aussage ist Clemens Tönnies für weite Teile der Schalke-Fans als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04 nicht mehr tragbar.

Sie zeigten dem 63-Jährigen und dem Rassismus in einer eindrücklichen Protestaktion im Pokalspiel gegen den SV Drochtersen/Assel die Rote Karte. Sein Amt musste er dennoch nicht niederlegen – stattdessen legte er eine dreimonatige Pause ein.

Schalke: Clemens Tönnies spricht über Ultras des S04

"Es war ja nicht das erste Mal, dass man den Clemens Tönnies seitens der Ultras aufs Korn genommen hat. Wir sind in einem offenen Dialog – und alle, die mit mir gesprochen haben, haben dann gesagt: 'Okay, es geht weiter'", ordnet der Aufsichtsratsvorsitzende des S04 sein Verhältnis zu den Fans im Interview mit der Sportschau ein. 

Seine Aussage aus dem vergangenen Sommer möchte er indes nicht weiter kommentieren: "Da habe ich so viel zu gesagt. Ich glaube, dass wir einfach nach vorne gucken und beobachten müssen, wie er sich verhält. Clemens Tönnies ist nie einer, der etwas verspricht und dann nicht hält", so der 63-Jährige.

FC Schalke 04: Clemens Tönnies bezieht Stellung gegen Rassismus

Viel deutlicher bezieht der "Schalke-Boss" allerdings bei den rassistischen Beleidigungen, welche Jordan Torunarigha (22) im Pokalspiel zwischen dem S04 und Hertha BSC im Februar über sich ergehen lassen musste, Stellung. Hierzu äußert sich Clemens Tönnies wie folgt.

"Die wollen wir nicht unter uns. Und das ist auch eine klare Aussage von mir. Wir müssen sagen: 'Hey, das findet hier nicht statt!'. Da müssen auch alle Schalker Verantwortung zeigen und sagen: 'dagegen gehen wir vor!'", fordert der 63-Jährige.

FC Schalke 04: Clemens Tönnies spricht über Verhältnis zu den Ultras

Zum Abschluss des Sportschau-Interviews äußert sich Clemens Tönnies ein weiteres Mal zum angespannten Verhältnis zu den Schalker Ultra-Gruppierungen: "Die Ultras müssen mich nicht lieben. Das tun sie auch nicht. Ich habe aber das Gefühl, dass sie akzeptieren, was ich mache, da ich nie etwas gegen Schalke machen würde."

Dass Teile der Schalke-Fans kein gutes Verhältnis zum Aufsichtsratsvorsitzenden des S04 pflegen, zeigten sie zuletzt im Viertelfinale des DFB-Pokals, als sie sich erneut mit einer deutlichen Botschaft gegen den 63-Jährigen stellten.